Anlaufstelle Köln: Attest über baldigen Tod gefordert

Sehr geehrte Frau Ministerin,

am 17.11.2014 stellte Herr Rudolf S., ehemaliges Heimkind, einen Antrag auf Leistungen bei der Anlauf- und Beratungsstelle des LVR in Köln. Seine Beraterin war Frau Laura Schröder. Herr S. ist schwerbehindert und nicht in der Lage, das Haus zu verlassen. Auf Anfrage reichte er die verlangten Unterlagen (Beweis des Heimaufenthaltes, Versicherungsverlauf, Kopie des Schwerbehindertenausweises und Nachweis über die Pflegestufe III) ein.

Als er Ende November 2014 bei der Anlauf- und Beratungsstelle anrief und um Inanspruchnahme der Härtefallregelung bat, da sein Gesundheitszustand bedrohlich ist, wurde ihm unwirsch und unwillig geantwortet, dass, falls er eine bevorzugte Behandlung wünsche, er ein ärztliches Attest über seinen baldigen Tod vorlegen müsse.

Sie können sich sicher vorstellen, welch eine Erniedrigung und unerträgliche Zumutung dies für Herrn S. bedeutet!

Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. schließt sich voll und ganz der Meinung von Herrn S. an. Diese Mitteilung ist unerträglich und hätte niemals erfolgen dürfen. Unserer Meinung nach sind die MitarbeiterInnen der Anlauf- und Beratungsstellen gehalten, den ehemaligen Heimkindern zu helfen und nicht, sie zusätzlich zu traumatisieren, zu verstören und – wie im vorliegenden Fall – absolut menschenverachtend zu behandeln.

Wir sind daher der Überzeugung, dass Sie, Frau Ministerin, gerufen sind, sich einzuschalten, den Vorgang zu prüfen, die Anlauf- und Beratungsstellen-Mitarbeiterin, Frau Schröder auf ihr unakzeptables, krudes und menschenverachtendes Vorgehen anzusprechen und sich dafür einzusetzen, dass Herr S. (dessen schwere Erkrankung durch seine, der Anlauf- und Beratungsstelle vorliegenden Papiere, eindeutig hervorgeht) unverzüglich als Härtefall anerkannt und sein Anliegen bevorzugt bearbeitet wird.

Wir sind außerdem der Meinung, dass Frau Schröder sich sehr zügig und persönlich bei Herrn S. entschuldigen muss.

Es muss einfach sicher gestellt sein, dass ehemaligen Heimkinder, nach dem anerkannt schrecklichen Leid, welches sie als Kinder und Jugendliche erlitten und welches ihre Biografie zerstört, sie krank an Körper und Seele zurück ließ, nicht auch noch an den Stellen, die ins Leben gerufen wurden, um ihnen wenigsten etwas zu helfen, mit einer derartigen Verachtung begegnet werden darf!

In der Hoffnung auf eine baldige Bearbeitung dieser unsäglichen Angelegenheit sehen wir Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichem Gruß
Verein ehemaliger Heimkinder e.V., Vorstand

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Formular zur Zeugenaussage

Zum Ersuchen an den UN-Sicherheitsrat zum Erlass einer Resolution gegen die Bundesrepublik Deutschland als Aufforderung zur Errichtung eines Sonderstrafgerichtshofes und für die Information des Informanten  der geschädigten Volksgruppe für den Ankläger des zu errichtenden Sonderstrafgerichtshofs  zur Eröffnung eines Strafverfahrens – wegen des Verdachts – Verbrechen gegen die Menschlichkeit  und das Völkerrecht auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland – gegen die Verdächtigen – der hoheitlichen Aufsichtspflicht beider deutscher Staaten der damaligen BRD und DDR.

Download (PDF, 19KB)

Das Formular bitte herunterladen, ausfüllen und unterschrieben an folgende Adresse schicken:

Robby Basler
Heilbronner Str. 2
60327 Frankfurt am Main

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