In eigener Sache

Heute war ein ereignisreicher Tag der eine Menge Kraft und Konzentration gekostet hat!

Ein ZDF-Kamerateam der Sendung “mona lisa” zeichnete bei mir Zuhause auf. Das Thema war der Skandal um die Menschenrechtsverletzungen durch Medikamententests und der Missbrauch von Psychopharmaka in der Behindertenhilfe, wie auch in den Einrichtungen der Psychiatrien und der “normalen” Kinderheimen. Die sträfliche Ignoranz des RUNDEN TISCH-HEIMERZIEHUNG unter Frau Vollmer, der diese Verbrechen an der Menschenwürde großzügig unter den RT kehrte. Die Ergebnisse der Aufzeichnungen werden demnächst in einer Sendung von “mona lisa” öffentlich.

ML_Mona_Lisa

Ich kann nur hoffen, das diese Sendung den betroffenen Ehemaligen, ein wenig Genugtuung bringen wird!

Das wir, der VEH, am Thema bleiben und unser möglichstes tun, um Licht in diese Verbrechen zu bringen, steht außer Zweifel. Wir wollen Ergebnisse sehen!

Tatsächlich, dessen sollte man sich aber bewusst sein, stehen wir erst am Anfang der Aufklärung und Aufarbeitung. Viele Unterlagen sind noch nicht gesichtet und eingeordnet.

Die Pharmaindustrie, die Nachfolger der Organisationen und Heiminstitutionen sind aufgefordert die Verantwortung für diese Verbrechen zu übernehmen! Noch wird “verniedlicht” und “klein gehalten”. Doch damit werden wir uns nicht zufrieden geben!

Das schlimme Kapitel, das ungebremst aus der verbrecherischen Nazizeit in den damaligen Neuanfang der entstehenden Bundesrepublik übernommen wurde, muss von allen Seiten beleuchtet werden. Zu fragen ist, wie es möglich war, das keine Kontrolle und/oder Heimaufsicht tätig geworden ist. Das noch Jahrzehnte nach dem Naziregime die Pharmaindustrie und die verantwortlichen Ärzte und Heimleitungen diese Verbrechen an wehrlosen Babys, Kleinkindern und Heranwachsenden verüben durften. – Punktum! – Wir bleiben am Thema!

Dirk Friedrich – VEH-Vorsitzender

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15 Fragen an die Stiftung “Hilfe und Anerkennung”

  1. Die ungerechte Auszahlungssumme in Höhe von 9.000 € wird mit einem vereinfachten Antragsverfahren begründet.
    Kann dieses VEREINFACHTE Verfahren konkret und für jedes Opfer verständlich erläutert werden?
  2. Wird oder ist bereits sichergestellt, dass die Leistungen nicht mit anderen Sozialleistungen (z.B. Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Rente) verrechnet werden?
  3. Können Opfervertreter jene Opfer vertreten, die aus den verschiedensten Gründen (z.B. fehlende Schreibkraft, geistige
    Behinderung) diese Anträge nicht selbst stellen können?
  4. Sind zur Vereinfachung des Verfahrens Gruppenanträge unter Beifügung bereits vorhandener Erlebnisberichte möglich? Wenn nein, warum eigentlich nicht?
  5. Wird sichergestellt, dass die Opfervertreter für ihre Bemühungen (Porto, Telefongespräche) maximal 10 € pro Opfer nehmen dürfen?
  6. a) Werden Fragebögen benötigt?
    b) Wird auf peinliche Fragen, die den sexuellen Bereich berühren, verzichtet?
    c) Wann und wo werden diese Fragebögen zur Kontrolle im Internet abrufbar sein?
  7. Was geschieht mit den erhobenen Daten? Wo und wie werden diese gesichert, wie lange bleiben sie gespeichert?
  8. Welche Anlaufstellen mit welchen konkreten Adressen einschließlich e-Mailadresse und Telefaxnummer werden wo eingerichtet?
  9. Ab wann kann konkret die Antragstellung erfolgen?
  10. Werden die Anlaufstellen personell so aufgestellt, dass die
    Bearbeitungszeit nicht länger als 4 Wochen dauert? (Jeden Monat sterben weitere Opfer, die überhaupt keine Geldleistungen erhalten!)
  11. Ab wann und in welcher Form erfolgt die Öffentlichkeitsarbeit der Anlaufstellen?
  12. Werden Anzeigen geschaltet, Zeitungen, TV und Rundfunkanstalten in regelmäßigen Abständen über die relevanten Punkte des Fragebogens informiert und verständlich aufgeklärt?
  13. Wird sich darum bemüht, den Begriff “Entschädigung” im Zusammenhang mit dem sogenannten Stiftungsfons zu meiden und somit Falschmeldungen der Presse zu verhindern?
  14. Welche Auszahlungsfristen sind nach der Antragstellung
    vorgesehen?
  15. Es ist bekannt, dass auch behinderte Heimkinder (für
    Volmarstein dokumentiert) und Opfer der Psychatrie Zwangsarbeit leisten mussten. Ohne diese Zwangsarbeit hätte bespielsweise ein Heim für Behinderte gar nicht arbeitsfähig und damit existenzfähig sein können.
    Frage: Wenn Ehemalige in den Heimen der Behindertenhilfe und/oder der Psychiatrie gearbeitet haben, ohne dass Lohn oder Abgaben bezahlt wurden, warum bekommen diese dann einen Pauschalbetrag über 3.000 bis 5.000 Euro und nicht berechnet nach Monaten, wie andere Ehemalige auch?
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Über den Wolken…

über den wolken

Aus gegebenem Anlass dokumentieren wir hier unser Schreiben aus dem Jahr 2013 an Papst Franziskus – übrigens bis heute unbeantwortet geblieben!

Seine Heiligkeit Papst Franziskus
Palazzo Apostolico
00120 Citta’ Del Vaticano, Roma

25.11.2013

Entschädigung ./. Sinnlose Ausgaben!

Sehr geehrter Papst Franziskus,

uns scheint, als ließen Sie einen neuen Wind durch die Kirche wehen: Schluss mit Prunk und Geprotze! Schluss mit nagelneuen Edelkarossen und Luxussuiten!

Wir, Kinder und Jugendliche der Nachkriegsjahrzehnte – ehemalige Heimkinder, die in Einrichtungen Ihrer Kirche leben mussten – wurden jahrelang gezwungen, durch die Hölle zu gehen:

  • brutalste Schläge bis hin zur Folter,
  • Medikamentenmissbrauch,
  • medizinische Experimente,
  • Isolationshaft,
  • Schwerstarbeit,
  • Entzug von Schlaf, Essen, Trinken, Liebe, Zuwendung, Freiheit, Bildung und Kultur,
  • sexuelle Gewalt in allen widerwärtigen, krankmachenden Facetten,
  • psychische Quälereien…

Die Liste könnte fast beliebig weiter geführt werden.

Insgesamt sind wenigstens 800.000 Opfer zu beklagen – und dies ist eine eher noch geschönte Zahl. Die zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen, die behinderten Jungen und Mädchen, Frauen und Männer, die Säuglinge und Kleinkinder, die unendlich gequält wurden, sind nicht mit eingerechnet. Auch die alten Menschen in den Heimen fallen durchs Raster.

Für all diese Scheußlichkeiten zahlt die Katholische Kirche Deutschlands mal gerade 15 Millionen Euro in einen „Hilfsfonds ehemaliger Heimkinder“ und verkauft dies als Entschädigung. Im Durchschnitt bekommt jedes für sein Leben gezeichnete Opfer 5.000 Euro, was bedeutet, dass der Anteil der Katholischen Kirche pro Opfer bei sage und schreibe 850 Euro liegt.

Der Umbau der Bischofsresidenz von Limburg kostet, so stellt sich zwischenzeitlich heraus, fast 40 Millionen Euro, jener der Diözese Rottenburg reicht ebenso an diese Summe oder übersteigt sie gar noch, im Erzbistum München wird ein neues Ordinariat für ca. 130 Millionen Euro gebaut.

Müsste sich die Katholische Kirche Deutschlands ob dieser Diskrepanzen nicht in Grund und Boden schämen? Ist es nicht geradezu eine Ohrfeige für den Gekreuzigten, dass seine Kirche Millionenbeträge hortet (nach ersten Offenlegungen sind das z.B.: München 27,6 Millionen/Hamburg 185 Millionen/Speyer 46,5 Millionen/Limburg 100 Millionen/Köln 130 Millionen – das macht ein Gesamtvermögen von 359,1 Millionen Euro bei gerade mal vier deutschen Bistümer!), diese Gelder dann für Luxus und Geprotze aus dem Fenster wirft und für ihre eigenen Opfer lediglich Almosen bereit hält?

Wir bitten Sie inständig:

  • Unterstützen Sie unseren Kampf um eine gerechte Entschädigung für alle ehemaligen Heimkinder!
  • Rufen Sie Ihre Glaubensbrüder in Deutschland auf, arm für die Ärmsten zu werden!
  • Bitten Sie sie, arm für die Opfer Ihrer eigenen Kirche zu werden!
  • Appellieren Sie an die Leiter der Katholischen Kirche Deutschlands, sich von einem Teil ihrer Millionen zu trennen, um den Opfern eben dieser Kirche einen würdigen Lebensabend außerhalb einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen!
  • Setzen Sie sich dafür ein, den unter den Dächern der Katholischen Kirche Deutschlands geschändeten, geschundenen, zusammengeschlagenen, psychisch und sexuell vernichteten Menschen eine echte Entschädigung zu zahlen.

Wir haben die große Hochachtung vor den von Ihnen geäußerten Ansichten, um derentwillen wir uns an Sie richten in der Hoffnung, dass Sie sich für uns einsetzen und verwenden mögen. Denn wir sind der festen Überzeugung, dass die Katholische Kirche Deutschlands es den Überlebenden ihrer Kinderheimhöllen schuldig ist, auf unsere Forderungen einzugehen.

Hochachtungsvoll

Dirk Friedrich, Vorstand
Heidi Dettinger, Vorstand

Im Namen des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

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2-Klassen-System auch bei ehemaligen Heimkindern

Nun ist es also amtlich:
Es gibt 2 Klassen von Ehemaligen:
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ nunmehr errichtet werden kann.

In der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 16. Juni 2016 wurde eine Lösung zu den zuletzt noch offenen Fragen gefunden.

Betroffene, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (BRD) bzw. bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch Folgewirkungen haben, sollen eine pauschale Geldleistung in Höhe von 9.000 Euro erhalten. Sofern Betroffene Arbeit in erheblichem Umfang ohne Einzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen geleistet haben, sollen sie abhängig von der Dauer der Arbeit zusätzlich eine Rentenersatzleistung in Höhe von 3.000 Euro bzw. 5.000 Euro erhalten.

Die Stiftung soll zum 1. Januar 2017 starten, so dass Anmeldungen ab diesem Zeitpunkt erfolgen können.

Um Sie über den weiteren Verfahrensgang und Einzelheiten zu informieren, möchte die Arbeitsgruppe bestehend aus Bund, Ländern und Kirchen Sie gerne zu einem weiteren Gespräch einladen. Sofern Sie daran teilnehmen wollen, bitte ich Sie, sich dafür vorsorglich

Freitag, den 15. Juli 2016, 15:30 Uhr – 16:30 Uhr,
Ort: Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin
vorzumerken.

Eine Einladung mit genauen Angaben wird Ihnen noch übermittelt.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag Salma Belkadi
_________________
Referat SER 3
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Rochusstrasse 1
53123 Bonn
Tel: +49 (0)228 99 527-3522
Telefax: 0228 99 527-3078
E-Mail (pers.): salma.belkadi@bmas.bund.de
E-Mail: SER3@bmas.bund.de
Internet: http://www.bmas.bund.de

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Die Linke fragt, der LWL antwortet

2016-05-27_Antwort_Hilfsfonds_ehemalige_Heimkinder

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KEINE ZWANGSARBEIT…?

Es gibt mal wieder ein neues Forschungsvorhaben, eine neue Erhebung, neue Fragen. Diesmal zur

Arbeitsverpflichtungen von Kindern und Jugendlichen in den Jugendhilfeeinrichtungen der DDR

Auffällig ist bei der Beschreibung des Projektes, dass das Wort ZWANGSARBEIT wieder einmal vorsichtig vermieden wird. Gefragt wird vielmehr “ob und in welcher Form es in Einrichtungen der Jugendhilfe der DDR zu unverhältnismäßigen Arbeitsverpflichtungen gekommen ist”.

Die Ostbeauftragte Gleicke jedenfalls ruft zur Teilnahme auf.

Wer gewinnt bei einer solchen Erhebung? Schwer zu sagen… Spötter meinen: auf jeden Fall die, die sich hier einen Posten verschafft haben. Ob Ehemalige von diesem Projekt profitieren, bleibt abzuwarten. 

Wir veröffentlichen hier mal den kompletten Fragebogen in einzelnen PDF-Dateien.

Download (PDF, 69KB)

Download (PDF, 82KB)

Download (PDF, 143KB)

Download (PDF, 41KB)

Download (PDF, 41KB)

Wer sich über das Institut schlau machen will, kann dies hier tun.

800kinderheim02

Auf jeden Fall interessant ist der Heimatlas der DDR, in dem man wahrscheinlich alle Heime finden kann. Er ist gut aufgearbeitet und sehr intuitiv gestaltet.

 

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VEH e.V. – Sektion Bayern

An alle ehemaligen Heimkinder im Raum Bayern

unser Mitglied Gabriela (selbst ehemaliges Heimkind) möchte gern in Bayern ein “Sektion Bayern” des VEH e.V. ins Leben rufen und wir unterstützen sie gern dabei.

Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich doch bitte bei ihr.

Hier ihr Aufruf an alle Ehemaligen aus dem Raum Bayern:

VEH e.V. – Sektion Bayern
Wir rufen alle ehemaligen Heimkinder im gesamten Raum Bayern auf, sich zu beteiligen. Hier können wir uns austauschen, unterstützen oder einfach kennenlernen.
Ansprechpartnerin: Gabriela
E-Mail: VEH-Bayern@kabelmail.de

In diesem Sinne!
Mit freundlichem Gruß

Heidi Dettinger
Verein ehemaliger Heimkinder e.V., Vorstand

PS: Dieser Aufruf darf auch gern an Nicht-Mitglieder weiter gegeben werden!

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08.09.2015: Demo in Hannover

Wir wollen, was uns zusteht: Eine angemessene Entschädigung!

Friedliche Demo ehemaliger Heimkinder vor dem evangelischen Landeskirchenamt in Hannover, Rote Reihe 6, 10:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr.

Wir hoffen auf rege Beteiligung und schön große, ausdrucksstarke mitgebrachte Transparente!

karte rothe reihe

Noch Fragen? Bitte melden bei
Walter Hans, Tel.: 04102-31547

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EuGMR: O’Keeffe gegen Irland

Inzwischen liegt dieses wichtige Urteil auch in Deutsch vor!

Download (PDF, 277KB)

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Man lese und staune: Zölibat und Kindesmissbrauch in Australien

In einem wegweisenden Report sagt die Katholische Kirche Australiens, das Zölibat von Priestern und Geistlichen trugen bei zu jahrzehntelangem sexuellem Missbrauch von Kindern.

  • In dem Bericht des „Rates für Wahrheit, Gerechtigkeit und Heilung“ heißt es: „das obligatorische Zölibat“ könnte die Ursache sein, dass Priester Tausende von Kindern missbraucht haben
  • Die Kirche muss jetzt prüfen, „wie Individuen … gesund bleiben können und nicht aus einem dysfunktionalen Selbstgefühl heraus zu handeln beginnen“
  • Das Zölibat war vielleicht eine weitere und unerträgliche Belastung“ für einige Priester, die dann zu Kinderschändern wurden
  • Allerdings besagt eine aktuelle Studie aus den USA, dass das Zölibat nicht für den Missbrauch verantwortlich gemacht werden kann.

(John Carney, Daily Mail Australia, 11. Dezember 2014)

Ein neuer, wegweisender Bericht hat dargelegt, dass das Keuschheitsgelübde katholischer Priester als wesentlicher Faktor zu dem jahrelangen Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche zu sehen sei.

Herausgegeben vom „Rat für Wahrheit, Gerechtigkeit und Heilung“ der Katholischen Kirche Australiens sagt aus, dass der „obligatorische Zölibat“ Priester dazu gebracht hat, Tausende von Kindern sexuell zu missbrauchen und dass Priester dringend ein psycho-sexuelles Entwicklungstraining benötigen.

Der Ratsvorsitzende Francis Sullivan teilte The Australien (Australische Tageszeitung, H.D.) mit, dass die Kirche jetzt untersuchen muss, „wie Individuen, die sich für ein zölibatäres Leben entschieden haben, gesund bleiben können und nicht aus einem dysfunktionalen Selbstgefühl heraus zu handeln beginnen“.

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„Wir müssen uns fragen, ob das Zölibat zu einer zusätzlichen und unerträglichen Belastung für einige wurde“, sagte er.

„Das bedeutet nicht, dass das Zölibat ausgerottet werden muss – lassen Sie uns die Kirche nicht auf den Kopf stellen – aber wir sagen, dass eine ehrliche und offene Diskussion über die Zukunft ohne eine ehrliche und offene Diskussion über das Zölibat nicht möglich ist. Wir setzen den Zölibat auf die Tagesordnung.“

Katholizismus ist die wichtigste Religion in Australien. Es ist einzigartig unter den großen christlichen Kirchen, dass Priester und religiöse Führer ein Zölibatsgelübde ablegen und auf Sex ganz verzichten müssen.

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In dem Bericht werden die Kultur von Gehorsam und geschlossenen Umgebungen und auch die Art der Auswahl von potenzielle Kandidaten für den Klerus identifiziert als eine potenzielle Quelle gehäuften Vorkommens von Missbrauch in einigen Orden und Diözesen genannt.

Der „Rat für Wahrheit, Gerechtigkeit und Heilung“ umfasst die Erzbischöfe von Melbourne, Brisbane, Perth, Canberra und Adelaide und seine Ergebnisse stehen in Kontrast zu einer aktuellen US-Studie, die besagt, dass der Zölibat nicht für den Missbrauch verantwortlich gemacht werden kann.

Es war eine radikale Abkehr von den Ergebnisse der fünfjährigen Studie „Ursachen und Kontext des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch katholische Priester in den Vereinigten Staaten 1950-2010“, berichtet The Australian.

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Dieser Bericht wurde der US-Konferenz der katholischen Bischöfe im Jahr 2011 vorgestellt.

„Es ist nicht klar, warum das Engagement für oder der Zustand der ehelosen Keuschheit als Ursache für den stetigen Anstieg der Häufigkeit von sexuellem Missbrauch gesehen werden sollte,“ so der (US-amerikanische, H.D.) Bericht.

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(Übersetzung: Heidi Dettinger)
Link zum englischen Original

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