Untersuchungsausschuss zur Gewalt gegen Heimkinder

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Wir bitten alle Ehemaligen, Freundinnen und Freunde folgende Petition zu unterschreiben!

http://www.bioskop-forum.de/publikationen/newsletter-behindertenpolitik.html

http://www.bioskop-forum.de/begruendung-heim-petition.html

Der VEH e.V. solidarisiert sich uneingeschränkt mit der Petition seines Mitglieds Rolf Michael Decker!

Allzu lange haben wir nachgefragt und bekamen keine aussagekräftige Antworten. Nun fragen wir nicht mehr! Die Wischiwaschi-Antworten reichen!

Ab sofort fordern wir!

Ein Untersuchungsausschuss – nicht nur diese Petition betreffend – muss kommen! Es gibt, aus unserer Sicht, keine Alternativen dazu!

Unter anderem wollen wir wissen:

  • warum – wenn überhaupt – nur am Rande des “Runden Tisches Heimerziehung” (RTH) über Zwangsarbeit geredet wurde;
  • warum immer nur vom “Zwang zur Arbeit” die Rede war/ist;
  • warum keine Vertreter der Industrie und Bauernverbände geladen und gehört worden sind;
  • warum keine Vertreter der Krankenkassen, die ja immerhin die Schäden, Spätschäden und Folgen finanziell abfedern mussten, anwesend waren;
  • warum Heime für Kinder mit Behinderungen und Psychiatrien rausgefallen sind;
  • warum es absolut keine Aufklärung über Säuglings- und Kleinkinderheime gab/gibt.

Tatsache ist, dass die „Kleine Wahrheitsfindungskommission“ von Frau Dr. Antje Vollmer kläglich gescheitert ist! Es ging von Anfang an weniger um die Wahrheit, als um minimalistische Zugeständnisse für die Überlebenden deutscher Kinderheimhöllen.

Die einseitigen „Empfehlungen“ unter der maßgeblichen Federführung der Täternachfolgeorganisationen aus Kirchen und Staat zeigen in ihren heutigen Auswirkungen, dass es hierbei niemals um die Wiedererlangung der Würde der Überlebenden ging und auch heute noch nicht geht.

Es ging und geht nur um das ruhige Gewissen der Täternachfolger, die sich nun auch noch in die Brust werfen und stolz auf diese beschämenden Minimalleistungen sind!

Demütigende Regelungen, wie die auf 10.000 € gedeckelten „Sachleistungen“, die erst dann greifen, wenn das ehemalige Heimkind Kostenvoranschläge einreicht, oder Rechnungen (Vorleistungen) vorlegt, spotten jeder Beschreibung. Jedes ehemalige Heimkind hat ein Recht – ohne bitten und betteln zu müssen – auf diese Summe! In vollem Umfang und nicht nur per vorgelegten Kostenvoranschlägen.

Glauben Staat und Kirchen. wir seien immer noch “dummen” Heimkinder von damals?

Begreift endlich,

  • dass wir vollwertige Menschen mit Würde und Rechten sind!
  • dass wir uns nicht für die brutalen sexuellen, physischen und psychischen Foltern bezahlen lassen wollen – mit Summen, die IHR festlegt!
  • dass wir fordern, was uns zusteht:
    • die gestohlenen Renten und anderen Sozialbeiträge,
    • die unterschlagenen Löhne für die Heim- und Zwangsarbeit,
    • die “verschwundenen” Waisenrenten und Sparbücher, die ihr (in Einzelfällen) angeblich für uns angelegt habt,
    • Schmerzensgelder für blutige Prügelexzesse, für sexuelle und psychische Übergriffe,
    • Ausgleichszahlungen für die zerbrochenen Biografien, die lebenslangen Leiden, die ihr verursacht habt!

Als Soforthandlungen verlangen wir:

  • ein Ende der langen Wartezeiten für Beratungstermine bei euren “Anlaufstellen” (immerhin werden diese Stellen von UNSEREN Geldern finanziert!),
  • ein Ende der zögerlichen Zahlungen,
  • ein Ende der aberwitzigen Prüfungen von Kostenvoranschlägen und Rechnungen,
  • ein Ende der demütigenden Überweisungen direkt an Händler, Verkäufer, Handwerken,
  • eine Ausweitung der Zahlungen an ALLE Heimkinder! Kleinkinder, Säuglinge, psychatrisierte Kinder und Kinder mit Behinderungen selbstverständlich eingeschlossen,
  • eine Ausweitung der sogenannten Rentenersatzleistungen, die mit Rente eh nichts zu tun haben, auf Arbeiten, die VOR dem 14. Lebensjahr zu leisten waren,
  • eine Verlängerung des “Fonds ehemalige Heimkinder” über das Jahr 2014 hinaus,
  • regelmäßige, großformatige Anzeigen in allen überregionalen Zeitungen, um allen Ehemaligen die Chance zu geben, den Fonds in Anspruch zu nehmen!

Die von euch so gnädig gezahlten Hilfsgelder sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

Unsere Würde als Kinder habt ihr ja bereits “erfolgreich” zerstört – mit all den für uns zu ertragenden Konsequenzen.

Wir werden es nicht zulassen, dass ihr uns nun, im Alter, weiterhin oder wieder demütigt und unsere Würde nehmt!

Dirk Friedrich
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

 

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