O`Keeffe gegen Irland

Dank Martin Mitchells unermüdlicher Arbeit können wir heute das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte verlinken. Leider liegt es nur in englisch vor – ist aber hochinteressant. Sobald es einem deutschen Ehemaligen gelingt, mit seinem Anliegen an diesen Gerichtshof zu kommen, wird auch für Deutschland ein solches Urteil gefällt werden!

http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/pages/search.aspx?i=001-140235

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Der Betrug geht munter weiter!

Uns erreichte unten stehendes Ergebnisprotokoll – und ganz ehrlich: Die Perfidie ist kaum mehr zu überbieten: Da haben sich die Damen und Herren Bürokraten verkalkuliert und nun wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Ehemaligen Heimkinder die Zeche zahlen dürfen!

Warum, fragt sich die unbefangene Leserin, werden denen, die sich derart verkalkuliert haben, nicht die Kosten auferlegt? Warum zahlen die Kirchen nicht endlich in diesen Fonds? Warum wird die Wirtschaft nicht herangezogen?

Aber eigentlich fragt sie diese unbefangene Leserin nicht wirklich, weiß sie doch längst, dass in diesem Staat immer den Armen die größten Lasten auferlegt – und es sich obendrein stets so anhört, als seien die Ausgaben für RentnerInnen, Hartz-IV-EmpfängerInnen, Sozialhilfe-EmpfängerInnen, Kranken und nun auch die Überlebenden der Heimkinderhöllen der Niedergang dieser Republik!

Der Trauerrand um das Protokoll ist durchaus gewollt!

Ergebnisprotokoll_BMFSFJ-page-001

Die dem obigen Protokoll angeführte Tabelle gehört mit zu dem Schlimmsten, das ich seit langem gelesen habe – sie erinnert mich aufs schärfste an Berechnungen, wie lange man Menschen die Lebensmittel kürzen darf, bevor sie verrecken. (Dokument anklicken zum Vergrößern)tabelle berlin-page-001

Dazu die Pressemitteilung des Fachbeirat zur Begleitung der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder

P r e s s e e r k l ä r u n g

11.02.2014

Der Berliner Fachbeirat zur Begleitung der Umsetzung der Fonds DDR Heimerziehung bzw. Heimerziehung (West) erklärt, dass die Überlegungen der politischen Entscheidungsträger im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), im Bundesministerium der Finanzen (BMF) und in den ostdeutschen Bundesländern zur Aufstockung des Fonds DDR-Heimerziehung nicht zu Benachteiligungen und Ausgrenzungen von Betroffenen führen dürfen.

Die bisherige Arbeit der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle (ABeH) hat sich bewährt und muss uneingeschränkt unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung fortgesetzt werden.

Es darf keine neue Mauer für ehemalige Heimkinder der DDR hochgezogen werden!

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