Meinten sie nicht alle, der Spatz sei besser für ehemalige Heimkinder, als eine angemessene Entschädigung?

… und werden so auch in die Geschichte Deutschlands eingehen …

Ursula von der Leyen (CDU)
Dr. Sven-Olaf Obst [CDU]
Dr. Kristina Schröder (CDU)
Hermann Kues (CDU)
Dr. Antje Vollmer (GRÜNE)
Marlene Rupprecht (SPD)
Josef Philip Winkler (GRÜNE)
Lutz Stroppe (Bundesregierung-Interessenvertreter/BMFSFJ/Kinder- u. Jugendhilfe)
Georg Recht (Bundesregierung-Interessenvertreter – Versicherungsangelegenheiten)
Nikolaus Schneider (EKD)
Johannes Stockmeier (Diakonie)
Dr. Hans Ulrich Anke (EKD)
Maria Loheide (EKD / DIAKONIE – DWEKD)
Johannes Stücker-Brüning (RKK / DBK)
Georg Gorrissen (überzeugter Baptist, Jurist, ex-parteiloser Landespolitiker S.-H.)
Dr. Peter Schruth
Dr. Christian Schrapper
Dr. Hans Siegfried Wiegand
Erika Tkocz
Elenore Fleh
Sonja Djurovic
Wolfgang Bahr
Michael-Peter Schiltsky
Wolfgang Petersen
Miccaelá Potter-Dulva
Marianne Döring
Renate Drews
Holger Wendelin
Katharina Loerbroks (EKD / DIAKONIE)
GRÜNER Grefrather Ratsherr Andreas B. Sonntag
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250.000 Euro für ein Missbrauchsop­fer:
Das Vorarlberger Kloster Mehrerau stimmte einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Zwischen 5000 und 25.000 Euro gesteht die katholische Kirche jenen Betroffenen zu, die in ihren Einrichtungen körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt waren.

Nun traf das Zisterzienser-Kloster Mehrerau in Bregenz eine möglicherweise richtungsweisende Entscheidung: Einem ehemaligen Internatsschüler des Stiftsgymnasiums, den ein Pater Anfang der 1980er-Jahre mehrfach vergewaltigt hatte, sollen außergerichtlich 250.000 Euro zugestanden worden sein. Kloster und Anwalt des Opfers haben über die Entschädigungssumme eine Schweigeklausel vereinbart.

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Offene Fraktionssitzung

Die Partei DIE LINKE im LWL wird am 07.09.2013 ab 13.00 Uhr eine offene Fraktionssitzung abhalten. Das Thema dieser Sitzung wird sein

Ehemalige Heimkinder
Dazu eingeladen als ReferentInnen sind Dirk Friedrich, 1. Vorsitzender des VEH e.V. und Heidi Dettinger, 2. Vorsitzende des VEH e.V.
Wir werden referieren über
  • Wie war es damals? Alles nur Einzelfälle oder ein Unrechtssystem?
  • “Nie wieder!” Wie geht es einem Überlebenden heute.
  • Die bisherige Arbeit der Anlaufstellen bei LWL und LVR – Bilanz durch persönliche Berichte über Schwierigkeiten und Probleme
  • Forderungen des VEH e.V.
Wir würden uns freuen, wenn es viele Überlebende einrichten können, zu erscheinen. Es wird – außer dem Programm – sicher Gelegenheit für Gespräche, Fragen und Antworten geben.
Landeshaus Münster
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48133 Münster
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Medikamentenversuche an Heimkindern nicht verjährt

“Alle ehemaligen Heimkinder des Franz Sales Haus in Essen, die in der Zeit von 1950 bis 1975 während ihres Aufenthaltes in dieser Einrichtung Medikamente bekommen haben, informiert der Heimkinderverband Deutschland, dass es sich bei diesen Medikamenten um schwerste Neuroleptika gehandelt hat. Neuroleptika sind extrem gefährliche Medikamente, die u.a. zur Behandlung von Schizophrenie und andere Geisteskrankheiten verordnet werden”

http://www.news4press.com/Meldung_764310.html

Wir rufen alle ehemaligen Heimkinder, besonders die, die in folgenden Heimen waren

  • Franz-Sales-Haus
  • Fichtenhain
  • Don Bosco
  • Sant Vincenz, Düsseldorf

dazu auf, sich zu melden, sollten sie sich an Medikamentengaben und Entnahme von Gehirnwasser erinnern können!

Wichtig sind diese Angaben, um einen Überblick über den Schaden, der in diesen Heimen angerichtet wurde, zu bekommen. In weiteren Schritten lassen sich evtl. auch Möglichkeiten der individuellen Klagen gegen die Heime ausloten.

Melden können und sollten Sie sich beim 
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
h.j.kriebel@veh-ev.eu
Tel. 02306-9129353

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Ein Blick in die Archive

betitelt die „Berliner Zeitung“ vom 15.08.2013 in ihrer Online-Ausgabe einen Artikel über die pädophilen Forderungen nach einer Änderung des Sexualstrafrechts in den 80er Jahren. In der Tat: Ein Blick in die Archive zeigt das ganze Ausmaß der Verkommenheit der damaligen Grünen (Cohen-Bendit, Beck, Meer, Die Grünen) – und so manch einer freidemokratischen “Jugendsünde” (Dagmar Döring, FDP).

Ein Blick in aktuelle Nachrichten aber zeigt noch viel mehr: Er zeigt deutlich, wie sich Grüne und FDPler winden, er zeigt, wie die Parteigenossen den jeweiligen Mitgliedern solidarisch beistehen (warum eigentlich? Haben sie vielleicht selbst etwas zu verbergen?)

Und dieser Blick zeigt, um was es denjenigen geht, die sich heute gezwungener Maßen entschuldigen und ihre damaligen Äußerungen bzw. Handlungen (!) als „Jugendsünden“ erklären, als „Dummheiten“, als nur „im Kontext der Zeit“ zu verstehen.

All diese potentiellen oder tatsächlichen KindervergewaltigerInnen nämlich wollen uns weismachen, sie haben es „damals“ in „ihrer Jugend“ nicht besser gewusst. Sie seien „gleichwohl (…) in jener Zeit in dem Irrtum gefangen, dass sexueller Missbrauch und manche pädophile Handlungen unterschiedliche Tatbestände seien.“ (Volker Beck, B90/Grüne), dass sie „schockiert“ (Dagmar Döring, FDP) sind oder dass sie lediglich „zuspitzen und provozieren“ bzw. sich als „Tabubrecher profilieren (wollten)“ (Cohn-Bendit).

Gemeinsam ist all ihren Rechtfertigungen, dass es ihnen darum geht, Schaden von sich selbst, ihren Familien, ihrer Partei abzuwenden.

Nie – auch nicht ein einziges Mal – ist zu lesen, dass diese ansonsten doch recht wortstarken PolitikerInnen nach ihren Opfern fragen.

  • nicht nach denen, die sie tatsächlich betatscht und manipuliert haben,
  • nicht nach denen, die erst mal „nur“ Opfer ihrer perversen Phantasien wurden,
  • schon gar nicht nach denen, die in ihrem Leben das durchleiden mussten, was diese Täter und Täterinnen propagiert haben: nämlich sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche!

Und selbstverständlich verlangt weder einer/eine dieser unsäglichen Propagandisten/Propagandistinnen der sexuellen Gewalt noch ihre solidarischen Parteigenossen/Parteigenossinnen die Streichung der Verjährung bei sexueller Gewalt noch setzen sie sich ein für eine angemessene Entschädigung.

Ebenso selbstverständlich ist, dass sich nicht einer der Genannten (und es werden mit Sicherheit noch einige, heute noch Ungenannte hinzukommen!) jemals an den Verein ehemaliger Heimkinder e.V. gewandt hat. Oder an das NetzwerkB.

DIE Grüne übrigens, die zwei Jahre lang reichlich mit ehemaligen Heimkindern zu tun hatte, war Antje Vollmer, professionelle Heimkinder-über-den-Tisch-Zieherin und Kunglerin von Kirchens Gnaden. Die allerdings wies das Thema sexuelle Gewalt weit von sich und hat es – sobald wie möglich – ganz von sich geschoben. An den „Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch“ nämlich.

Warum wohl? Die Vermutung liegt nahe, dass Frau Vollmer genau wie andere Grüne auch, sehr wohl von dieser widerwärtigen Pädophilen-Debatte wusste oder selbst daran beteiligt war. Aber dieses Wissen sollte wohl auf keinen Fall und nicht einmal aus Versehen ans Tageslicht kommen.

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Schwierigkeiten bei den Berlinern – Nur bei den Berlinern?

Berliner Anlaufstelle, Beratungsstelle und Treffpunkt für ehemalige Heimkinder
(ABeH)
„Bedarfe psychosoziale Betreuung/psychotherapeutische Behandlung in der ABeH“
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In der ABeH haben sich bisher ca. 2.000 von Heimerziehung betroffene Personen gemeldet, ca. 500 haben zum jetzigen Zeitpunkt eine Beratung zu den Fondsleistung durch eine/n hauptamtliche/n BeraterIn erhalten.

Die Rahmenbedingungen der Beratungssituation (kalkulierte 7,25 Stunden pro betroffener
Person) erlaubt nur eine sehr zielorientierte Beratung, die auf den Abschluss der
Vereinbarung und die Abwicklung der Fondsleistungen fokussiert. Dies steht in einem
problematischen Verhältnis zu den Bedarfen der Betroffenen und den formulierten fachlichen Ansprüchen des Fonds. Bei der Installierung der ABeH wurden auf Grundlage der Vereinbarungen der Steuerungsgruppe u.a. folgende Ansprüche an die Arbeit mit den
Betroffenen formuliert:

  • Dialogische Exploration der jeweiligen Problemlagen und Erarbeitung von
  • Lösungsmöglichkeiten (…)
  • Krisenintervention (…)
  • Hilfe bei der Bewältigung von individuellen, familiären und gesellschaftlichen
  • Problemen und Integration in das soziale Umfeld“ usw.

(zitiert aus der schriftlichen Vereinbarung des Senats und der GskA zur Einrichtung der
ABeH)
Aufgrund der Rahmenbedingungen (Stellenausstattung, räumliche Ausstattung usw.) können die Ziele des Fonds nur teilweise umgesetzt werden. In der Beratung und Betreuung werden vielfach Bedarfe einer psychosozialer Betreuung, Biographiearbeit und Vermittlung in psychotherapeutische Behandlung sowie weitere Unterstützungsbedarfe offensichtlich, denen die BeraterInnen aufgrund der mangelnden Zeit nicht gerecht werden können.

Eine im Frühjahr 2013 dem Fachbeirat vorgelegten Stundenkalkulation hat gezeigt, daß im
Durchschnitt pro Fall 11,6h aufgewendet wird, also mehr als die kalkulierten 7,25 Stunden.
Dieses Missverhältnis hat man zwar versucht durch eine Entlastung im Arbeitsbereich
„Finanzabwicklung“ zu begegnen, trotz dem fehlt oft die Zeit und der Raum, den Anliegen
der Betroffenen gerecht zu werden.

Wir haben in der ABeH versucht, die Bedarfe an psychosozialer/therapeutischer Versorgung durch eine MitarbeiterInnenbefragung zu konkretisieren.
Berliner Anlaufstelle, Beratungsstelle und Treffpunkt für ehemalige Heimkinder
(ABeH) „Bedarfe psychosoziale Betreuung/psychotherapeutische Behandlung in der ABeH“

  • Therapiebedarf
    1. ca. 10 % der Klienten fragen aktiv nach therapeutischer Behandlung/äußern aktiv Bedürfnisse nach Psychotherapie und ggf. auch Vermittlung.
    2. ca. 20% der Klienten zeigen passiv einen Bedarf an therapeutischer Behandlung bzw. einen Bedarf nach einem “Clearing” hierzu. Hinweise auf einen Bedarf hierzu sind z.B. geäußerte andauernde psychische / psychosomatische Beschwerden, Beschreibungen von Retraumatisierungszuständen, ausgelöst durch die Auseinandersetzung mit dem Fond usw.
    3. ca. 10-15% der Klienten befinden sich in einer akuten psychischen / psychosozialen Krisensituation.

(Die genannten Zahlen für den Therapiebedarf und psychosoziale Unterstützung sind nicht
additiv, sondern überschneiden sich.)

Aktuelle Situation der Therapievermittlung

Wenn Therapiebedarfe offensichtlich werden, stellt sich das Problem, daß eine Vermittlung in Psychotherapie hohe Anforderungen an die Kompetenzen der Betroffenen stellt, da das kassenfinanzierte Verfahren sehr aufwendig und langwierig in der Abwicklung ist und es meist Wartezeiten von einem halben bis zu einem Jahr für einen Therapieplatz bei qualifizierten Therapeuten gibt. Häufig wäre es notwendig, die Betroffenen hierbei zu
unterstützen und zu begleiten, um tatsächlich eine therapeutische Behandlung herzustellen.

Therapieangebote ohne Kassenabrechnung innerhalb von Einrichtungen sind sehr limitiert
und auch mit entsprechenden Wartezeiten verbunden.

  • Bedarf an psychosozialer Unterstützung

Hier wurde der Anteil der Klienten erhoben, die Bedarfe/Interesse an einer intensiveren
psychosozialen Beratung/Unterstützung aufgrund der durch Heimaufenthalte (mit)-bedingte Problemlagen wie Bedrohung von Obdachlosigkeit, soziale Isolation, chronische psychische Krisen, Drogenmissbrauch, Mittellosigkeit, körperliche bzw. psychosomatische Erkrankungen, Behinderungen usw. haben. Des weiteren entsteht der Bedarf auch durch die mit der Fondsabwicklung teilweise ausgelöste Reakualisierung / Retraumatisierung.

    1. ca. 30 % der Betroffenen haben Bedarf an einer offenen psychosozialen Sprechstunde/Clearing/Weitervermittlung zu Problemlagen, die durch die Heimunterbringung verursacht wurden.
    2. ca. 20-30% der Betroffenen haben Bedarf an einer psychologischen Beratung (im thematischen Kontext ihrer Heimerfahrung)
    3. ca. 20% der Betroffenen haben Interesse/Bedarf an psychosozialer Gruppenarbeit (Entspannung, Stabilisierung usw.), um ihre psychische Situation zu stabilisieren.

Teilweise wurden Betroffene durch den Heimaufenthalt schwer traumatisiert und sind heute aufgrund der chronifizierten Symptomatik nur eingeschränkt in der Lage, eigene Interessen zu verfolgen, sich selbst zu versorgen usw. und begegnen dem Hilfesystem mit den jeweiligen Einschränkungen bzw. müssten unterstützt werden die Angebote des allgemeinen Hilfesystems zu nutzen. Viele habe durch biographische Erfahrungen aber auch ein Misstrauen gegen öffentliche Stellen und Hilfen entwickelt, das verhindert, sich hier Unterstützung zu holen.

  • Zusammenfassung der Situation

Die Arbeit der ABeH kann den Bedarfen der Betroffenen und den durch den Fonds
formulierten Ansprüchen nur sehr eingeschränkt gerecht werden. Betroffene werden
teilweise wieder mit ihren Erfahrungen und Problemen alleine gelassen.

Es gibt außerhalb der ABeH nur ein spezifisches, aber auch sehr limitiertes Angebote für ehem. Heimkinder der DDR durch die Beratungsstelle Gegenwind (Beratungsstelle für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur). Auch für die MitarbeiterInnen der ABeH bedeutet dies auf Dauer eine Überlastungssituation, da versucht wird innerhalb des knappen Zeitkontingents weitergehende Unterstützung zu leisten, was aber oft nur unbefriedigend gelingt.

Wartezeiten auf Erstinterviews in anderen Bundesländern

  • Stuttgart: ca. 5 Monate
  • Berlin: ca. 12 Monate
  • Potsdam: ca. 18 Monate
  • Erfurt: ca. 9 Monate
  • Leipzig: mehrere Monate
  • Münster: 6 Monate
  • Bremen: 6 – 8 Wochen

Wenn jemand die Wartezeiten in anderen Bundesländern kennt und mitteilen möchte – gern bei uns oder bei Martin Mitchell.

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