Peter-Heinz Hoffmeister

Wie wir erst kürzlich erfahren haben, ist unser ehemaliges Mitglied

Peter-Heinz Hoffmeister

am 05.05.2014 verstorben.

Wir trauern mit seiner Familie und Freunden.

Mit dem Leben ist es, wie mit einem Theaterstück:
es kommt nicht darauf an, wie lang es war,
sondern wie bunt.

Helmut Jacob

helmut jacob

Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.

(Mahatma Gandhi)

An seinem 67. Geburtstag starb

Helmut Jacob

Helmut, der seine Kindheit in der “Hölle von Volmarstein” verbringen musste, war ein klarer, unerschütterlicher und mutiger Sprecher für all die, die in deutschen Heimen Unsägliches erleiden mussten. Ohne jemals bevormundend zu wirken, hat er viele von uns zum Nachdenken gebracht, immer wieder Mut gemacht und wusste immer, auf welche Wunden er die Finger legen musste!

2006 begann er mit seiner unermüdlichen Öffentlichkeitsarbeit – anfänglich um Licht in das Dunkel der “Hölle von Volmarstein” zu bringen. Er wurde angefeindet, war plötzlich ein Nestbeschmutzer, wurde der späten Rache bezichtigt. Jahre später bescheinigten H.-W. Schmuhl und U. Winkler in ihrer Dokumentation “Gewalt in der Körperbehindertenhilfe: Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947 bis 1967″ nicht nur Helmuts Schilderungen sondern dass es noch viel schlimmer zugegangen war.

Seine ersten Leserbriefe brachten ihm allerdings nicht nur Schmähbriefe und Anklagen, sie bewegten auch eine Reihe von ebenfalls Betroffenen und einigen ehemaligen Erziehern aus dem Heim, sich zusammen zu tun und die “Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim 2006″ ins Leben zu rufen, deren Sprecher Helmut Jacob lange Jahre war.

Beeindruckend war seine deutliche Sprache, die – bei aller Wut – niemals entgleiste. Beeindruckend war auch sein Mitgefühl, seine Freundlichkeit, seine Liebe, die er den Opfern deutscher Heimerziehung entgegenbrachte. Auch wenn seine Verzweiflung über die “mafiöse Kumpanei von Staat und Kirchen” (Dierk Schäfer) manchmal drohte, ihn zu Boden zu drücken, so blieb er doch immer fair und weitsichtig.

Den Verein ehemaliger Heimkinder e.V. begleitete er freundlich, kritisch, solidarisch. Mir persönlich wurde zu einem wichtigen Referenzpunkt und zu einem Freund.

Kämpfer wie ihn gab und gibt es in unseren Reihen wenige – viel zu wenige und wir vermissen seine Klugheit und Freundlichkeit und seinen Kampfgeist schon heute.

Heidi Dettinger
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
Vorstand

Walter Wiesmann

Unser langjähriges Mitglied

Walter Wiesmann

ist am 18.09.2017 im Alter von knapp 67 Jahren verstorben.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familien und seinen Freunden.

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch,
wenn es plötzlich dunkel ist.
(Franz Kafka)

Wolfgang Schnickmann

Unsere Mitglied

Wolfgang Schnickmann

ist von uns gegangen. Wir wissen nicht, wann. Wir wissen nicht, wo. Wir wissen nur, dass wir traurig sind ein ehemaliges Heimkind aus unseren Reihen verloren zu haben.

Die einzige Gewissheit ist der Tod.

Wolfgang Petersen

Wolfgang Petersen

erlag am 22.05.2017 seiner schweren Krankheit. Sein ganzes Leben lang hat er gekämpft: Für ehemalige Heimkinder, für die Anerkennung ihres (und seines) Leids, für eine Entschädigung und zuletzt gegen seine Krankheit. Er hat seinen Kampf verloren, wird aber in unseren Herzen als der Kämpfer, der er war, weiterleben!

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt.
Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr.
Er fehlt uns.
Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,
die uns niemand nehmen kann.

Wolfgang Burchert

Kurz vor seiner Verabredung zu unserer Mitgliederversammlung verstarb

unser Mitglied

Hans-Joachim Burchert

im Alter von 66 Jahren. Dabei hatte er noch so viel vor! Wir sind traurig und in Gedanken mit seinen Angehörigen und Freunden.

Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo wir sind.

Gerd Fleter

Wie wir erst jetzt erfuhren, verstarb unser Mitglied

Gerd Fleter

Anfang November 2015. Herr Fleter wurde 63 Jahre alt. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.

Drei Dinge überleben den Tod.
Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.
(Anne Morrow Lindbergh)

Christa Grandmont

verstarb kurz vor ihrem 67 Geburtstag.

Ehemaliges Heimkind und selbst HIV-positiv war sie eine mutige und engagierte Kämpferin in der Aidshilfe Berlin, im Straßenchor der Berliner Philharmonie (gegr. 2009 aus Obdachlosen, Drogensüchtigen und deren Unterstützern) und eben im Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

Wir werden ihr Andenken bewahren – und wohl nie mehr die Carmina Burana hören, ohne an sie zu denken!

Schicksal, wie der Mond dort oben,
so veränderlich bist Du,
wächst Du immer oder schwindest! –
Schmählich ist das Leben hier!
Erst misshandelt, dann verwöhnt es
spielerisch den schwachen Sinn.
Dürftigkeit, Grossmächtigkeiten,
schmilzet es, als wär‘s nur Eis.
Schicksal, ungeschlacht und eitel,
bist ein immer rollend Rad:
schlimm Dein Wesen, Glück als Wahn bloss,
fort bestehend im Zergehn!
Überschattet und verschleiert
überkommst Du gar auch mich.
Durch Dein Spiel mit schierer Bosheit
trag ich meinen Buckel nackt.
Wohlergehen, rechter Wandel
sind zuwider mir zurzeit.
Wie mein Will’, so meine Schwäche
Finden sich in Sklaverei.
Drum zur Stunde ohne Säumen
greifet in die Saiten Ihr!
Dass das Schicksal auch den Starken
hinstreckt: das beklagt mit mir!
(Carmina Burana, Glück, Kaiserin der Welt,
25. O Fortuna)