Begleitende Veranstaltungen zur Frühjahrskonferenz der Deutschen Bischöfe

vom 18. bis 21.2. 2013 in Trier

18.02. 2013, 20.00 Uhr: Struktureller Verrrat? Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche
Podiumsdiskussion mit: Christian Herwartz, SJ, Berlin
Prof. Norbert Lüdecke, Kirchenrechtler, Bonn
Prof. Rainer Banse, Psychologe, Uni Bonn
Ein Vertreter der Dt. Bischofskonferenz (angefragt)
Moderation: Christian Otterbach vom Saarländischen Rundfunk

19.02.2013, 19.00 Uhr: Macht, sexuelle Gewalt und die katholische Kirche.
Autoren lesen

Rainer Stadler. Bruder, was hast du getan? Kloster Ettal. Die Täter, die Opfer, das System.
Matthias Krause, Blogger (skydaddy)
Thomas Schnitzler, MissBit
Moderation: Britta Baas, Publik Forum
Ort: VHS, Palais Walderdorf, Domfreihof

20.01.2013, 19.00 Uhr: Kreuzweg „Tatbestände“
mit betroffenen Zeugen und Zeuginnen des sexuellen Missbrauchs in der Kirche
Treffpunkt: Vorplatz St. Agritius, Ziel Kapelle Petrisberg

Veranstaltet von:

Saarbrücker Initiative gegen sex. Missbrauch, schafsbrief.de, KSJ Trier, Initiative Ehemaliger Johanneum Homburg, MissBit, Berufsverband Pfarrsekretärinnen Trier, Initiative Kirche von unten, Wir sind Kirche, Leserinitiative Publik Forum,

http://www.ksj-trier.de/download/Begleitveranstaltungen%20Bischofskonferenz.pdf

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Arbeiten für Gottes Lohn

Mo, 28.01.13 | 22:45 Uhr| ARD

Die Story im Ersten: Arbeiten für Gottes Lohn
Wie die Kirche ihre Sonderrechte ausnutzt

Über Gerechtigkeit und Nächstenliebe reden die Kirchen gern und viel. Doch viele ihrer Mitarbeiter vermissen genau diese Tugenden, wenn es um die Bedingungen an ihren Arbeitsplätzen geht. Immer wieder kämpfen sie gegen Lohndumping und Leiharbeit in ihren kirchlichen Einrichtungen. Rund 1,3 Millionen Menschen sind bei den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie beschäftigt. Damit sind die Kirchen nach dem Öffentlichen Dienst der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland.

Mitarbeiter der Kirchen verleihen “schwarzes Schaf” an kirchliche Einrichtung in Bremen.
Die Dokumentation “Arbeiten für Gottes Lohn” schildert, wie sich viele Beschäftigte gegen ihren Arbeitgeber Kirche wehren, wie sie sich organisieren und für gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen engagieren. Ein Streikrecht haben sie nicht, denn die Kirchen genießen in diesen arbeitsrechtlichen Konflikten ein “Selbstbestimmungsrecht”, das das Grundgesetz jeder Religionsgesellschaft garantiert.

Mitarbeiter der Kirchen und verdi protestieren für bessere Arbeitsbedingungen.

Die Autorin Gita Datta hat quer durch die Republik mit den Menschen gesprochen, die im “Namen des Herrn” jeden Tag erleben, wie dieses “Selbstbestimmungsrecht” ausgenutzt wird. Und wie wenig das mit den ansonsten immer wieder gepredigten Tugenden der Gerechtigkeit und Nächstenliebe zu tun hat.

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Fast jeder sechste Katholik in Deutschland…

… erwägt nach dem Scheitern einer Studie zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs den Austritt aus der Kirche. In der Altersgruppe der 45- bis 50-Jährigen ist es mit 26% sogar mehr als jeder vierte Katholik, ergab eine Forsa-Umfrage.

Demnach verschlechterte sich das Image der Kirche nach der Kündigung der Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) für 35% der Befragten weiter.

75% der Bundesbürger glauben, die Kirche wolle eine Aufklärung verhindern.

(Teletext ARD, 17.01.2013)

Na also, geht doch!

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Katholische Klinik weist Vergewaltigungsopfer ab

Köln – Eine junge Frau ist in Köln nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung an zwei katholischen Krankenhäusern abgewiesen worden. Die 25-Jährige sollte dort gynäkologisch untersucht werden, um Spermien für den Fall zu sichern, dass sie gegen einen Täter gerichtlich vorgehen würde.

Die beiden Kliniken lehnten dies aber ab, wie ihr Träger, die Stiftung der Cellitinnen, am Donnerstag bestätigte.

Die Kliniken begründeten die Ablehnung damit, dass eine solche Untersuchung immer auch mit einem Gespräch verbunden sei, in dem auf die “Pille danach” hingewiesen werde. Das aber sei katholischen Häusern untersagt. Sowohl die Krankenhaus-Leitung als auch das Erzbistum Köln bezeichneten die Ablehnung am Donnerstag als “Missverständnis” und entschuldigten sich dafür.

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Erhebung des Rundfunkbeitrages in Zusammenhang mit den Merkzeichen „Rf“, „H“ und „aG“

Von: Viebahn, Karoline aus Essen

An: Landrat Lothar Wölfle in Bundestag

Die Erhebung des Rundfunkbeitrages benachteiligt Menschen, denen die Merkzeichen „Rf“, „H“ und „aG“ zuerkannt wurde. Ein Blick auf die Bedingungen, unter denen schwerbehinderten Menschen diese Merkzeichen überhaupt erst erhalten, sollte zweifelsfrei offen legen, dass diese Menschen nicht automatisch mit dem Beginn des Jahres 2013 in die Lage versetzt werden, ungehindert am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Begründung: Natürlich ist mir bewusst, dass es immer jemanden geben wird, der sich mit der Einführung einer neuen Regelung im Nachteil sieht. Ebenso habe ich Verständnis für die Befreiung, wenn Menschen ein Einkommen an, bzw. unter der Armutsgrenze beziehen.

An die pflegebedürftigen Menschen hat man zwar gedacht, hier jedoch nur die Gruppen berücksichtigt, die Pflegegeld oder andere staatliche Hilfen beziehen. Deutlich benachteiligt sind jedoch die Menschen, denen die oben genannten Merkzeichen zuerkannt wurden und die keine finanziellen staatlichen Hilfen beziehen. Die meisten dieser Menschen sind auf eine Begleitung angewiesen und können sich daher außerhalb ihrer Wohnung nur extrem eingeschränkt aufhalten. Ein Blick auf die Bedingungen, unter denen o. g. Merkzeichen überhaupt bewilligt werden untermauert meine Ansicht.

Weiterlesen und Petition unterschreiben!

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Aufklärung vs. Zensur

Heute abend, 12.01.2013, 18.00 Uhr befasst sich das ZDF in seiner Sendung “Mona Lisa” mit den Zensurbestrebungen der deutschen Bischöfe sexuelle Gewalt an Kindern betreffend.

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Da windet sich aber einer!

Eine “Enttäuschung für Betroffene sexualisierter Gewalt”
Johannes-Wilhelm Rörig über das Ende der Missbrauch-Forschungsstudie
Das Gespräch führte Dirk-Oliver Heckmann

Missbrauchsbeauftragter der BundesregierungEr bedauere es, dass die Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche nicht fortgeführt werde, sagt der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig. Es bedeute einen Vertrauensverlust bei Betroffenen – das Geschehen müsse aufgearbeitet werden.

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Katholische Kirche kündigt Forschungsauftrag

Eigentlich war nichts anderes zu erwarten: Die katholische Kirche kündigt dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) den Forschungsauftrag mit sofortiger Wirkung.

Zur Erinnerung: Das KFN hatte den Auftrag bekommen, die Fälle von Vergewaltigung innerhalb der katholischen Kirche und deren Einrichtungen zu erforschen. Nun stößt dieses Vorhaben an seine Grenzen – die Grenzen der kirchlichen Zensur nämlich.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/niedersachsen_1800/ndsmag11193.html

“Die katholische Kirche geht auf juristischem Weg gegen die Zensur-Vorwürfe  von Christian Pfeiffer vor. Dem hannoverschen Kriminologen sei eine Unterlassungserklärung zugestellt worden, teilte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, mit. Sollte Pfeiffer dieser Erklärung bis Donnerstagmittag nicht zustimmen, wollten die Bischöfe eine Einstweilige Verfügung vor Gericht erwirken. Zuvor hatte die Bischofskonferenz eine wissenschaftliche Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche gestoppt.” (NDR)

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) möchte nun laut einer Presseerklärung “den Versuch unternehmen, zumindest die geplante Opferbefragung zu retten. Es appelliert an alle kirchlichen Missbrauchsopfer, freiwillig an einer anonymen Fragebogenerhebung des Instituts mitzuwirken. Die Bitte ist, dass sie sich per Mail (kfn@kfn.de) oder brieflich (Lützerodestr. 9, 30161 Hannover) an das KFN wenden, damit wir ihnen den Fragebogen per Post zusenden können.”

Siehe dazu auch:http://www.kfn.de/home/Sexueller_Missbrauch_2013.htm

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