Heimkindersuche

Für alle ehemaligen Heimkinder, die verschleppt wurden, in unbekannte Einrichtungen kamen, ihre Familien oder auch Freunde suchen, mag diese Adresse evtl. eine Hilfe sein:
Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Generalsekretariat
Suchdienst-Standort München
Chiemgaustr. 109
81549 München
Wir bemühen uns, Ihre Anfrage zügig zu beantworten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dies einige Zeit dauern kann.
Sie erreichen die für die Internationale Suche zuständigen MitarbeiterInnen telefonisch unter der Nummer 089/680-773-0.
https://www.drk-suchdienst.de/de/suchanfragen
(Vielen Dank an Uwe Werner für den Hinweis)
Bitte die Änderungen beachten! Sie kommen vom Standortleiter des DRK-Suchdienstes München! Er schreibt:
“(Der Berich Bereich “Internationale Suche”) (…) kümmert sich allerdings weltweit

vor allem um den Bereich der Aktuellen Kriege und Katastrophen im Ausland.
Bitte geben Sie als Ansprechpartner nur den DRK-Suchdienst und die
Telefonnnummer 089-680 773-0 an, Sie erreichen dann die Vermittlung und
werden an die nächste freie Sachbearbeiterin weitervermittelt.
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Werden Sie arm für die Ärmsten!

An alle Bischöfe der katholischen Kirche Deutschlands

Papst Franziskus, so scheint es, gibt eine neue Marschrichtung vor: Schluss mit Prunk und Geprotze! Schluss mit nagelneuen Edelkarossen und Luxussuiten!

Papst Franziskus, so scheint es, gibt eine neue Marschrichtung für die katholische Kirche vor: Schluss mit Prunk und Geprotze! Schluss mit nagelneuen Edelkarossen und Luxussuiten!

Wir, Kinder und Jugendliche der Nachkriegsjahrzehnte, die in Einrichtungen Ihrer Kirche leben mussten, wurden jahrelang gezwungen, durch die Hölle zu gehen:

  • brutalste Schläge bis hin zur Folter,
  • Medikamentenmissbrauch,
  • medizinische Experimente,
  • Isolationshaft,
  • Schwerstarbeit,
  • Entzug von Schlaf, Essen, Trinken, Liebe, Zuwendung, Freiheit, Bildung und Kultur,
  • sexuelle Gewalt in allen widerwärtigen, krankmachenden Facetten,
  • psychische Quälereien…

Die Liste könnte fast beliebig weiter geführt werden.

Insgesamt sind wenigstens 800.000 Opfer zu beklagen – und dies ist noch eine geschönte Zahl. Die zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen, die behinderten Jungen und Mädchen, Frauen und Männer, die Säuglinge und Kleinkinder, die unendlich gequält wurden, sind nicht mit eingerechnet. Auch die alten Menschen in den Heimen fallen durchs Raster.

Für all diese Scheußlichkeiten zahlt die Katholische Kirche mal gerade 15 Millionen Euro in den sogenannten „Hilfsfonds ehemaliger Heimkinder“ und verkauft dies als Entschädigung. Im Durchschnitt bekommt jedes für sein Leben gezeichnete Opfer 5.000 Euro, was bedeutet, dass der Anteil der Katholischen Kirche pro Opfer bei sage und schreibe 850 Euro liegt.

Für all diese Scheußlichkeiten zahlte die Evangelische Kirche gerade mal 15 Millionen Euro in den sogenannten „Hilfsfonds ehemaliger Heimkinder“ und verkauft dies als Entschädigung.

Der Umbau der Bischofsresidenz von Limburg kostet, so stellt sich zwischenzeitlich heraus, fast 40 Millionen Euro, die der Diözese Rottenburg reicht ebenso an diese Summe oder übersteigt sie gar noch.

In der letzten Zeit wird scheibchenweise bekannt, welche Vermögen verschiedene katholische Bistümer horten und es ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass auch die Evangelische Kirche über riesige Vermögen verfügt.

Müsste sich die Evangelische Kirche ob dieser Diskrepanzen nicht in Grund und Boden schämen? Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche Milliardenbeträge hortet und für ihre eigenen Opfer lediglich Almosen bereit hält?

Müsste sich die Katholische Kirche ob dieser Diskrepanzen nicht in Grund und Boden schämen? Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche Millionenbeträge hortet (nach ersten Offenlegungen sind das z.B.: München 27,6 Millionen/Hamburg 35 Millionen/Speyer 46,5 Millionen/Limburg 100 Millionen/Köln 130 Millionen – das macht ein Gesamtvermögen von 209,1 Millionen Euro bei gerade mal vier deutschen Diözesen!), diese Gelder dann für Luxus und Geprotze aus dem Fenster wirft und für ihre eigenen Opfer lediglich Almosen bereit hält?

Wir fordern Sie auf:

  • Kehren Sie um!
  • Werden Sie arm für die Ärmsten!
  • Werden Sie arm für die Opfer Ihrer eigenen Kirche!
  • Führen Sie Luxusresidenzen einer neuen Bestimmung zu und machen Sie daraus z.B. Urlaubs- und Erholungshäuser für Ihre Opfer und deren Angehörige!
  • Nutzen Sie Großküchen für die Armenspeisung!
  • Stellen Sie bischöfliche Büros und Bildungszentren als Konferenzsäle und -unterkünfte zur Verfügung für ehemalige Heimkinder, die um ihre Rechte kämpfen!
  • Verkaufen Sie nicht nur Luxuskarossen und legen sich Kleinwagen zu, sondern veräußern Sie auch weiteren Prunk in Ihren Einrichtungen, in Kirchen, Residenzen, Büros!
  • Durchforsten Sie Ihre Banksafes und Keller nach Kunstgegenständen, stoßen Sie Immobilien etc. ab!
  • Nutzen Sie die eingesparten Millionenbeträge, um den Opfern der Katholischen Kirche einen würdigen Lebensabend außerhalb einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen!

Wann will Ihre Kirche endlich anfangen, den unter Ihren Dächern geschändeten, geschundenen, zusammengeschlagenen, psychisch und sexuell vernichteten Menschen eine echte Entschädigung zu zahlen?

Wir sind der Überzeugung, dass Sie es den Opfern Ihrer Kirche schuldig sind, auf diese Forderungen einzugehen!

Dieses ist ein gemeinsam von Helmut Jacob, Mitglied der Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim und dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V. verfasstes Schreiben und wir erlauben uns, dieses an sämtliche Bischöfe/Bischöfinnen der katholischen und evangelischen Kirche zu senden.

Mit freundlichem Gruß

Heidi Dettinger, Vorstand
Im Namen des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

Die roten Absätze sind die leichten Änderungen, die wir für die evangelischen Landeskirchen und Bischöfe eingefügt haben.

Übrigens: Die Briefe wurde alle am 21.10.2013 verschickt. Bislang kamen genau 2 Antworten! Der Sekretär des sächsischen Bischofes beklagte, dass seine Kirche als Teil des EKD in den Fonds eingezahlt – obwohl es in der fraglichen Zeit keine evangelischen Heime in Sachsen gegeben habe. Der Arme…

Ein weiteres Schreiben eines diesmal katholischen Sekretärs kam gleichsam mit einer kleinen Wolke Weihrauch daher:
– dem Bischof vorgelegt
– tief berührt
– nimmt sehr ernst…

Ansonsten? Schweigen!

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Quelle: http://www.denk-mit.info/kirche/50337196c910203a4.html

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