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Kommentare von ehemaligen Heimkindern

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    Pressemitteilung/Information

    Werden Sie arm für Ihre Opfer! – Verein ehemaliger Heimkinder mahnt Bischöfe

    „Kehren Sie um!“. Mit dieser Mahnung leitet der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ (VeH), eine Selbsthilfegruppe für Heimopfer in der Nachkriegszeit, seine Forderungen an alle evangelischen und katholischen Bischöfe ein.

    In Ihrem Brief an 47 Katholische und Evangelische Bischöfe verweist die Sprecherin Heidi Dettinger auf die Verbrechen, auch unter kirchlichen Dächern, bis in den 80er Jahren. Schläge und Folter, Medikamentenmissbrauch und medizinische Experimente, Isolationshaft und Zwangsarbeit, und nicht zuletzt den sexuellen Missbrauch Abhängiger ruft sie in Erinnerung.

    Die hohen Kosten für die Renovierungen und Neubauten von Bischofsresidenzen brachten das „Fass zum Überlaufen“. Fast 80 Millionen € für das Bistum Limburg und die Diözese Rottenburg. Bekannt ist, dass die beiden großen Kirchen jeweils nur 15 Millionen € in den Opferfonds eingezahlt habe. Helmut Jacob, Vertreter einer Gruppe behinderter Heimopfer, dazu: „Im Durchschnitt erhält jedes Opfer aus dem Fonds 5.000,- €.

    Das heißt im Klartext: Evangelische oder Katholische Kirchen
    haben pro Opfer lediglich 850,- € übrig.

    “ Dies ist nach Ansicht der Behindertenvertretung „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“
    und des VeH ein Skandal.

    Heidi Dettinger verweist auf einen weiteren Skandal: „Die zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen, die behinderten Jungen und Mädchen, Frauen und Männer, die Säuglinge und Kleinkinder, die unendlich gequält wurden, sind nicht mit eingerechnet.“

    Dettinger weiter: „Auch die alten Menschen in den Heimen fallen durchs Raster.“

    Die Sprecherin des VeH fragt die Bischöfe zu ihrer Entschädigungsmoral ganz konkret:
    „Müsste sich die ... Kirche ob dieser Diskrepanzen nicht in Grund und Boden schämen?“

    Und weiter: „Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche Milliardenbeträge hortet und für ihre eigenen Opfer lediglich Almosen bereit hält?“

    Konkret fordert der VeH den Verkauf aller Luxusfahrzeuge, die Umgestaltungen der Residenzen in Urlaubshäuser für Opfer, den Verkauf von Immobilien und Kunstgegenständen. Der VeH hat auch einen notwendigen Verwendungszweck parat: „Nutzen Sie die eingesparten Millionenbeträge, um den Opfern der ... Kirche einen würdigen Lebensabend außerhalb einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen!“

     

     

    Brief an die evangelischen Bischöfe:

    Sehr geehrter Herr …

    Papst Franziskus, so scheint es, gibt eine neue Marschrichtung für die katholische Kirche vor: Schluss mit Prunk und Geprotze! Schluss mit nagelneuen Edelkarossen und Luxussuiten!
    Wir, Kinder und Jugendliche der Nachkriegsjahrzehnte, die in Einrichtungen der evangelischen Kirche leben mussten, wurden jahrelang gezwungen, durch die Hölle zu gehen:

    • brutalste Schläge bis hin zur Folter,
    • Medikamentenmissbrauch,
    • medizinische Experimente,
    • Isolationshaft,
    • Schwerstarbeit,
    • Entzug von Schlaf, Essen, Trinken, Liebe, Zuwendung, Freiheit, Bildung und Kultur,
    • sexuelle Gewalt in allen widerwärtigen, krankmachenden Facetten,
    • psychische Quälereien...

    Die Liste könnte fast beliebig weiter geführt werden.

    Insgesamt sind wenigstens 800.000 Opfer zu beklagen – und dies ist noch eine geschönte Zahl. Die zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen, die behinderten Jungen und Mädchen, Frauen und Männer, die Säuglinge und Kleinkinder, die unendlich gequält wurden, sind nicht mit eingerechnet. Auch die alten Menschen in den Heimen fallen durchs Raster.

    Für all diese Scheußlichkeiten zahlte die Evangelische Kirche gerade mal 15 Millionen Euro in den sogenannten „Hilfsfonds ehemaliger Heimkinder“ und verkauft dies als Entschädigung. Im Durchschnitt bekommt jedes, für sein Leben gezeichnete Opfer 5.000 Euro, was bedeutet, dass der Anteil der Evangelischen Kirche pro Opfer bei sage und schreibe 850 Euro liegt.

    In der letzten Zeit wird scheibchenweise bekannt, welche Vermögen verschiedene katholische Bistümer horten und es ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass auch die Evangelische Kirche über riesige Vermögen verfügt.

    Müsste sich die Evangelische Kirche ob dieser Diskrepanzen nicht in Grund und Boden schämen? Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche Milliardenbeträge hortet und für ihre eigenen Opfer lediglich Almosen bereit hält?

    Wir fordern Sie auf:

    • Kehren Sie um!
    • Werden Sie arm für die Ärmsten!
    • Werden Sie arm für die Opfer Ihrer eigenen Kirche!
    • Führen Sie Luxusresidenzen und Gästehäuser einer neuen Bestimmung zu und machen Sie daraus z.B. Urlaubs- und Erholungshäuser für Ihre Opfer und deren Angehörige!
    • Nutzen Sie Großküchen für die Armenspeisung!
    • Stellen Sie bischöfliche Büros und Bildungszentren als Konferenzsäle und -unterkünfte zur Verfügung für ehemalige Heimkinder, die um ihre Rechte kämpfen!
    • Verkaufen Sie nicht nur Luxuskarossen und legen sich Kleinwagen zu, sondern veräußern Sie auch weiteren Prunk in Ihren Einrichtungen, in Kirchen, Residenzen, Büros!
    • Durchforsten Sie Ihre Banksafes und Keller nach Kunstgegenständen, stoßen Sie Immobilien etc. ab!
    • Nutzen Sie die eingesparten Millionenbeträge, um den Opfern der Evangelischen Kirche einen würdigen Lebensabend außerhalb einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen!

    Wann wollen Sie, will Ihre Kirche endlich anfangen, den unter Ihren Dächern geschändeten, geschundenen, zusammengeschlagenen, psychisch und sexuell vernichteten Menschen eine echte Entschädigung zu zahlen?

    Wir sind der Überzeugung, dass Sie es den Opfern Ihrer Kirche schuldig sind, auf diese Forderungen einzugehen!

    Dieses ist ein gemeinsam von Helmut Jacob, Mitglied der Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim, und dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V. verfasstes Schreiben und wir erlauben uns, dieses an sämtliche Bischöfe/Bischöfinnen der katholischen und evangelischen Kirche zu senden.

    Mit freundlichem Gruß

    Heidi Dettinger, Vorstand

    Im Namen des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

    Gesendet an:

    Anhalt

    Berlin

    Bielefeld

    Bückeburg

    Darmstadt

    Detmold

    Dresden

    Düsseldorf

    Görlitz

    Hannover

    Karlsruhe

    Kassel

    Leer

    Magdeburg

    München

    Oldenburg

    Schwerin

    Speyer ev.

    Stuttgart

    Wolfenbüttel

     

    Brief an die katholischen Bischöfe:

    Papst Franziskus, so scheint es, gibt eine neue Marschrichtung vor: Schluss mit Prunk und Geprotze! Schluss mit nagelneuen Edelkarossen und Luxussuiten!

    Wir, Kinder und Jugendliche der Nachkriegsjahrzehnte, die in Einrichtungen Ihrer Kirche leben mussten, wurden jahrelang gezwungen, durch die Hölle zu gehen:

    • brutalste Schläge bis hin zur Folter,
    • Medikamentenmissbrauch,
    • medizinische Experimente,
    • Isolationshaft,
    • Schwerstarbeit,
    • Entzug von Schlaf, Essen, Trinken, Liebe, Zuwendung, Freiheit, Bildung und Kultur,
    • sexuelle Gewalt in allen widerwärtigen, krankmachenden Facetten,
    • psychische Quälereien...

    Die Liste könnte fast beliebig weiter geführt werden.

    Insgesamt sind wenigstens 800.000 Opfer zu beklagen – und dies ist noch eine geschönte Zahl. Die zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen, die behinderten Jungen und Mädchen, Frauen und Männer, die Säuglinge und Kleinkinder, die unendlich gequält wurden, sind nicht mit eingerechnet. Auch die alten Menschen in den Heimen fallen durchs Raster.

    Für all diese Scheußlichkeiten zahlt die Katholische Kirche mal gerade 15 Millionen Euro in den sogenannten „Hilfsfonds ehemaliger Heimkinder“ und verkauft dies als Entschädigung. Im Durchschnitt bekommt jedes für sein Leben gezeichnete Opfer 5.000 Euro, was bedeutet, dass der Anteil der Katholischen Kirche pro Opfer bei sage und schreibe 850 Euro liegt.

    Der Umbau der Bischofsresidenz von Limburg kostet, so stellt sich zwischenzeitlich heraus, fast 40 Millionen Euro, die der Diözese Rottenburg reicht ebenso an diese Summe oder übersteigt sie gar noch.

    Müsste sich die Katholische Kirche ob dieser Diskrepanzen nicht in Grund und Boden schämen? Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche Millionenbeträge hortet (nach ersten Offenlegungen sind das z.B.: München 27,6 Millionen/Hamburg 35 Millionen/Speyer 46,5 Millionen/Limburg 100 Millionen/Köln 130 Millionen – das macht ein Gesamtvermögen von 209,1 Millionen Euro bei gerade mal vier deutschen Diözesen!), diese Gelder dann für Luxus und Geprotze aus dem Fenster wirft und für ihre eigenen Opfer lediglich Almosen bereit hält?

    Wir fordern Sie auf:

    • Kehren Sie um!
    • Werden Sie arm für die Ärmsten!
    • Werden Sie arm für die Opfer Ihrer eigenen Kirche!
    • Führen Sie Luxusresidenzen einer neuen Bestimmung zu und machen Sie daraus z.B. Urlaubs- und Erholungshäuser für Ihre Opfer und deren Angehörige!
    • Nutzen Sie Großküchen für die Armenspeisung!
    • Stellen Sie bischöfliche Büros und Bildungszentren als Konferenzsäle und -unterkünfte zur Verfügung für ehemalige Heimkinder, die um ihre Rechte kämpfen!
    • Verkaufen Sie nicht nur Luxuskarossen und legen sich Kleinwagen zu, sondern veräußern Sie auch weiteren Prunk in Ihren Einrichtungen, in Kirchen, Residenzen, Büros!
    • Durchforsten Sie Ihre Banksafes und Keller nach Kunstgegenständen, stoßen Sie Immobilien etc. ab!
    • Nutzen Sie die eingesparten Millionenbeträge, um den Opfern der Katholischen Kirche einen würdigen Lebensabend außerhalb einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen!

    Wann will Ihre Kirche endlich anfangen, den unter Ihren Dächern geschändeten, geschundenen, zusammengeschlagenen, psychisch und sexuell vernichteten Menschen eine echte Entschädigung zu zahlen?

    Wir sind der Überzeugung, dass Sie es den Opfern Ihrer Kirche schuldig sind, auf diese Forderungen einzugehen!

    Dieses ist ein gemeinsam von Helmut Jacob, Mitglied der Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim und dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V. verfasstes Schreiben und wir erlauben uns, dieses an sämtliche Bischöfe/Bischöfinnen der katholischen und evangelischen Kirche zu senden.

    Mit freundlichem Gruß

    Heidi Dettinger, Vorstand

    Im Namen des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

    Gesendet an:

    Aachen

    Augsburg

    Bamberg

    Berlin

    Dresden

    Eichsstätt

    Erfurt

    Essen

    Feiburg

    Fulda

    Görlitz

    Hamburg

    Hildesheim

    Köln

    Limburg

    Magdeburg

    Mainz

    München

    Münster

    Osnabrück

    Paderborn

    Passau

    Regensburg

    Rottenburg

    Speyer

    Trier

    Würzburg

     

    Sollten sich Reaktionen der angeschriebenen Empfänger dieser Briefe ergeben,
    so werden wir hier darüber berichten.

     

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Diese Seite wurde am 17 Mai, 2017 aktualisiert.

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