veh-ev.eu
Line_1001

Die Petition des VEH e. V.

petition_102
Line_1001

Petition “Eine gerechte Entschädigung fĂĽr ehemalige Heimkinder”

Weshalb dies wichtig ist

In den 40er, 50er, 60er und 70er Jahren lebten schätzungsweise 800.000 bis 1.000.000 Kinder und Jugendliche in deutschen Heimen. Sie wurden gequält, gedemĂĽtigt, misshandelt und vergewaltigt. Und sie arbeiteten 10 Stunden und mehr am Tag, 6 bis 7 Tage die Woche – ohne Lohn, ohne Sozialabgaben, vor der Schule, nach der Schule, während der Schulzeit!

Heute sollen diese ehemaligen Heimkinder mit einem geradezu lächerlichen Almosen abgespeist werden. Das bedeutet eine weitere Demütigung und Retraumatisierung für diese Opfer des größten Nachkriegsverbrechens der Bundesrepublik Deutschland.

Wir fordern den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, auf, sich für eine gerechte Entschädigung dieser Menschen einzusetzen, die mit ihrer Kinderhände Arbeit nicht unerheblich dazu beigetragen haben, die Bundesrepublik Deutschland zu dem zu machen, was sie heute ist!

 

 

Petition_Gauck_VEH

 

 

Wenn Sie an dieser Petition teilnehmen und uns damit helfen möchten,
folgen Sie bitte diesem Link:

 

Petition des Vereins ehemaliger Heimkinder an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

Sehr geehrte Damen und Herren!

  • Ă„chten Sie das an den ehemaligen Heimkindern nach 1945 bis in die 70er Jahre begangene Unrecht.
  • Geben sie den betroffenen ihre WĂĽrde zurĂĽck, die ihnen genommen wurde, indem man sie misshandelte, demĂĽtigte, ihren Willen brach und sie in vielen Fällen auch missbrauchte. Stellen Sie unmissverständlich fest, dass durch die Behandlung, welchen Heimkinder in der besagten Zeit unterworfen waren, die Menschenrechte verletzt worden sind.
  • Sorgen Sie dafĂĽr, dass die Betroffenen als Opfer eines unrĂĽhmlichen Kapitels deutscher Heim-Erziehungs-Geschichte anerkannt werden.
  • Sorgen Sie dafĂĽr, dass keine Akten mehr vernichtet werden, damit die Betroffenen, zur Aufarbeitung ihrer verlorenen Biographie und der bis heute nachwirkenden seelischen Verletzungen, Einsicht in ihre Akten erhalten können, soweit diese noch vorhanden sind.
  • Sorgen Sie dafĂĽr, dass unbezahlte Arbeitseinsätze, wie sie in vielen Heimen stattgefunden haben, und fĂĽr die keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden, obwohl es sich um Arbeit gehandelt hat, die nach heutigem Verständnis sozialversicherungspflichtig gewesen wäre, im Versicherungsverlauf der einzelnen Betroffenen berĂĽcksichtigt werden.
  • Machen Sie unmissverständlich deutlich, dass es sich dabei vorwiegend um erzwungene unbezahlte Arbeit gehandelt hat, die den Einrichtungen zur Wertschöpfung gedient hat.
  • Klären Sie, wie mit dem Phänomen der Kinderarbeit die in den Heimen, in welchen Kinder bis 14 Jahre untergebracht waren umzugehen ist. Kinderarbeit war auch damals bereits verboten.
  • Stellen Sie die Betroffenen jenen anderen Betroffenen gleich die in der DDR in Heimen eingesperrt gewesen sind und denen eine Entschädigung fĂĽr das erlittene Leid zugestanden worden ist.
  • Sorgen Sie dafĂĽr, dass die fĂĽr die Langzeit-Traumatisierten erforderlichen Langzeit-Therapien bei Psychotherapeuten und in Kliniken von den Kassen bezahlt werden.
  • Bitten Sie die Betroffenen um Entschuldigung dafĂĽr, dass seitens der zuständigen Behörden die notwendige Aufsichtspflicht in den Heimen nicht wahrgenommen wurde und dort Zustände möglich waren, die mit den Menschenrechten nicht vereinbar waren. Dass Sie mit dem Argument der Verwahrlosung willkĂĽrlich jahrelang weggeschlossen werden konnten, ohne dass sie sich etwas hatten zu Schulden kommen lassen.
  • Fordern Sie alle Träger oder Rechtsnachfolger der damaligen Träger der Heime auf, die Betroffenen um Vergebung zu bitten fĂĽr das an ihnen begangene Unrecht. Dazu sind wesentlich auch die öffentlichen Behörden zu zählen, die ihrer Aufsichtspflicht (Heimaufsicht) nicht nachgekommen sind.
  • Treten Sie dafĂĽr ein, dass endlich eine Wissenschaftliche Aufarbeitung der Heimerziehung der besagten Zeit in Gang gebracht wird, unter BerĂĽcksichtigung der Lebens- und Leidensberichte der Betroffenen und auch deren Lebenswirklichkeit nach dem Heimaufenthalt. Dazu erscheint es notwendig, eine Bundesstiftung auf die Beine zu stellen, welche die erforderlichen Mittel bereitstellt, und in die alle an dem Unrecht Beteiligten eingebunden werden mĂĽssen.
  • Schaffen Sie einen Weg, den Betroffene beschreiten können, um – entsprechend der Opfer von Gewalttaten nach dem OEG – fĂĽr Misshandlung und Missbrauch eine angemessene Entschädigung zu erhalten. Die derzeit bestehende Härtefall-Regelung nach dem OEG ist nur fĂĽr wenige ein gangbarer Weg.
  • Schaffen Sie eine Sonderregelung dahingehend, dass fĂĽr alle, die zur fraglichen Zeit (vor 1975) in Heimen haben Leiden mĂĽssen, noch Minderjährige waren, eine eigene Regelung gilt, welche die Betroffenen ehemaligen Heimkinder als Opfern von Menschenrechtsverletzungen anerkennt.
  • Schaffen Sie einen Fond, aus dem den Betroffenen die ihrer Lebenssituation angemessenen notwendigen Hilfen zukommen. Sorgen Sie dafĂĽr, dass fĂĽr die Betroffenen ein Lastenausgleich geschaffen wird.
  • Ermöglichen Sie eine Anhörung im Deutschen Bundestag, in der Betroffene ihre Lebensberichte vortragen können und der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. die hier formulierten WĂĽnsche erläutern kann.

 

 

Der Text der Petition steht Ihnen hier zur VerfĂĽgung:

Mitglieder- und Spendenbeiträge überweisen Sie bitte an:

Hamburger Sparkasse

Konto-Nr.: 1 026 214 476 / BLZ 200 505 50

IBAN: DE52200505501026214476

BIC: HASPDEHHXXX

Besuchen Sie auch unsere Facebook-Seite (Link) und unseren Youtube-Kanal (Link)

 

Besuchen Sie uns auch auf youtube
Unter diesem Link finden Sie den Download fĂĽr den aktuellen Adobe Reader.

Diese Seite wurde am 17 Mai, 2017 aktualisiert.

[Home] [Der Verein] [Hilfen] [Wichtige Themen] [Kulturelles] [Aktuelle Infos] [VEH Wiki] [Downloadbereich]