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Häufige Fragen und Antworten zu unserem Angebot

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Wie kann ich beim VEH e.V. Mitglied werden?

Unter dem angegebenen Link finden Sie ein Online-Formular, dass Sie ausfüllen und direkt abschicken. Wenn Sie ein ehemaliges Heimkind sind, bitten wir Sie, die Heime, in denen Sie waren, möglichst komplett aufzuführen. Mit dem Absenden des Formulars erkennen Sie unsere Satzung an. Ihre Mitgliedschaft wird gültig, sobald Ihr erster Jahresbeitrag bei uns eingegangen ist.

 

Kann ich die Satzung des VEH e.V. ausdrucken?

Sie können die Satzung herunterladen, auf Ihrem Computer speichern und später ausdrucken.

 

Was kostet die Mitgliedschaft im VEH e.V.?

Unser Mitgliedsbeitrag liegt bei 30 Euro/Jahr für NormalverdienerInnen,

Hartz-IV-EmpfängerInnen und BezieherInnen von Grundsicherung bezahlen 12 Euro/Jahr.

 

 

Wo bekomme ich weitere Informationen zu einem Beitritt?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an eines der Kontakttelefone, die Sie auf der Vereinsseite finden.

 

Und wenn ich einfach nur mal reden möchte?

Auch dafür sind unsere Kontakttelefone für Sie eingerichtet.

 

Wie finde ich meine Heimakten?

Als erstes sollten Sie sich an das für Sie damals zuständige Jugendamt oder das Landesjugendamt wenden. Wenn Sie dort keine befriedigenden Antworten bekommen, gibt es verschiedene weiter Möglichkeiten:

  • Wenden Sie sich mit möglichst vielen Informationen an das Staatsarchiv des Bundeslandes,
    in dem Sie im Heim waren;
  • Finden Sie heraus, welches andere Archiv zuständig sein könnte;
  • Denken Sie dabei auch an das Gerichtsarchiv, da zu jeder Heimeinweisung ein Gerichtsbeschluss nötig war;
  • Wenden Sie sich an das zuständige Kirchenarchiv;
  • Wenden Sie sich an das Heim direkt.

Stellen Sie alle Anfragen schriftlich (möglichst per Post!), bestehen Sie stets auf einem widerspruchsfähigen Bescheid und im Falle, dass Ihre Akten vernichtet worden sind, fordern Sie das Aktenvernichtungsprotokoll!

 

 

Ich bin kein ehemaliges Heimkind, stehe Ihrem Anliegen aber nah – kann ich dennoch Mitglied im VEH e.V. werden?

Natürlich können Sie das. Lediglich der Vorstand ist für ehemalige Heimkinder reserviert.

 

 

Ich möchte für Ihre Arbeit spenden. Bekomme ich eine Spendenquittung?

Ja. Der VEH e.V. ist gemeinnützig und kann Spendenquittungen ausstellen, die Sie beim Finanzamt einreichen können.

 

 

Wo finde ich eine Liste der ehemaligen Heime?

Sie finden eine Liste unter dem Menüpunkt „Bundesländer“.

Dort ist jedem Bundesland eine Seite mit den Heimen zugeordnet – alphabetisch nach Städten sortiert. Diese Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wir freuen uns über jeden Hinweis um sie weiter zu vervollständigen.

 

Wie kann ich im VEH e.V. aktiv mitarbeiten?

Am besten melden Sie sich bei einem der Vorstandsmitglieder mit Ihren Ideen zu einer Mitarbeit. Die Telefonnummern des Vorstandes finden Sie auf der Vereinsseite dieser Homepage. Der Vorstand freut sich über jede Anregung und selbstverständlich über jede aktive Hilfe!

 

 

Was kann der VEH e.V. für mich tun?

Sie so gut es geht auf Ihrem Weg begleiten, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, Ihnen eine Plattform für Ihre Anliegen bieten:

  • Sie wollen etwas veröffentlichen und es an unsere Vereinshomepage „anhängen“,
  • Sie suchen Ehemalige und wollen diese Seite auf unserer Homepage veröffentlichen,
  • Sie wollen an den jährlichen Mitgliederversammlungen teilnehmen, das Geschick des Vereins mitbestimmen und andere Mitglieder treffen,
  • Sie wollen sich in einem nur Mitgliedern zugänglichen Internetforum austauschen.

 

Ich war Heimkind in der ehemaligen DDR – kann ich Mitglied bei Ihnen werden,
und was kann der VEH e.V. für mich tun?

Selbstverständlich können Sie Mitglied werden!

 

 

Ich bin ein ehemaliges Heimkind aus Deutschland, wohne aber inzwischen im Ausland und habe auch die Nationalität meiner neuen Heimat angenommen.
Kann ich dennoch Mitglied werden?

Selbstverständlich können Sie Mitglied werden!

 

 

Hat der VEH e.V. bereits im Ausland lebende Mitglieder?

Wir haben Mitglieder in Frankreich, Dänemark, Holland, Schweiz, Irland, Türkei, Großbritannien, USA, Australien…

 

 

Ich möchte mich nach dem „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ erkundigen. Wieso ist dieser eigentlich ins Leben gerufen worden?

Der VEH e.V. hat eine Petition an die Bundesregierung geschrieben.

Auf Grund dieser Petition wurde der Runde Tisch eingerichtet.

Text der Petition unter Download PDF Dokument.

 

Wie lange hat der „Runde Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ getagt?

Zwei Jahre. Bis Ende 2010.

 

 

Warum wurden am Runden Tisch nur die 50er und 60er Jahre berücksichtigt?

Das ist ein ziemlich willkürlich gesetztes Zeitfenster. Wir haben immer dafür plädiert, dass ein wesentlich größerer Zeitraum berücksichtigt werden müsse. Bei dem „Hilfsfonds Heimerziehung“ wurde der Zeitrahmen zumindest etwas ausgeweitet.

Der Fonds West bezieht die Jahre 1945 bis 1975 mit ein, der Fonds Ost 1945 bis 1990.

Allerdings: Auch dieser zeitliche Rahmen scheint uns – jedenfalls auf die Heimerziehung West bezogen – noch zu klein. Wir bekommen immer wieder Meldungen von Ehemaligen, die noch in den 80er Jahren unter katastrophalen Bedingungen im Heim leben mussten.

 

 

Stimmt es, dass ehemalige Heimkinder mit Behinderung nicht am „Runden Tisch“ berücksichtigt wurden?

Ja. Das ist leider richtig. Diese Ausgrenzung war eine Entscheidung von Frau Vollmer, die leider brutale Konsequenzen auch jetzt noch hat: Der sog. „Hilfsfonds“ ist für Ehemalige mit Behinderung ebenso wenig „zuständig“ wie für Kinder, die in der Psychiatrie oftmals unerträglich leiden mussten. Übrigens: auch Säuglinge wurden weder am „Runden Tisch“ noch jetzt bei dem „Hilfsfonds“ berücksichtigt. Der VEH e.V. setzte sich stets vehement für eine Einbeziehung von Säuglingen, Kindern mit Behinderung und Ehemaligen aus der Ex-DDR ein!

 

Es gibt doch jetzt diesen „Hilfsfonds“ mit 120 Mio. Euro – ist das nicht eine ganze Menge Geld für die Ehemaligen?

Wissenschaftliche Schätzungen gehen davon aus, dass 800.000 bis 1.000.000 Säuglinge,
Kinder und Jugendliche von 1945 bis 1975 (der von Fonds angegebene Zeitrahmen) in Heimen der alten Bundesländer leben mussten. Sie waren psychischer, physischer und sexueller Gewalt ausgesetzt und mussten oftmals ab dem 6. Lebensjahr Zwangsarbeit leisten.

Schätzungsweise leben heute noch ca. 500.000. Das ergibt bei 120.000.000 Euro genau 240 Euro pro Heimkind.

Ausgezahlt werden auf Antrag pro Heimkind/Monat im Heim ab dem vollendeten 14. Lebensjahr 300 Euro Rentenersatzleistungen als Einmalzahlung.

Dazu können Sachleistungen von bis zu 10.000 Euro beantragt werden.

 

 

Was ist mit dem Hilfsfonds (Ost)?

Der Hilfsfonds Ost funktionierte im Prinzip genau wie der Fonds West. Auch die Höhe der Zahlungen sind dieselben. Lediglich der berücksichtigte Zeitrahmen war ein anderer, nämlich von 1945 bis 1990.
 

 

 

Ich habe aber besonders gearbeitet, bevor ich 14 wurde. Wer kommt dafür auf?

Niemand. Leider. Es sei denn, Sie versuchen eine Klage gegen die Rentenanstalt.

Ebenso sieht es aus für Kinder und Jugendliche in Psychiatrien oder in Heimen der „Behindertenhilfe“.

Sie bekommen keine Rentenersatzleistungen – egal wie alt sie waren.

 

 

Und das soll eine „Entschädigung“ sein?

Nein. Es ist keine Entschädigung. Eine Entschädigung ist eine einklagbare geldwerte Leistung, die erlittenes Leid und sich daraus ergebenen Spätfolgen (Minderung an körperlicher/psychischer Lebensqualität, Minderung der Leistungsfähigkeit und damit der Verdienstmöglichkeiten etc.) ansatzweise ausgleichen soll.

„Die Zahlungen des „Fonds Heimerziehung“ jedoch sind freiwillige, nicht einklagbare Leistungen.

 

 

Was, wenn ich mich trotzdem entscheide, die Leistungen des Fonds in Anspruch zu nehmen?

Die Anmeldefrist für beide Fonds ist abgelaufen.

Kann ich mich trotzdem noch melden und Ansprüche geltend machen?

Nein. Es werden neue Anmeldungen kategorisch abgelehnt.

Der Verein setzt sich für eine Entfristung ein, allerdings bislang ohne Erfolg.

 

 

Gibt es denn andere Möglichkeiten für mich, an eine Entschädigung oder dergleichen bekommen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die man zumindest versuchen kann:

  • Stellen Sie einen Antrag nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG). Das OEG ist ein bundesweites Gesetz und gilt nicht speziell für Heimkinder.
    Einige Informationen zum OEG finden sie auf unserer Homepage:
  • Wenden Sie sich an die für Ihr Heim zuständige Landeskirche (ev.) oder das Bistum (kath.)
    und fordern Sie Unterstützung und finanzielle Hilfen.
  • Wenden Sie sich direkt an Ihr ehemaliges Heim oder die Nachfolgeorganisation.
    Manche Heime haben eigene Fonds für Ehemalige.

 

 

Bekomme ich eine Rechtsberatung von/über den Verein?

Nein. Der Verein darf keine Rechtsberatungen anbieten.

 

 

Brauche ich für ein OEG-Verfahren einen Anwalt?

Im ersten Schritt sicher nicht. Sollten es notwendig sein Widerspruch einzulegen, wäre es dagegen sinnvoll. Hilfreich wäre es einen Anwalt oder eine Anwältin zu kontaktieren, die sich im Sozialrecht oder gleich direkt mit OEG-Verfahren auskennt.

Auskunft über Anwälte können ihnen die Rechtsanwaltskammern in Ihrer Gegend geben. Oder wenden Sie sich an den SovD oder den Weißen Ring. Mit beiden Gruppierungen berichten Vereinsmitglieder von unterschiedlichen Erfahrungen.

Bedenken sollten Sie auf jeden Fall: Ein Anwalt kann bestenfalls so gut sein, wie Sie bereit sind, mitzuarbeiten und ihn zu informieren.

Helfen kann der Verein Ihnen evtl. bei der Suche nach ZeitzeugInnen.

 

 

Ich werde langsam alt und mir graut davor, mein Leben so zu beschließen,
wie es einmal begonnen hat – im Heim...

Da stehen Sie nicht alleine da! Der Verein steigt gerade (Juli 2015) in die Diskussion ein, wie ein „Leben im Alter“ gestaltet werden könnte, sucht Anregungen und Kooperationspartner.

Aber das steht alles noch am Anfang.

 

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Diese Seite wurde am 02 Januar, 2017 aktualisiert.

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