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DDR-Zwangsarbeit und die Verantwortung deutscher Firmen – 02.03.2014
Ein WDR 5 Radiofeature von Gabriele Knetsch

Als Ikea im Herbst 2012 einräumen musste, davon gewusst zu haben, dass politische Gefangene in der DDR zur Arbeit an Ikea-Produkten gezwungen wurden, da war schnell klar: Dies ist nur die Spitze eines Eisbergs.

Zahlreiche westliche Unternehmen wie Quelle, Aldi, Kaufhof und C&A hatten die Arbeitskraft der unter inakzeptablen Bedingungen und oft wegen fadenscheiniger Anschuldigungen einsitzenden Häftlinge ausgenutzt. Doch bis heute verweigern die meisten Firmen eine historische Aufarbeitung, geschweige denn die Bereitschaft zu Entschädigungen. Häftlingsarbeit war in der DDR ein Wirtschaftsfaktor. Politische Häftlinge waren Devisenbringer in doppeltem Sinne: Sie produzierten günstig für das “nicht-sozialistische Ausland”, und wurden anschließend gegen D-Mark von der Bundesrepublik „freigekauft“. Ost und West profitierten von den intensiven Geschäftskontakten.

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