Medikamente 14: Franz Sales Haus

Pharmazeutin über Arzneitests im Heim

„Impfstoffversuche an Säuglingen“

(taz online)

Ohne ihr Wissen wurden Medikamente und Impfstoffe an Heimkindern getestet. Aufgedeckt hat den Skandal die Pharmazeutin Sylvia Wagner.

Franz Sales Haus in EssenDer Schriftzug am Franz Sales Haus in Essen (Nordrhein-Westfalen), aufgenommen am 19.10.2016. Medikamente des Pharmakonzerns Merck sind Ende der 50er Jahre an Heimkindern in Essen getestet worden. Das ergebe sich aus Unterlagen im Unternehmensarchiv, sagte ein Sprecher des Pharmakonzerns und bestätigte am 19.10.201 6Berichte des ARD-Magazins Fakt und des WDR. Demnach hatten 28 Kinder im katholischen Franz Sales Haus in Essen das beruhigende Neuroleptikum Decentan bekommen. Foto: Wolfram Kastl/dpa (zu dpa «Medikamente wurden an Heimkindern getestet – Merck bestätigt» vom 19.10.2016) +++(c) dpa – Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

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Eine Petition zum OEG

Ein Mitglied hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, in welcher er die Verfahrensdauer des Opferentschädigungsgesetzes erläutert und darum bittet, diese zu beschleunigen, da 5 bis 10 Jahre keine Seltenheit sind! Immerhin seien ehemalige Heimkinder nicht mehr die jüngsten und oftmals auch nicht gesund. Leider kommt es immer wieder vor, dass Ehemalige über diese elendig langen Prozesse hinweg sterben!

Um die Petition zu lesen, bitte hier klicken.

Die Antwort des Bundestages finden Sie im folgenden Posting.

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… und die Antwort des Deutschen Bundestages…

Davon mag nun jeder halten, was er will – aber viel mehr als etwas Blabla ist leider nicht dabei rausgekommen!

Die Antwort des Deutschen Bundestags auf obige Petition

(zum Lesen des Dokumentes bitte anklicken)

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Für trostlose Kindheit auch noch abdrücken?

Rodgau/Offenburg – Für das Sozialamt ist der Fall klar: Die gut verdienende Tochter muss für die Heimunterbringung der betagten Mutter aufkommen. Doch gilt das auch, wenn es kaum Kontakte zwischen den beiden gab? Diese Frage beschäftigt nun Richter. Von Angelika Dürbaum

Der Oldenburger Familienrechtler Michael Klatt ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Der Fall seiner Mandantin Gabriele Dietz-Paulig sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Die Rodgauerin selbst hat sich vor dem heutigen Termin beim Familiengericht in Offenburg zurückgezogen, wie Klatt berichtet. Zu groß sei die Anspannung. Es geht um Elternunterhalt, den Dietz-Paulig für ihre heute 83 Jahre alte Mutter zahlen soll. Im Sommer vor zwei Jahren erhält sie ein Schreiben des badischen Ortenaukreises, wonach ihre dort in einem Heim lebende Mutter nach den Bestimmungen des Bundessozialgesetzbuchs XII einen Unterhaltsanspruch gegen sie habe. 1800 Euro monatlich muss das Sozialamt des Kreises für ihre Unterbringung aufbringen. Davon soll Dietz-Paulig laut Klatt 768 Euro im Monat zahlen. Da diese sich weigert, sind inzwischen mehr als 13.000 Euro „Schulden“ aufgelaufen.

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Deutschland – eine eiskalte Insel im Meer

Österreich hat ein Heimopferrentengesetz!

Sozialausschuss: Rente für misshandelte Heimkinder

beschlossen 6. April 2017, 17:26 14 POSTINGS Monatlich 300 Euro ab Juli 2017 Wien –

Das Vorhaben der Regierung, misshandelten Heimkindern eine gesetzliche Rentenleistung von 300 Euro monatlich zukommen zu lassen, hat im Sozialausschuss des Nationalrats am Donnerstag Unterstützung von SPÖ, ÖVP, Grünen und Neos erhalten. Offen ist noch eine Ausweitung auf Pflegekinder und Mindestsicherungsbezieher. Für Letzteres braucht es eine Verfassungsbestimmung.

Wer in Heimen des Bundes, der Länder und der Kirche missbraucht bzw. misshandelt wurde und dafür eine pauschalierte Entschädigungsleistung vom Heimträger erhalten hat, wird ab Erreichen des Regelpensionsalters bzw. ab Pensionsantritt eine monatliche Zahlung von 300 Euro erhalten. Dieser Betrag gilt laut Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) brutto für netto und wird erstmals ab Juli 2017 ausbezahlt, berichtete die Parlamentskorrespondenz aus dem Ausschuss.

7.000 Fälle

Man rechne damit, dass davon zunächst etwa 2.000 Personen Gebrauch machen werden. Insgesamt geht die Regierung von rund 7.000 Fällen aus, die jährlichen Kosten werden auf vorläufig acht Millionen Euro geschätzt. Damit soll der Einkommensnachteil, der durch staatliches Wegschauen bzw. Nichthinschauen entstanden ist, ein wenig reduziert werden, betonte Stöger.

Ausführlich diskutiert wurde im Ausschuss auch über einen – nicht eingebrachten – Abänderungsantrag der Regierungsparteien. Unter Bezugnahme darauf erklärte Stöger, dass er die Einrichtung einer zentralen Beratungsstelle für wichtig erachtet. Zu klären sei auch noch die Frage der Ausweitung des Bezieherkreises auf Pflegekinder oder Mindestsicherungsbezieher. Um zu gewährleisten, dass die Rentenleistungen nicht auf die Mindestsicherung angerechnet werden, brauche es jedoch eine verfassungsrechtliche Bestimmung.

Hoffnung auf einstimmigen Beschluss

Ausschussvorsitzender Josef Muchitsch (SPÖ) teilte mit, dass die Sozialsprecher der einzelnen Fraktionen am 19. April über die einzelnen Punkte beraten werden. Er hoffe, dass dann im Nationalratsplenum ein einstimmiger Beschluss des Heimopferrentengesetzes (HOG) möglich ist. Vor der Debatte war im Ausschuss ein Expertenhearing angesetzt. Udo Jesionek, Präsident der Verbrechensopfer-Hilfsorganisation Weisser Ring, pochte dabei auf Begleitmaßnahmen und warnte vor Retraumatisierungen. Waltraud Klasnic sprach sich im Namen der von der Kirche eingesetzten Opferschutzanwaltschaft für die Einbeziehung von Missbrauchsopfern auch in Internaten und Pflegefamilien aus. Johanna Zimmerl vom Kinderschutzverein “die möwe” ortete gewisse Ungleichbehandlung, da Opfer von familiärer Gewalt von der Rente ausgeschlossen sind. (APA, 6.4.2017) –

derstandard.at/2000055518528/Rente-fuer-misshandelte-Heimkinder-im-Sozialausschuss-beschlossen

Interessierte werden den genauen Gesetzesentwurf in Kürze auf unserer Homepage im Downloadbareich finden.

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Stiftung Anerkennung und Hilfe

Wir haben hier ein wahres “Schätzchen” für Sie: ein Dokument über die Struktur der “Stiftung Anerkennung und Hilfe”. An sich steht da nur bekanntes drin – aber es ist doch sehr spannend in der Zusammenfassung zu lesen.

Wie nämlich um die Gelder für die Stiftung geschachert wurde!

Und wie die Menschen im Beirat berufen wurden – also keinesfalls von den Betroffenen gewählt!

Aber lesen Sie selbst!

Stiftung Anerkennung und Hilfe – Praesentation; (BeB 2017)

Falls es Ihnen zu mühsam ist, können Sie das Dokument auch auf Ihren Rechner laden (67 Seiten) und ausdrucken. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo auf das Dokument und wählen entweder “Speichern unter” oder “Drucken”.

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Freiwillige Befragung zu den Wirkungen des “Fonds Heimerziehung!

Stichprobenartig werden von dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz GmbH Fragebogen an ehemalige Heimkinder verschickt, um sich zu ihren Erfahrungen mit dem “Fonds Heimerziehung” zu äußern.

Wir möchten allen, die diese Fragebogen bekommen, anraten, sich auch zu dem Interview zu melden, da der Fragebogen wenig Möglichkeiten erkennen lässt, sich wirklich kritisch zu äußern! Im Interview hingegen wäre es möglich, eine massive Kritik an die Adresse des Instituts zu bringen. Auf Wunsch beraten wir Interview-Willige gern!

Der Fragebogen selbst ist in der Formulierung bevormundend und paternalistisch und nimmt die Befragten nicht als Persönlichkeiten ernst.

Hier einige Beispiele:

Teil 3: Fragen 9: “Meine Geschichte wird gehört und beachtet.”, “Man nimmt mich ernst und bringt mir Vertrauen entgegen”, “Mein Leid erfährt Anerkennung”, “Ich bekomme eine Entschuldigung”..
Den Nachfolgeorganisationen (z.B. LWL, LVR, Diakonie, Caritas usw.) der damals Verantwortlichen bzw. Täterorganisationen steht es allerdings nicht zu, Gehör zu schenken, ernst zu nehmen, Vertrauen entgegenzubringen, Anerkennung zu geben, eine Entschuldigung zu geben. Sie sollten sich für ihre damals verantwortlichen Vorgänger schämen und zahlen!. Dies ist eine perfide Rollenumkehrung.

Zu Seite 4: “Ich kann verweigerte Bildungs- und Entwicklungschancen nachholen”
Mit den dürftigen Sachleistungen kann niemand ein Studium nachholen.

Zu Seite 11: “Hilfe für Aufarbeitung, Befriedung und ein selbstbestimmtes Leben”
Mit den dürftigen Sachleistungen kann man nicht die Basis eines selbstbestimmten Lebens anlegen.

Zu Seite 13: “Ich konnte nachvollziehen, warum bestimmte Entscheidungen an biographisch wichtigen Punkten getroffen wurden”
Nachvollziehen heißt in diesem Zusammenhang auch verstehen und lässt eine Entschuldung der Täter durch die Opfer anklingen.

Diese immanente Perfidie des Fonds kommt in diesem Fragebogen nicht ansatzweise zur Sprache – das jedoch könnte und sollte man in einem Interview sehr deutlich machen!

Hier der komplette Fragebogen. Zum Öffnen bitte anklicken:

Fragebogen des Instituts für Sozialforschung Mainz zum Fonds Heimkinder

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Stiftung “Anerkennung und Hilfe”

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Zum Öffnen bitte klicken

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Eine ehemalige Erzieherin meldet sich zu Wort

In diesem Brief möchte ich von meiner Erfahrung im Probst-Wenker-Kinderheim in Gelsenkirchen-Horst berichten. Ich habe dort 1968 mein Anerkennungsjahr als Kinderpflegerin gemacht und ein weiteres Jahr dort gearbeitet.

Ich war 16 Jahre alt als ich meine Arbeit begonnen habe. In der Kinderpflegerinnenausbildung ist das Thema “Gewalt in der Erziehung” nicht wirklich erwähnt worden.
Das Haus wurde von katholischen Schwestern (Vincentinerinnen?) geleitet und galt als ein modernes Haus (Neubau).
Die Kinder lebten in 16er Gruppen auf einer Station, eine Ordensschwester (ausgebildete Kinderpflegerin), eine Helferin ohne Ausbildung und ich waren die Betreuer. Unser jüngstes Kind war 1,5 Jahre alt, die Älteste 10 Jahre. Nach einer Einarbeitungszeit (6 Monate?) wurde mir am Wochenende die ganze Gruppe allein in Obhut gegeben. Auch hatte ich zusätzlich zu meinem Tagesdienst die Nachtbereitschaft zu übernehmen.

Den Erziehungsstil der Nonne kann man ohne Einschränkung als autoritär bezeichnen, Disziplin, Ruhe, Sauberkeit und Ordnung im Haus waren die wichtigsten Grundsätze und wurden mit Gewalt durchgesetzt.
Ich muß leider von mir sagen, daß ich mich diesem Stil untergeordnet habe und keine Fragen dazu stellen konnte. Das heißt, das auch ich Kinder geschlagen habe. Ich habe so nach und nach dann doch ein Gefühl des Unrechts dazu bekommen. Das wurde unterstützt von anderen Kräften im Haus, besonders von einer jungen Erzieherin, die anders gearbeitet hat. Ich konnte später in ihre Gruppe wechseln und habe viel von ihr gelernt.

Ich möchte mich an dieser Stelle für das Unrecht, daß ich Kindern getan habe entschuldigen und meinem Bedauern ausdrücken, es tut mir leid.

Ich wünsche Ihnen guten Erfolg bei Ihrer Arbeit.

Der Auslöser für meinen Brief ist ein Interwiew mit Antje Vollmer im nw-radio über den grünen Tisch für ehemalige Heimkinder.

Maria H.
(Der vollständiger Name wurde hier aus Personenschutzgründen abgekürzt.)

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»Die haben uns behandelt wie Gefangene« – Auftaktveranstaltung zur Anerkennung der Opfer von Gewalt und Unrecht in der Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Einladung erhielt ich von Hans-Walter Schmuhl und Ulrike Winkler.
Ich finde sie so wichtig, dass sie wenigstens überall veröffentlicht
werden sollte. Wo immer Sie die Möglichkeit haben, verbreiten Sie diesen
Flyer bitte im Internet!

Herzliche Grüße

Helmut Jacob

Bitte den Link anklicken!
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