Kommentar von Helmut Jacob

Zu dem neuesten Skandal den die Lenkungsausschüsse derzeit produzieren, schreibt Helmut Jacob (http://helmutjacob.over-blog.de/):

“Gelegentlich bestelle ich über einen Versandhandel, der im Internet seine Produkte anbietet. Gerade spiele ich ein Szenario durch: Ich bestelle beim Versandhaus Bücher über die Verbrechen von Kirchenmitarbeitern an Heimkindern. Die Liste ist ellenlang, denn es gibt reichlich davon. Von den Verbrechen und den Büchern. In das Feld für Sonderwünsche trage ich ein: „Ihr bekommt die Knete erst, wenn Ihr mir Auskunft gebt. 1. Droht Euch die Insolvenz? 2. Habt Ihr Eure Steuern bezahlt oder betrügt Ihr den Staat?, 3. Wird mein Geld auch nicht unterschlagen oder zweckentfremdet? 4. Welche Drittkonten habt Ihr? 5. Bestehen offene Forderungen? Dann soll mein Geld dort Eure Schuldenlast mindern!

Jetzt schicke ich die Bestellung ab. Was passiert? Ich bekomme wahrscheinlich eine höfliche Mitteilung mit etwa dem Wortlaut: „Diese Fragen müssen wir nicht beantworten. Möchten Sie trotzdem bestellen oder nicht?“ Aber ich weiß konkret, was sich der Empfänger der Bestellung denkt: „Der hat ja wohl nicht alle Tassen im Schrank.“

Und genau das rufe ich dem Lenkungsausschuss zu: „Ihr habt ja wohl nicht alle Tassen im Schrank! Ihr wollt Opfer, die in ihrer Kindheit und Jugend betrogen wurden, denen die Gelder für ihre Zwangsarbeiten unterschlagen wurden, dahingehend überprüfen lassen, ob sie das Geld überhaupt haben dürfen? Ihr wollt prüfen lassen, ob sie Ausstände haben, ob sie Sozialhilfeempfänger sind oder ob irgendwelche Gerichtsvollzieher Ansprüche anmelden? Das geht Euch und den Zahlstellen doch wohl einen Dreck an! Und das allerschlimmste ist: Mit diesem Vorhaben stellt Ihr alle Opfer unter Generalverdacht: Wir sind alle potentielle Betrüger; uns steht das Geld nicht zu. Gegen solche unverschämten Unterstellungen verwehre ich mich schon einmal vorsorglich für jene, die ihre Stimme nicht erheben können!

Immer mehr wird klar, welche Funktion dieser Lenkungsausschuss hat: Er soll durch die Hintertür, auf dem Bürokratenweg, dazu beitragen, dass selbst in der Abwicklung des Opferfonds Schadensminimierung erfolgt. Der Spatz in der Hand eines gewissen Herrn Wiegand soll zum Küken, wenn nicht sogar unausgebrüteten Ei verkommen.

Es ist den Opfern dringend anzuraten, unter diesen Vorzeichen der Überprüfung und Ausspähung endlich zur Besinnung zu kommen und dieses unsägliche Konstrukt „Opferfonds“ demonstrativ abzulehnen. Lasst das Geld darin verschimmeln!

Und Euch vom Lenkungsausschuss sei gesagt: Überprüft lieber die Moral der Tätervertreter. Da liegt ganz viel Dreck vor den Türen.”

 

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Ein weihnachtlicher offener Brief und Presseaufruf

Von: Uve Werner [mailto:borussia_uve@hotmail.de]
Gesendet: Freitag, 13. Dezember 2013 11:42
An: redaktion@zeitungsverlag-aachen.de; desk@augsburger-allgemeine.de; redaktion@badische-zeitung.de; redaktion@badisches-tagblatt.de; chefredaktion@weser-kurier.de; Zeitungsverlag@DerPatriot.de; hamburg@welt.de; hamburg@wams.de; klusmann.steffen@ftd.de; wiesbaden@fr-online.de; berlin@fr-online.de; cvd@fr-online.de; Politik; info@hna.de; redaktion@ln-luebeck.de; info@mv-online.de; b.hamelmann@neue-oz.de; redaktion@neue-westfaelische.de; redaktion@nzz.ch; tvnzz@nzz.ch; regionalredaktion@kurier.tmt.de; nzbremerhaven@nordsee-zeitung.de; textarchiv.nn@pressenetz.de; redaktion@otz.de; pnp@vgp.de; redaktion@sueddeutsche.de; wir@sueddeutsche.de; redaktion@tages-anzeiger.ch; waz@madsack.de; lz@lz-online.de; plusminus@mdr.de; brisant@mdr.de; ratgebergeld@br-online.de; ratgeber-recht@swr.de; Monitor@wdr.de; kontraste@rbb-online.de; menschenbeimaischberger@wdr.de; panorama@ndr.de; report@br-online.de; internet@ard-hauptstadtstudio.de; brennpunkt@br-online.de; Info@3sat.de; mdr-aktuell@mdr.de; info@N24.de; info@phoenix.de; aks@wdr.de; westpol@wdr.de; hart-aber-fair wdr; wdraktuell@wdr.de; redaktion.das-parlament@bundestag.de; artikel@spiegel.de; info@cramer-cons.de; info@faz.net; online@ga-bonn.de; info@rp-online.de; presse@stern.de; t.schneider@sir.zgs.de; redaktion@tagessachau.de; zeitiminternet@zeit.de; Florin, Christiane; djv@djv.de; info@presserat.de; ifj@ifj.org; cwmacke@t-online.de; info@netzwerkrecherche.de; kontakt@reporter-ohne-grenzen.de; pressereferat@bundestag.de; mail@bundestag.de; berlin@taz.de; poststelle@brh.bund.de; info@steuerzahler.de; ackermann bischof; Bistum Aachen; wuestenfuchs97@arcor.de; birgitta.sommer@moenchengladbach.de; Vinzens Bochum; bverfg@bundesverfassungsgericht.de; cdu-pressestelle@cdu-nrw-fraktion.de; johannes19520@googlemail.com; ds@dierk-schaefer.de; Evang. Kirche Präses; manfred.frigger@erzbistum-paderborn.de; d.friedrich@veh-ev.eu; FAZ Hummel; prof. günder fh dortmund; H.W.Schrammen@gmail.com; guenter.krings@bundestag.de; peter.schruth@hs-magdeburg.de; info@netzwerkb.org; Irmel; kirchenstudie@kfn.de
Betreff: Presse-Aufruf / Öffentliche Kritik”Hilfsfond ehemaliger Heimkinder” Hier: Aufklärungspflicht der Presse u. Medien

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Bundesdatenschutzbeauftragter,
sehr geehrter Beauftragter für Menschenrechte,

sehr geehrter Präsident Bundesrechnungshof,
sehr geehrte Pressevertreter,

als “ehemaliges Heimkind”, aber dennoch auch als selbstbestimmender Bürger, sehe ich es als meine Pflicht an, Sie über den Hilfsfond für ehemalige Heimkinder , sowie
deren Arbeits-u.Vorgehensweise zu informieren. Gleiches gilt für den Lenkungsausschuss, welcher die Vorgaben für die Anlaufstellen und der BAFzA Köln festlegt.

Das der Hilfsfond für ehemalige Heimkinder, eingerichtet 2010 vom Runden-Tisch-Berlin, ein raffiniertes juristisches Meisterwerk ist, dürfte auch Ihnen mittlerweile bekannt sein.
Viele hunderte, wenn nicht gar tausende ehemalige Heimkinder, verzweifeln an dem Procedere der Antragsstellung. Oft lässt auch deren physische wie psychische Verfassung, eine Antragstellung an diesen Fond erst gar nicht zu, oder sie wissen gar
nicht, das es diesen Fond überhaupt gibt.

Die Antragsstellung als solches ist zeit- u. nervenaufreibend, und geht einher mit einer üblichen und gesundheitlich schwierigen Alltagsbewältigung.

Vor Ort haben die wenigsten Heimkinder einen Ansprechpartner, welcher ihnen bei der Antragstellung behilflich sein könnte. Einen Rechtsanspruch auf Fondleistungen hat keiner der ehemaligen Heimkinder, da mit uns nur eine Vereinbarung ohne Rechtsanerkennung
und Rechtsanspruch gegenüber Staat und Kirche zu haben Dennoch werden wir aufgefordert bei der Antragsstellung, eine  eidesstattliche Versicherung abzulegen, Beweise und Belege vorzulegen,  Heimakten und Zeitzeugen zu benennen bzw. zu beschaffen. Für die  beantragten Hilfsmittel verbindliche Auftragsbestätigungen einzuholen,  bei 3 verschiedenen Geschäften/Häuser (d.h. Aufträge erteilen, ohne das
nötige Geld dafür zu haben).

Desweiteren müssen Gutachten und ärztliche Atteste vorgelegt werden und stets beginnt die Procedere für ein jeden Einzelnen von uns, mit einem sogenannten Erstgespräch in einer der Anlaufstellen.

Entwürdigend ist ebenfalls, das Tathergang und Täter geschildert und benannt werden müssen.

Die gleiche Procedere dann erneut für einen Antrag auf Rentenausgleich, an den gesondert geführten Rentenausgleichsfond. Sämtliche Arbeiten und Tätigkeiten, welche wir in den Heimen/Einrichtungen, als Kinder täglich verrichten mussten, müssen detailliert aufgeführt werden. Dabei werden die Kinder-Arbeitszeiten vor dem 14. Lebensjahr, als nicht rentenrelevante Arbeitszeiten anerkannt und somit auch nicht finanziell ausgeglichen! Arbeitszeiten ab dem 14.Lebensjahr werden mit mtl. 300,00 Euro aus dem Rentenausgleichsfond erstattet, werden aber in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht als Rentenanrechnungszeiten ausgewiesen.

Bedenkt man unter welchen perfiden Zustände, diese Arbeiten verrichtet werden mussten, so kann man nur von einer Art Kindersklavenarbeit  sprechen.

Zwar sind Ihnen und dank Ihrer Veröffentlichungen und Enthüllungen, viele der unmenschlichen Greueltaten bekannt. Dennoch möchte ich hier nochmals anführen dürfen, unter welchen Bedingungen diese Arbeiten verrichtet werden mussten:

Mangelnde Ernährung, Essensentzug, körperliche Züchtigungen, Isolationshaft, Schlafentzug, sexuelle Missbräuche und Übergriffe, religiöse Androhungen, physische/psychische Demütigungen, …. alles in der perfidesten Form, wie man sie sich eigentlich nicht vorstellen kann.

Kleider-u.Berufsausbildungsbeihilfen, Taschengeld wurden nachweislich teils von den Landesjugendämter überwiesen, erreichten in den meisten Fällen aber nicht uns Heimkinder. Diese Gelder verschwanden in den Taschen der Heimleitung und wurden bis heute nie ausgezahlt!

Dies ist durch einige Heimakten belegbar, wie auch durch unzählige Nachforschungen und Gutachten.

Viele ehemalige Heimkinder haben sich einem Glaubwürdigkeitstest unterziehen müssen, gegenüber Bistümer, Ordenskongregationen, Diakonie und Stiftungen, gleichfalls eidesstattliche Versicherungen, wenn sie  berechtigterweise Entschädigungsansprüche geltend gemacht haben.

Wie schon oben erwähnt, werden alle Beschlüsse und die Vorgehensweise der Anlaufstellen, sowie die Antragsprocedere vom Lenkungsauschuss festgelegt und koordiniert www.fonds-heimerziehung.de .

In diesem Lenkungsausschuss sind vertreten:

  • Herr Stroppe, Bundesministerium Familie, Senioren…
  • Frau Lampersbach, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  • Frau Loheide, Evangelische Kirche Deutschland
  • Herr Stücker-Brüning, Deutsche Bischofkonferenz
  • 2 Mitglieder der Jugend-u.Familienministerkonferenz der Länder

Die Sitzung des Lenkungsausschuss sind nicht öffentlich !

Bedenkt man, das viele ehemalige Heimkinder, sich in einem hohen Alter befinden, viele alleinstehend sind, unzählige sich aktuell in einer Traumatherapie befinden, oder sich einer solchen gestellt haben, weiterhin, das die meisten die Antragsprocedere als menschenunwürdig empfinden und gezwungen sind, das Trauma erneut durchleben zu müssen, kann eindeutig festgestellt werden:

“Der Hilfsfond für ehemalige Heimkinder, ist das Machwerk von unsensiblen,
inhumanen und kaltherzigen Staatsdienern und Kirchenfürsten, das man
m.E. annehmen sollte, das dieser Fond gezielt und bewusst so eingerichtet
worden ist.”

Ich gebe zu Bedenken, das laut Statistik jeder 3. Haushalt in Deutschland  verschuldet ist, sehr viele Privatinsolvenz angemeldet haben und das ganz sicherlich auch eine erhebliche Anzahl ehemaliger Heimkinder sich in gleicher Situation befinden. Daher haben viele von der gesetzlichen Möglichkeit gebrauch gemacht und sich ein P-Konto bei ihrer Hausbank einrichten lassen.

Diese Tatsache wird nun vielen AntragstellernINNEN zum Verhängnis. Bisher konnten Hilfsmittelgelder auf ein Fremdkonto überwiesen werden, falls ein ehemaliges Heimkind ein P-Konto angegeben hat. Dies soll zukünftig für viele Betroffene nicht mehr möglich sein!  In diesem Fall werden sie gezwungen, sich mit ihrer Bank u/o Gläubigern ins Einvernehmen zu setzen, damit die ausgezahlten Hilfsbeträge nicht  in die Pfändungsmasse einfließt, bzw. die Anlaufstellen setzen sich mit den  Gläubigern in Verbindung. D.h. kein ehemaliges Heimkind kommt in den Genuss (wenn von Genuss überhaupt geredet werden kann) von finanziellen Hilfsmittel, wenn er ein P-Konto führt. Die Antragsprocedere muss er dennoch vorab über  sich ergehen lassen.

Wie widerlich ist das denn?

Diese Mittel aus dem Hilfsfond (max. 10.000 Euro), werden ja nicht für Luxusartikel-u. Reisen, oder der gleichen eingesetzt, sondern für Hilfsgeräte und Artikel, die uns den Alltag etwas erleichtern und auch die Möglichkeit geben, dennoch an gesellschaftlichen Ereignissen, soweit möglich, teilnehmen zu können. Auch dienen sie ausschließlich zur Verbesserung einer angemessenen Lebensführung und auch jetzt noch, wollen Staat und Kirche uns als  beinahe entmündigte Kinder, wie einst damals behandeln.

Hier sage ich: ” Wir werden nicht mehr duckmäusern und uns wie hilflose Idioten behandeln lassen”.

Man sagt: Geduld ist eine Tugend, wenn das stimmt, dann gehören ehemalige Heimkinder zu den tugendhaftesten Menschen!

Gleichfalls ist das Wort GEDULD eines der meist verwendeten Wörter
und ein Wort, mit dem sich alle Verantwortlichen aus der Verantwortung
gestohlen haben!

Nun bitte ich Sie abschließend, uns bei der Bewältigung und Handhabung,
owie bei der menschenverachtenden Behandlung durch den Hilfsfond
behilflich zu sein:

  • Machen Sie den Hilfsfond für ehemalige Heimkinder wieder zu einem politischem Thema
  • Überprüfen Sie die Vergabemethode u.-taktik der beantragten Hilfsgelder
  • Wieviel und von wem sind/ist in den Hilfsfond eingezahlt worden
  • Haben Freie Träger, Stiftungen und Firmen gleichfalls in den Hilfsfond eingezahlt
  • Welche übergeordnete unabhängige Behörde kontrolliert das Geschäftsgebahren des Hilfsfond, z.B. der Bundesrechnungshof (?)
  • Werden alle ehemaligen Heimkinder entsprechend aus dem Fond mit nötigen Hilfsgeldern ausgestattet
  • Dürfen ehemalige Heimkinder den ausgezahlten Betrag selbst bestimmend verwenden
  • Helfen Sie uns gegen die intellektuelle zynische Arroganz der Kirchen und gegen die mangelnde Unterstützung der Politiker, Fraktionen und Parteien
  • Da es sich beim Hilfsfond um öffentliche Steuergelder und Kirchensteuergelder handelt, wem gegenüber muss dann Rechenschaft abgelegt werden, dem Haushaltsausschuss….
  • Geben Sie uns durch Ihre Recherchen, Nachforschungen und Ihrer journalistischen Arbeit, wieder eine Stimme und verhelfen Sie uns zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz

Wer

  • die Heim-Vergangenheit leugnet, verharmlost, verschweigt, vertuscht,verdrängt, oder gar schön redet,
  • die seelischen und körperlichen Qualen in den Heimen versucht zu relativieren,
  • sich der Verantwortung entzieht und für den angerichtet Schaden nicht haften will,

bleibt unglaubwürdig für den Rest seines Lebens und darf auch zukünftig in keine verantwortungsvolle politische und kirchliche Führungsposition gewählt werden!

In den USA, Irland, Schweiz u. Österreich zeigt man ein anderes Verantwortungsgefühl gegenüber den Heimkindern und handelt finanziell angemessen, wenn auch erst nach heftigen medialen Druck von Presse,Funk und TV.

Diese Hilfe und Unterstützung erwarte ganz sicherlich nicht nur ich, sondern dies erhoffen sich viele andere ehemalige Heimkinder auch. Korrespondenzen, E-Mails. Artikel, Gutachten, Atteste …. usw. sind dokumentiert und können Ihnen jederzeit zur Verfügung gestellt werden.

Vielen Dank für Ihre Geduld beim Lesen und hoffend auf keine tauben Ohren gestoßen zu sein,

verbleibe ich hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüssen

Uwe Werner
01522/ 3627521

P.S. Ich bin in einem laufenden Antragsverfahren beim Heimfond in Köln (LVR) und hoffe durch diesen Presseaufruf nicht sanktioniert zu werden, weder vom Heimfond, noch von der BAFzA Köln und noch weniger von Staat und Kirche. Dieser Presse-Aufruf ist unsere Pflicht und Schuldigkeit und dieser Pflicht stelle ich mich.

Engel sind wir keine, aber Menschen wie Du und Ich !

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Die Entmündigung ehemaliger Heimkinder schreitet fort!

Es ist ein Skandal, was sich die Lenkungsausschüsse inzwischen einfallen lassen! Das nachfolgende Dokument wurde uns zugespielt.

Man beachte das Datum – wir fragen, wann die Lenkungsausschüsse denn wohl dachten, uns, den Betroffenen, diese für uns wichtige Information zukommen zu lassen? Oder soll hier mal wieder eine der bewährten Spaltungsversuche unternommen werden?

Abschrift

FONDS
HEIMERZIEHUNG

– Schnellinfo 10 –

 Köln, den 19.11.2013

Entscheidungen der Lenkungsausschüsse zu Einzelfragen
Die Lenkungsausschüsse der Fonds „Heimerziehung West“ und „Heimerziehung in der DDR“ haben am 13. November 2013 gemeinsam getagt und folgende Beschlüsse gefasst:

Auszahlung von Fondsleistungen mittels Postbarschecks oder auf Drittkonten
Die Lenkungsausschüsse haben ein Rechtsgutachten anfertigen lassen zu der Frage, ob und inwieweit sich Mitarbeiter/innen der Anlauf- und Beratungsstellen und der Geschäftsstelle strafbar machen würden, wen nsie Auszahlung mittels Postbarschecks bzw. auf Drittkonten veranlassen und eine der folgenden Fallkonstellationen bei der/dem Betroffenen vorliegt:

  • Der/die Betroffene ist überschuldet oder zahlungsunfähig.
  • Der/dem Betroffenen droht die Zahlungsunfähigkeit.
  • Die/der Betroffene befindet sich in einem Insolvenz- oder Insolvenzeröffnungsverfahren.
  • Die/der Betroffene befindet sich in Zwangsvollstreckung wegen gegen sie/ihn gerichteter Ansprüche.

Das Gutachten stellt fest, dass die Gefahr einer Strafbarkeit der Mitarbeiter/innen wegen Schuldnerbegünstigung (§284 d StGB), Beihilfe zum Bankrott (§§ 283 Abs. 1, Nr. 1, 27 StGB), im Einzelfall auch Beihilfe zur Gläubigerbegünstigung (§§ 283c Abs. 1, 27 StGB) sowie der Vereitelung der Zwangsvollstreckung (§ 288 Abs. 1 StGB) gegeben ist und empfiehlt daher, von Betroffenen, die eine Auszahlung mittels Postbarschecks bzw. auf Drittkonten wünschen, eine ergänzende Erklärung einzuholen, dass keine der genannten Fallkonstellationen vorliegt. Ergänzend empfehlen die Lenkungsausschüsse den Anlauf- und Beratungsstellen, in diesen Fällen mit dem Insolvenzverwalter bzw. dem/den Gläubiger/n Kontakt aufzunehmen, um eine Freistellung der Fondsleistungen von der Insolvenzmasse bzw. dem Pfändungsvermögen zu erreichen, so dass die Auszahlung auf das Konto der/des Betroffenen erfolgen kann, sofern die/der Betroffene über ein eigenes Konto verfügt. Die Geschäftsstelle der Fonds wird beim Wunsch nach Auszahlung mittels Postbarschecks bzw. auf Drittkonten im Rahmen der Schlüssigkeitsprüfung klären, ob eine der genannten Fallkonstellationen vorliegt.

Unproblematisch ist die Auszahlung, wenn die/der Betroffene lediglich ihre/seine Heimvergangenheit vor Angehörigen verbergen möchte oder über kein eigenes Konto verfügt. Die Auszahlung auf Drittkonten ist auch ohne weiteres möglich, wenn es sich um das Konto des Erbringers der vereinbarten Leistung handelt (z.B. Therapeut, Reiseveranstalter, Händler, Handwerker).

Das Gutachten wird den Anlauf- und Beratungsstellen zur Verfügung gestellt.

Legal ist der Dreck vielleicht, der da wieder einmal über uns Ehemalige ausgegossen wird. Legal – aber eine menschliche Katastrophe und ein Skandal, der seinesgleichen sucht:

  1. Aus den Fonds sollen – nach dem Willen der Lenkungsausschüsse – nun nicht mehr in erster Linie die Überlebenden der Kinderheimhöllen befriedigt werden, sondern deren Gläubiger! Mit anderen Worten: Firmen, Banken, Händler oder gar – ein Fall ist uns bereits bekannt – die damaligen Vergewaltiger, die ihre Opfer ihrerseits mit Verleumdungsanzeigen überhäufen!
  2. Gefördert wird die Entmündigung der Ehemaligen, denn sie sehen sich im Zweifelsfalle gezwungen, entsprechende Gelder direkt an den Therapeuten, Reiseveranstalter, Händler oder Handwerker überweisen zu lassen. Damit geht auch noch der letzte, mühsam bewahrte Rest einer Selbständigkeit des Handelns verloren.
  3. Gefördert wird die endgültige Entmündigung weiterhin, wenn die Anlaufstellenmitarbeiter aufgefordert werden, “mit dem Insolvenzverwalter bzw. dem/den Gläubiger/n Kontakt aufzunehmen, um eine Freistellung der Fondsleistungen von der Insolvenzmasse bzw. dem Pfändungsvermögen zu erreichen”.
  4. Der Datenschutz wird offensichtlich mit Füßen getreten, wenn der Lenkungsausschuss ” klären (wird), ob eine der genannten Fallkonstellationen vorliegt. Wie denn? Bei der Schufa? Oder gleich mal die Bankkonten einsehen?

Wir fordern die Lenkungsausschüsse sowie die zuständigen Ämter und Ministerien auf, diesen menschenverachtenden, widerwärtigen Beschluss sofort rückgängig zu machen!

Wir fordern die MitarbeiterInnen der Anlauf- und Beratungsstellen auf, diesen Beschluss aktiv zu unterlaufen! Seien Sie mutig und solidarisch mit den Geschundenen!

Wir fordern die Presse auf, über diesen Skandal zu berichten und mit uns gemeinsam und in unserem Sinne Druck auf die zuständigen Stellen zu machen!

Wir fordern die neugewählte Bundesregierung auf, sich dieser unsagbaren Schande anzunehmen und Lenkungsausschüsse und Anlaufstellen anzuweisen, dieses beschämende Vorgehen sofort zu unterlassen!

Nicht zuletzt fordern wir alle Ehemaligen, die hiermit konfrontiert werden, auf sich telefonisch oder per email an den Vorstand des VEH e.V. zu wenden um mögliche Strategien zu entwickeln, gegen diese Schande vorzugehen!

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