Petition ehemaliger Heimkinder – Zum Stand des Verfahrens

Die von BioSkop unterstützte Petition von Rolf-Michael Decker zur Aufarbeitung und Entschädigung der von Gewalt betroffenen ehemaligen Heimkinder (wurde) im Petitionsausschuss parteiübergreifend und einstimmig angenommen (…).

Darüber hinaus sind diese und ähnlich lautende Petitionen dem Bundesarbeitsministerium mit der Erwägung zugeleitet worden, einen Fonds für die früheren Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen einzurichten, da sie nach den Beschlüssen des “Runden Tisches Heimerziehung” noch nicht berücksichtigt worden sind. Schließlich sind die Petitionen auch den verschiedenen Länderparlamenten zugeleitet worden, da die Behindertenhilfe und psychiatrische Versorgung zum Aufgabengebiet der Bundesländer gehört. Sie müssen, so die Ansicht der Bundesbehöreden, auch ihren Teil zu dem Entschädigungsfonds beitragen.

Allein dies ist schon ein großer Erfolg, denn viele Gesuche von Bürgerinnen und Bürgern werden schon nach wenigen Wochen abschlägig beschieden. Doch es gibt noch viel zu tun.

Die zweite Forderung von Rolf-Michael Deckers Petition, die die Aufhebung der 30jährigen Frist zur Ahndung der Verbrechen an Heimkindern zum Inhalt hat, ist noch nicht entschieden. Sie ist aber auch nicht abgelehnt worden.

Wie das Abgeordnetenbüro von Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen) mitteilte, gehen die Beratungen zwischen Parlament und Justizministerium dahin, eine generelle Regelung zu erarbeiten, die Kinder mit Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von Heimen betrifft.

Wir können ergänzen, dass auch viele frühere Heimkinder noch gar nicht berücksichtigt sind. Viele der heute aktiven sind mit Falschgutachten eingewiesen worden – waren also nicht behindert oder schwachsinnig und daher unrechtmäßig weggesperrt.

Völlig unbekannt ist etwa die Zahl der ehemaligen Heimkinder und heutigen Erwachsenen, die seinerzeit wirklich schwer geistig und/oder körperlich behindert waren/sind, sich gegen Gewalt nicht wehren können, niemals die Einrichtungen verlassen konnten und von den Diskussionen und Entschädigungsregelungen nichts wissen.

Wie gesagt: Es gibt viel zu tun. Wir halten Sie/euch auf dem Laufenden.

Volker van der Locht, Essen

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Skandalöse Vorfälle in den Heimen: Hormonbehandlung zur Unfruchtbarmachung!

Wir haben gesicherte Beweise von mindestens einem Ehemaligen, dass er als Kind im Heim einer Hormonbehandlung ausgesetzt war, die ihn nicht nur unfruchtbar gemacht, sondern ihn regelrecht kastriert hat.

In zwei weiteren uns bekannten Fällen verdichten sich die Verdachtsmomente einer solchen Behandlung.

Wir rufen alle Ehemaligen auf, denen so etwas passiert ist, sich dringend zu melden, damit wir dem nachgehen, das in unsere Recherchen einfließen lassen und dann gemeinsam überlegen können, wie man damit (auch rechtlich) umgehen und diese Ungeheuerlichkeiten öffentlich machen kann.

Melden Sie sich bitte bei
Heidi Dettinger, 05032.964647 oder Rolf-Michael Decker, 0421.70500707.

Hormone können injiziert oder auch in Tablettenform verabreicht werden. Der bleibende Schaden ist im schlimmsten Fall irreversibel und stellt unserer Meinung eine weitere, grobe Menschenrechtsverletzung dar!

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Ehemalige Heimkinder von Hilfsfonds ausgeschlossen

aFranz_Sales_Haus

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Weitere Links zum Thema:

Man sollte sich mit diesen Berichten vor Augen vielleicht mal überlegen:

  1. War der Runde Tisch Heimerziehung insgesamt nicht schlicht verfassungswidrig? Denn immerhin heißt es doch im Art. 3, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: ”

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.” (Hervorhebung H.D.)

  2. Der Bericht war an sich gut – außer dem leidigen Wörtchen “Entschädigung”, dass auch hier immer wieder auftaucht. Wie oft denn noch? Der Fonds Heimkinder bezahlt keine Entschädigungen! Man kann sie freiwillige Hilfsleistungen, man kann sie aber auch Almosen nennen, wie Rolf-Michael Decker dies tut. Das sollte auch die Presse dieses Landes langsam mal lernen!

    Das ständige und gebetsmühlenartige Wiederholen, dass es sich bei den Rentenersatzleistungen (die uns – neben unseren Löhnen – schlicht gestohlen wurden) und die lächerlichen 10.000 Euro Sachleistungen, bei denen uns nicht einmal zugetraut wird, dieses Geld in bar zu erhalten und so auszugeben oder zu sparen, wie es uns dünkt, um Entschädigungen handele, macht es weder richtiger noch besser. Es ist, um es kurz und knackig zu sagen, eine weitere Verarschung und Demütigung der Überlebenden!

    Wir werden das nicht hinnehmen!

  3. Sollte es sich – wie immer mal wieder betont wird, um Unwissenheit oder Ungenauigkeit in der Wortwahl von Seiten der Presse handeln, ist das nicht gerade ein Ruhmesblatt für dieselbe. Genaue Recherche und gutes Schreiben gehört unserer Meinung nämlich zum Handwerk eines Journalisten! Alles andere ist schlampig, ungehörig und sehr unprofessionell und darüber hinaus dient es der Verbreitung der Unwahrheit und ist ein Beleidigung aller Überlebenden deutscher Kinderheimhöllen!
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Gewalt war an der Tagesordnung

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Anvertraut und ausgeliefert

Vortrag von Manfred Kappeler an der Hochschule Esslingen

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kappeler (TU Berlin) zum Thema „Anvertraut und ausgeliefert – Zur Verletzung von Menschenrechten und Menschenwürde in der Heimerziehung“ am Dienstag, 27. Mai von 17:30 bis 19:00 Uhr an der Hochschule Esslingen, Flandernstraße 101, Hörsaal H5. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe “Ethische Aspekte aktueller Zeitfragen” statt. Sie öffentlich und kostenlos.

Die Soziale Arbeit war und ist ein Hauptort der Missachtung der Würde und der Verletzung der Menschenrechte von Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, auf professionelle Hilfe und Unterstützung angewiesen sind oder gegen ihren Willen als „Hilfe-Bedürftige“ definiert werden.

Der Menschenrechtsdiskurs in der Sozialen Arbeit muss von der Meta-Ebene der Deklarationen heruntergeholt werden, um ihn in der beruflichen Alltagspraxis vom Kopf auf die Füße zu stellen. Es geht darum, die politischen, sozialen und kulturellen Menschenrechte in der Sozialen Arbeit selbst zu achten und zu verteidigen.

Die Gefahr der Nichtbeachtung und Verletzung von Menschenwürde und Menschenrechten der Klientinnen und Klienten der Sozialen Arbeit wächst mit dem Grad ihres Angewiesen-Seins auf Hilfe. Am Beispiel der Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen wird gezeigt, wie in Einrichtungen, in denen das Leben einer weitgehenden Regulierung/Fremdbestimmung unterliegt, aus Anvertrauten Ausgelieferte werden und wie der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Willkür und Gewalt in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verbessert werden kann.
Der Vortrag findet am Dienstag 27. Mai 2014 von 17.30 bis 19.00 Uhr im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Ethische Aspekte aktueller Zeitfragen“ in Hörsaal H 5 in der Hochschule Esslingen, Flandernstraße 101 statt.

Quelle: idw

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Hölle Kinderpsychiatrie

Psychiatrie

“Hölle Kinderpsychiatrie – Gewalt und Missbrauch hinter Anstaltsmauern” nannte der WDR völlig zu Recht die Dokumentation über Marsberg/Sauerland und Schleswig.

Wer diesen bewegenden und wichtigen Film heute nicht sehen konnte, kann dies nun hier nachholen:

https://www.youtube.com/watch?v=dz2dm3O7o_8

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Wer seine Kinder liebt, der züchtigt sie

Eine 45minütige Dokumentation des ARD am Montag, 06.04.23 um 23.30 Uhr

Erst seit 2000 ist es hierzulande verboten, Kinder zu schlagen. Früher galt Prügel in konservativen Kreisen als elterliches Recht. Drei Opfer, geboren in den 40er-/50er-Jahren, erzählen, wie sie Schmerz und Demütigung erlebten. Dazu historische Bilder. Foto: Tilman Röhrig, Sohn eines Pfarrers.

Leider eine Sendung für Nachteulen…

kinder 50-60er jahre

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Offene Fraktionssitzung

Die Partei DIE LINKE im LWL wird am 07.09.2013 ab 13.00 Uhr eine offene Fraktionssitzung abhalten. Das Thema dieser Sitzung wird sein

Ehemalige Heimkinder
Dazu eingeladen als ReferentInnen sind Dirk Friedrich, 1. Vorsitzender des VEH e.V. und Heidi Dettinger, 2. Vorsitzende des VEH e.V.
Wir werden referieren über
  • Wie war es damals? Alles nur Einzelfälle oder ein Unrechtssystem?
  • “Nie wieder!” Wie geht es einem Überlebenden heute.
  • Die bisherige Arbeit der Anlaufstellen bei LWL und LVR – Bilanz durch persönliche Berichte über Schwierigkeiten und Probleme
  • Forderungen des VEH e.V.
Wir würden uns freuen, wenn es viele Überlebende einrichten können, zu erscheinen. Es wird – außer dem Programm – sicher Gelegenheit für Gespräche, Fragen und Antworten geben.
Landeshaus Münster
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48133 Münster
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