Missbrauchsstudie über Fälle der sexuellen Gewalt an Kindern in der katholischen Kirche

Stellungnahme des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

Ist die jüngst veröffentliche Studie über die Fälle sexueller Gewalt in der katholischen Kirche nun der große Befreiungsschlag, unter dessen Schirm man mit Ablasszetteln handeln könnte, wenn es diese noch gäbe, oder ist das ein erneuter Versuch die Deutungshoheit in Bezug auf die Fälle sexueller Gewalt nicht aus der Hand der katholischen Kirche zu geben?

Nachdem man das zunächst mit der Aufarbeitung beauftragte kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen im Streit von dem Forschungsauftrag entbunden hatte, war es lange ruhig um dieses Vorhaben und die Opfer warteten vergebens auf Erklärungen.

Nun liegt die Studie vor und in der Tat finden sich 3677 Fälle von sexueller Gewalt in der Studie, jedoch lässt sich feststellen, dass diese im Sinne der Kirche wohlgemeinte Aufarbeitung wesentlich zu kurz greift und erneut die voll umfängliche Aufarbeitung aller Gewalt, aller Missbräuche die es an Schutzbefohlenen gegeben hat ausblendet. Hinzu kommt, dass die Wissenschaftler nur einen beschränkten von der Kirche kontrollierten Zugang zu notwendigen Akten hatten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach dem Wert und der Aussagekraft dieser Studie. Schon jetzt wird eingeräumt, dass es sogenannte „Dunkelziffern“ gibt. Auffällig ist weiterhin, dass in den Pressemitteilungen zu dieser Studie das Thema „Entschädigung“ nicht vorkommt.

Sicher ist, dass alle Versuche der Aufklärung von Missbräuchen einem Flickenteppich gleichen dem ein Flicken nach dem anderen erst dann hinzugefügt wird, wenn erneute Fakten auf dem Tisch liegen und nicht mehr strittig sind.

Mit Nachdruck muss darauf hingewiesen werden, dass nicht nur die katholische Kirche ihrer Verantwortung gerecht werden muss, sondern ebenfalls die evangelische Kirche, die öffentliche Hand auf Landes- und Bundesebene sowie weitere involvierte Einrichtungen, Institutionen und auch Unternehmen und Konzerne.

Seit 2016 ist bekannt das es in Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe, in den Kinder- und Jugendpsychiatrien neben den bekannten Missbräuchen wie sexuelle, psychische und physische Gewalt an Kindern und Jugendlichen Sedierungen der Kinder in großem Stil, die Nutzung der Schutzbefohlenen für Medikamententestungen, die Durchführung riskanter Behandlungen mit triebdämmenden Mitteln, die Anwendung innovativer Operationstechniken am Gehirn mit fatalem Ausgang sowie die weit verbreitete Anwendung schmerzhafter und psychisch belastender Untersuchungstechniken (Pneumenzephalographie) ohne ausreichende Indikation durchgeführt wurden. In diesem Jahr wurden im Zusammenhang mit entsprechenden Recherchen Todesfälle, die dadurch verursacht wurden, im Frankfurter Raum aufgedeckt. Diese Todesfälle sind belegbar und ein ehemaliger Arzt, der auch am Kindereuthanasieprogramm der Nazis mitgewirkt hat, ist dafür verantwortlich.

Eine kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. an die Bundesregierung zeigt deutlich die Haltung die diese bezüglich einer Aufklärung einnimmt. Belegbar ist eine in Säuglings- und Kinderheimen durchgeführte Studie, die von dem damaligen Bundesgesundheitsamt in Auftrag gegeben wurde. Die Bundesregierung weiß von diesen Vorfällen angeblich nichts und ist auch nicht bereit an der Aufklärung mitzuwirken. Jedoch wurden die Medikamentenstudien an Menschen in der ehemaligen DDR ausführlich untersucht. Unter dem Vorwand, dass die DDR ein Unrechtsystem war und die BRD nicht, schließt man eine Aufarbeitung dieser und möglicher weiterer Fälle seitens der Bundesregierung aus.

Der Verein ehemaliger Heiminder e.V. fordert alle beteiligten Institutionen auf, für eine voll umfängliche Aufarbeitung zu sorgen. Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. fordert die Bundesregierung auf, die Pharmakonzerne zur Mitwirkung zu verpflichten und die Rolle der Bundesregierung die sie zu entsprechenden Zeiten hatte aufzuarbeiten. Es ist einfach auf andere zu zeigen und als Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung Forderungen an andere, in diesem Fall an die katholische Kirche zu stellen.

Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. fordert eine angemessene Entschädigung für alle Opfer.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an:

Heidi Dettinger Vorstandsvorsitzende V.e.H.
Tel. 05032/ 95 65 299

Bei Ihrem Anruf ertönt eine englische Ansage und ein Piepton, nach dem Piepton können Sie Frau Dettinger eine Nachricht auf Band sprechen. Frau Dettinger wird Sie umgehend zurückrufen!

Doris Petras
Tel. mobil: 0157/30 18 29 30

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Zweierlei Maß bei Medikamententests

Nur für angebliches DDR-Unrecht fühlt sich der Bund in jedem Fall zuständig

Von Jana Frielinghaus
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Laura Hottenrott, Mitarbeiterin einer Forschersgruppe der Berliner Charité, im März 2016 bei der Vorstellung der Ergebnisse einer Untersuchung zu Medikamententests im Auftrag westlicher Firmen in der DDR
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Bund stellt sich dumm

Arzneimittelversuche an Heimkindern in der BRD: Regierung weiß nichts darüber und sieht keine Verpflichtung, zur Aufklärung beizutragen

Von Jana Frielinghaus
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Der Essener Ralf Aust, hier 1965 als Kind im Franz-Sales-Haus, berichtete Ende 2016 gegenüber dem Stern, dass alle Kinder dort täglich Tabletten einnehmen mussten
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Medikamente 14: Franz Sales Haus

Pharmazeutin über Arzneitests im Heim

„Impfstoffversuche an Säuglingen“

(taz online)

Ohne ihr Wissen wurden Medikamente und Impfstoffe an Heimkindern getestet. Aufgedeckt hat den Skandal die Pharmazeutin Sylvia Wagner.

Franz Sales Haus in EssenDer Schriftzug am Franz Sales Haus in Essen (Nordrhein-Westfalen), aufgenommen am 19.10.2016. Medikamente des Pharmakonzerns Merck sind Ende der 50er Jahre an Heimkindern in Essen getestet worden. Das ergebe sich aus Unterlagen im Unternehmensarchiv, sagte ein Sprecher des Pharmakonzerns und bestätigte am 19.10.201 6Berichte des ARD-Magazins Fakt und des WDR. Demnach hatten 28 Kinder im katholischen Franz Sales Haus in Essen das beruhigende Neuroleptikum Decentan bekommen. Foto: Wolfram Kastl/dpa (zu dpa «Medikamente wurden an Heimkindern getestet – Merck bestätigt» vom 19.10.2016) +++(c) dpa – Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

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Eine Petition zum OEG

Ein Mitglied hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, in welcher er die Verfahrensdauer des Opferentschädigungsgesetzes erläutert und darum bittet, diese zu beschleunigen, da 5 bis 10 Jahre keine Seltenheit sind! Immerhin seien ehemalige Heimkinder nicht mehr die jüngsten und oftmals auch nicht gesund. Leider kommt es immer wieder vor, dass Ehemalige über diese elendig langen Prozesse hinweg sterben!

Um die Petition zu lesen, bitte hier klicken.

Die Antwort des Bundestages finden Sie im folgenden Posting.

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… und die Antwort des Deutschen Bundestages…

Davon mag nun jeder halten, was er will – aber viel mehr als etwas Blabla ist leider nicht dabei rausgekommen!

Die Antwort des Deutschen Bundestags auf obige Petition

(zum Lesen des Dokumentes bitte anklicken)

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Für trostlose Kindheit auch noch abdrücken?

Rodgau/Offenburg – Für das Sozialamt ist der Fall klar: Die gut verdienende Tochter muss für die Heimunterbringung der betagten Mutter aufkommen. Doch gilt das auch, wenn es kaum Kontakte zwischen den beiden gab? Diese Frage beschäftigt nun Richter. Von Angelika Dürbaum

Der Oldenburger Familienrechtler Michael Klatt ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Der Fall seiner Mandantin Gabriele Dietz-Paulig sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Die Rodgauerin selbst hat sich vor dem heutigen Termin beim Familiengericht in Offenburg zurückgezogen, wie Klatt berichtet. Zu groß sei die Anspannung. Es geht um Elternunterhalt, den Dietz-Paulig für ihre heute 83 Jahre alte Mutter zahlen soll. Im Sommer vor zwei Jahren erhält sie ein Schreiben des badischen Ortenaukreises, wonach ihre dort in einem Heim lebende Mutter nach den Bestimmungen des Bundessozialgesetzbuchs XII einen Unterhaltsanspruch gegen sie habe. 1800 Euro monatlich muss das Sozialamt des Kreises für ihre Unterbringung aufbringen. Davon soll Dietz-Paulig laut Klatt 768 Euro im Monat zahlen. Da diese sich weigert, sind inzwischen mehr als 13.000 Euro „Schulden“ aufgelaufen.

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Spaniens geraubte Kinder und die unselige Rolle der Kirche

Sonntag, 10. Januar 2016, 14:36 Uhr
Margot Litten

Über 100‘000 politische Gegner liess das Franco-Regime nach dem spanischen Bürgerkrieg umbringen. Das haben Historiker mittlerweile dokumentiert. Eine anderes Verbrechen blieb jedoch bis vor wenigen Jahren unbekannt: der im grossen Stil organisierte Raub von Kindern, unterstützt von der Kirche.

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Zum 40. Todestag des Diktators Franco protestieren Spanier, dass vieles in ihrer Geschichte nicht aufgearbeitet ist. KEYSTONE

Zu Beginn, in den ersten Jahren der Diktatur von Franco, war das Zwangsadoptieren von neugeborenen Kindern ideologisch motiviert. Der Marxismus galt als eine Art «Geisteskrankheit»; Babys durften keinesfalls die «Milch des Kommunismus einsaugen». Um die spanische Rasse zu retten, musste man den Linken also den Nachwuchs wegnehmen.

Ungefähr 300‘000 Säuglinge geraubt

Ab den 1950er-Jahren spielten dann aber politische Motive keine Rolle mehr. Der Kinderraub entwickelte sich vielmehr zu einem lukrativen Geschäft, in das Ärzte, Anwälte, und vor allem die römisch-katholische Kirche verwickelt waren.

Man schätzt, dass in spanischen Geburtskliniken bis in die 80er-Jahre an die 300‘000 Säuglinge verschwanden und mit gefälschten Papieren an kinderlose Paare verkauft wurden. Inzwischen suchen Mütter ihre Kinder, und Kinder ihre leiblichen Eltern – doch das gestaltet sich extrem schwierig. Kein Wunder angesichts fehlender Dokumente, mangelndem politischen Willen und vor allem der Mauer des Schweigens, mit der sich die Kirche umgibt.

Erfahrungsbericht einer betroffenen Mutter

Die Macht der Kirche

Der katalanische Historiker Ricard Vinyes hat als Erster den politisch motivierten Kinderraub der 40er-Jahre dokumentiert. Er weist dabei auf die unselige Rolle der Kirche hin: «Wenn man sagt, dass die katholische Kirche mit der Franco-Diktatur kollaborierte, so ist das nicht wahr. Die katholische Kirche war das Herz des Franquismo. Sie war der Franquismo! Der Franquismo hätte ohne die katholische Kirche nicht existieren können. Aber die Kirche fühlt sich in keiner Weise schuldig, im Gegenteil. Sie empfindet sich bis heute als Opfer, aber auch als Retterin des spanischen Vaterlandes.»

Die Suche nach der Wahrheit

Antonio Barroso war 38 Jahre, als er erfuhr, was er immer geahnt hatte: Dass ihn seine vermeintlichen Eltern gekauft hatten. Von einem Priester und einer Nonne, das hatte der Vater seines Freundes auf dem Totenbett gestanden. Antonio war fassungslos: Sein ganzes Leben war plötzlich eine Lüge.

2010 gründete er in Barcelona den Verein Anadir («Zusammenfügen»), eine Anlaufstelle für die Opfer von Zwangsadoptionen. Inzwischen gibt es auch eine Reihe anderer Organisationen mit gleicher Zielsetzung, etwa die SOS RaicesSOS Bebes Robados oder auf Mallorca die Gruppe Origen.

Die Vergangenheit lebt weiter

Auch 40 Jahre nach dem Tod Francos ist sein Schatten allgegenwärtig. Ein Amnestiegesetz von 1977 verhindert, dass die Verantwortlichen des Regimes zur Rechenschaft gezogen werden. Das Land hat seine Geschichte verdrängt im Glauben, nur so einen versöhnlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie zu schaffen. Anders als etwa in Deutschland, wo die Geschichte des Nationalsozialismus zum Pflichtstoff in den Schulen gehört, erfahren spanische Kinder deshalb zum Beispiel nur wenig über den Diktator, der ihr Land fast 40 Jahre lang beherrschte.

Kein richtiges Leben im Falschen

Doch das verordnete Vergessen hat seinen Preis: Bis heute geht ein Riss durch die spanische Gesellschaft. Zwei politische Blöcke stehen sich unversöhnlich gegenüber. Wer es wagt, an den Wunden der Vergangenheit zu kratzen, muss mit Konsequenzen rechnen. Vielleicht erklärt es sich so, dass der Kinderraub die im Wegsehen geübte spanische Gesellschaft nicht wirklich erschüttert.

Nur einer Handvoll Menschen ist es bis dato gelungen, ihre Angehörigen wiederzufinden. Die Mehrheit der Opfer lebt weiter in der traurigen Erkenntnis, dass es für sie kein richtiges Leben im Falschen geben kann.

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Wahlen 2017 – eine sehr persönliche Sicht

Wahlen haben eines gemeinsam: Sie ändern nichts!

Wahlkämpfe sind Scheingefechte, bei denen peinlichst drauf geachtet wird, die tatsächlichen, brennenden Probleme zu verschleiern und die Wählenden von den Verursachern abzulenken. PolitikerInnen greifen Jahr für Jahr nach den altbekannten Mitteln: Vorurteile bedienen, Ängste schüren, Feindbilder aufbauen.

Dabei wird das Hauptproblem unserer Zeit tunlichst ausgelassen. Die rasante Zunahme der sozialen Ungleichheit. Am Beispiel Deutschlands heißt das, dass 1% der Haushalte 33% des Vermögens besitzen. Noch deutlicher wird es, wenn man das oberste Promille anschaut: Sie halten mehr als 17% des Reichtums.

Und die Gegenrechnung? Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade mal 2,5% der Vermögen. Das heißt konkret, dass es vermehrt prekäre Arbeitsverhältnisse gibt, sich immer weniger Menschen von einem Job ernähren können, sich Tafeln mehren für die Armen im Lande. Und es heißt auch steigende Altersarmut, von der in erster Linie Frauen betroffen sind. Der monatliche Regelsatz für Langzeitarbeitslose beträgt 409 Euro im Monat – eine Steigerung von ganzen 5 Euro von 2016! Zum Vergleich: eine Leuchteinheit für einen Mercedes-Benz – ausgebaut aus einem Unfallwagen – kostet zwischen 420 und 1200 Euro…

Nach Auskunft der Bundesregierung steigt die Zahl der Obdachlosen ständig. Waren es im Jahr 2010 noch 248.000, stieg die Zahl 2016 auf 335.000, unter ihnen 29.000 Kinder. Als Hauptgrund gelten das unzureichende Angebot preiswerten Wohnraums und unzureichende staatliche Armutsbekämpfung.

Fazit: In Deutschland arbeiten mehr als 25 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor, die Leiharbeit boomt, immer häufiger werden Löhne durch „Werkverträge“ gedrückt. Während die Kinderarmut wächst, nimmt das Einkommen derer, die von ihrem Vermögen leben können, überproportional zu.

Nun wollen wir als WählerInnen daran etwas ändern und machen unser Kreuz hinter eine Partei und/oder einen Kandidierenden. Und was passiert? Die so Gewählten wählen – ohne unsere Stimme, ohne unseren Willen – aus ihrer Mitte Minister, diese dann Staatssekretäre und Ministerialdirektoren, diese wiederum Ministerialdirigenten und Ministerialräte.

Ups – und wo habe ich nun mein Kreuz gemacht?

Der Wahlkampf der CDU/CSU konzentriert sich weitgehend auf die innere Sicherheit – die sich wiederum sehr leicht gegen jeden Menschen in diesem Lande richten kann – falscher Pass, falsche Hautfarbe, falsche Religion, falsche Demo, zur falschen Zeit am falschen Ort – das alles kann inzwischen fatale Auswirkungen haben.

Die SPD macht großes Kino mit Schulz und der „sozialen Gerechtigkeit“ – allerdings wird dabei nur allzu gerne verschwiegen, dass die SPD für Hartz IV (unter anderem) verantwortlich ist!

Die Grünen sind seit ihrem Einzug in den Bundestag 1983 von einer Umwelt- und Friedenspartei mutiert zu der Partei, die mit der SPD für den ersten – illegalen! – Kriegseinsatz stimmte. 1999 im Kosovo. Und sie stimmte im Mai 2017 in schöner Geschlossenheit mit den Abgeordneten der Großen Koalition dafür, dass deutsche Soldaten weiterhin die (Uran-)Ressourcen, die ja bekanntlich zum Betreiben von AKWs notwendig sind, schützen dürfen.

Alle genannten Parteien sowie auch die FDP haben eines gemeinsam: Sie alle haben in den 80ern mehr oder weniger offensiv mit der Liberalisierung von Sex mit Kindern geliebäugelt.

Keine dieser Parteien hat bislang die Verflechtung von Staat und Kirche ernsthaft in Frage gestellt, alle stimmen somit der weiteren Finanzierung des Kirchenapparates durch die SteuerzahlerInnen zu.

Keine einzige dieser Parteien hat sich je ernsthaft um die Anliegen der ehemaligen Heimkinder gekümmert z.b. durch ein Engagement für eine gerechte Entschädigung (!) für Ehemalige gesorgt!

Von Lobbyisten, die die Zahl der Abgeordneten bei weitem übertreffen, will ich mal lieber gar nicht erst reden…

Den ganzen Mist wählt jeder, der oder die sein Kreuz hinter eine der „Altparteien“ (CDU/CSU, SPD, B90/Die Grünen, FDP) macht, gleich mit. Wer die AfD wählt, wählt obendrein Rassismus und Ausländerfeindlichkeit und wendet sich gegen das Recht auf Abtreibung, gegen die Ehe für alle, gegen Menschenrechte und Humanismus.

Johann Most (1846 – 1906), Politiker, Sozialist, später Anarchist und Herausgeber der Zeitschrift „Freiheit“, sagte 1892: „Alles, was bei der Wählerei herauskommen kann, ist da und dort ein Scheinerfolg. Man vertröstet sich dann immer auf das nächste Mal, bis man die Geschichte endlich satt bekommt und unter die Pessimisten geht.“

Wollen wir deshalb den PolitikerInnen endgültig resigniert die Macht überlassen? Nein!

Aber wir müssen ANDERE Wege finden, unsere Interessen zu verdeutlichen und zu verwirklichen. Ein Anfang wäre es, dem Staat den Gehorsam, den gegen uns gerichteten Gesetzen die Achtung und den Reichen unsere Kraft zu entziehen!

Übrigens: etwa 85.000 BürgerInnen dieses Landes sind eh vom aktiven Wahlrecht ausgeschlossen. Für Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranken, die „in allen Belangen“ der Betreuung bedürfen, bleiben die Wahllokale geschlossen!

Heidi Dettinger

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Schweiz: Revidiertes Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG)

Das SchKG aus dem Jahre 1889 wurde nach langjähriger Arbeit von Expertenkommissionen auf den 1. Januar 1997 in revidierter Form in Kraft gesetzt. Trotz einer ganzheitlichen Überarbeitung handelt es sich bei der Neufassung des SchKG lediglich um eine materielle und formelle Teilrevision. An der bisherigen Reihenfolge der Gesetzesartikel wurde, mit Ausnahme derjenigen über das Nachlassverfahren (Art. 293 ff. SchKG), nichts geändert. Auch die Grundzüge des Gesetzes blieben unverändert. Namentlich wurden das Einleitungsverfahren und die Betreibungsarten (Betreibung auf Pfändung, Pfandverwertung und Konkurs) beibehalten. Grundsätze, welche in Verordnungen kodifiziert oder durch die Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickelt und gefestigt worden waren, wurden in das neue SchKG aufgenommen.

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Wichtig erscheinen uns die Artikel unter dem Absatz 7 zu sein. Wer davon betroffen ist, sollte eine schriftliche Anfrage an das zuständige Betreibungsamt schicken.

Bitte den Link anklicken zum lesen oder runterladen des Dokumentes
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