Freiwillige Befragung zu den Wirkungen des “Fonds Heimerziehung!

Stichprobenartig werden von dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz GmbH Fragebogen an ehemalige Heimkinder verschickt, um sich zu ihren Erfahrungen mit dem “Fonds Heimerziehung” zu äußern.

Wir möchten allen, die diese Fragebogen bekommen, anraten, sich auch zu dem Interview zu melden, da der Fragebogen wenig Möglichkeiten erkennen lässt, sich wirklich kritisch zu äußern! Im Interview hingegen wäre es möglich, eine massive Kritik an die Adresse des Instituts zu bringen. Auf Wunsch beraten wir Interview-Willige gern!

Der Fragebogen selbst ist in der Formulierung bevormundend und paternalistisch und nimmt die Befragten nicht als Persönlichkeiten ernst.

Hier einige Beispiele:

Teil 3: Fragen 9: “Meine Geschichte wird gehört und beachtet.”, “Man nimmt mich ernst und bringt mir Vertrauen entgegen”, “Mein Leid erfährt Anerkennung”, “Ich bekomme eine Entschuldigung”..
Den Nachfolgeorganisationen (z.B. LWL, LVR, Diakonie, Caritas usw.) der damals Verantwortlichen bzw. Täterorganisationen steht es allerdings nicht zu, Gehör zu schenken, ernst zu nehmen, Vertrauen entgegenzubringen, Anerkennung zu geben, eine Entschuldigung zu geben. Sie sollten sich für ihre damals verantwortlichen Vorgänger schämen und zahlen!. Dies ist eine perfide Rollenumkehrung.

Zu Seite 4: “Ich kann verweigerte Bildungs- und Entwicklungschancen nachholen”
Mit den dürftigen Sachleistungen kann niemand ein Studium nachholen.

Zu Seite 11: “Hilfe für Aufarbeitung, Befriedung und ein selbstbestimmtes Leben”
Mit den dürftigen Sachleistungen kann man nicht die Basis eines selbstbestimmten Lebens anlegen.

Zu Seite 13: “Ich konnte nachvollziehen, warum bestimmte Entscheidungen an biographisch wichtigen Punkten getroffen wurden”
Nachvollziehen heißt in diesem Zusammenhang auch verstehen und lässt eine Entschuldung der Täter durch die Opfer anklingen.

Diese immanente Perfidie des Fonds kommt in diesem Fragebogen nicht ansatzweise zur Sprache – das jedoch könnte und sollte man in einem Interview sehr deutlich machen!

Hier der komplette Fragebogen. Zum Öffnen bitte anklicken:

Fragebogen des Instituts für Sozialforschung Mainz zum Fonds Heimkinder

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Stiftung “Anerkennung und Hilfe”

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Zum Öffnen bitte klicken

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2-Klassen-System auch bei ehemaligen Heimkindern

Nun ist es also amtlich:
Es gibt 2 Klassen von Ehemaligen:
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ nunmehr errichtet werden kann.

In der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 16. Juni 2016 wurde eine Lösung zu den zuletzt noch offenen Fragen gefunden.

Betroffene, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (BRD) bzw. bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch Folgewirkungen haben, sollen eine pauschale Geldleistung in Höhe von 9.000 Euro erhalten. Sofern Betroffene Arbeit in erheblichem Umfang ohne Einzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen geleistet haben, sollen sie abhängig von der Dauer der Arbeit zusätzlich eine Rentenersatzleistung in Höhe von 3.000 Euro bzw. 5.000 Euro erhalten.

Die Stiftung soll zum 1. Januar 2017 starten, so dass Anmeldungen ab diesem Zeitpunkt erfolgen können.

Um Sie über den weiteren Verfahrensgang und Einzelheiten zu informieren, möchte die Arbeitsgruppe bestehend aus Bund, Ländern und Kirchen Sie gerne zu einem weiteren Gespräch einladen. Sofern Sie daran teilnehmen wollen, bitte ich Sie, sich dafür vorsorglich

Freitag, den 15. Juli 2016, 15:30 Uhr – 16:30 Uhr,
Ort: Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin
vorzumerken.

Eine Einladung mit genauen Angaben wird Ihnen noch übermittelt.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag Salma Belkadi
_________________
Referat SER 3
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Rochusstrasse 1
53123 Bonn
Tel: +49 (0)228 99 527-3522
Telefax: 0228 99 527-3078
E-Mail (pers.): salma.belkadi@bmas.bund.de
E-Mail: SER3@bmas.bund.de
Internet: http://www.bmas.bund.de

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Die Linke fragt, der LWL antwortet

2016-05-27_Antwort_Hilfsfonds_ehemalige_Heimkinder

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Fonds für Ehemalige aus Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie

Man lese und staune: und es gibt sie doch! Zwei Klassen von ehemaligen Heimkindern, nämlich!

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Petiton zur Entfristung des Fonds

Am 11.11.2014 schrieb der VEH e.V. folgende Petition an den Bundestag:

Petition Text
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Fonds Heimerziehung (Ost wie West) entfristet wird und Anmeldungen sowie Zahlungen für ehemalige Heimkinder damit wieder möglich werden.

Begründung:
In der Zeit von 1949 bis 1975 lebten etwa 700.000 bis 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen in der Bundesrepublik Deutschland. Andere Schätzungen sprechen von 800.000 bis 1.000.000 Personen. Hinzu kamen Kinder und Jugendliche, die über einen längeren oder kürzeren Zeitraum in der Psychiatrie eingesperrt waren und tausende von Kindern in Einrichtungen für Behinderte.

Dieser Zahl entspricht eine geschätzten Zahl von 270.000 Kindern und Jugendlichen, die gezwungen waren, in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen in der ehemaligen DDR zu leben.

Der Heimaufenthalt war vielfach von traumatisierenden Lebens- und Erziehungsverhältnissen geprägt: Misshandlungen, sexuelle Gewalt, Zwangsarbeit, Bildungsentzug waren systembedingt und an der Tagesordnung.

Wem während der Heimunterbringung im vorgenannten Zeitraum in der Bundesrepublik Deutschland bzw. in den Heimen der ehemaligen DDR Unrecht und Leid zugefügt wurde, das heute noch zu Beeinträchtigungen führt, „kann Unterstützung“ gewährt werden.

Aus einer Übereinkunft von Bund, westdeutschen Bundesländern und Kirchen ist der Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ hervorgegangen, der zum 1. Januar 2012 errichtet wurde.

Der Fonds „Heimerziehung Ost“, zuständig für Menschen, die in den Heimen der ehemaligen DDR ein ähnliches Schicksal wie in Westdeutschland erlitten, wurde erst zum 01.07.2012 eingerichtet, ist aber bereits seit dem 30.09.2014 für Neuanmeldungen geschlossen.

Die Anmeldefrist für ehemalige Heimkinder beim Fonds West war bis zum 31.12.2014 befristet, auch diese Frist ist also demnächst abgelaufen, obwohl:

  1. davon ausgegangen werden kann, dass lediglich etwa 1 – 2 % der Anspruchsberechtigten West und weniger als 10 % der Anspruchsberechtigten Ost sich bislang überhaupt bei einer der Anlauf- und Beratungsstellen gemeldet haben;
  2. der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auch heute noch täglich Anrufe von Ehemaligen bekommt, die noch nie von diesem Fonds und dessen (wenn auch eingeschränkten) Möglichkeiten erfahren haben;
  3. sich auf Grund weiterer Auswertungen von Akten und Unterlagen neue Tatsachen (u.a. auch zu dem festgelegten Zeitfenster 1949 – 1975 Fonds West) ergeben können und tatsächlich ergeben, aus denen sich Ansprüche ableiten lassen;
  4. es nie eine ausreichende Bekanntmachung der Möglichkeiten der Inanspruchnahme des Fonds gegeben hat;
  5. es sattsam bekannt ist, dass viele ehemalige Heimkinder es erst nach langer Zeit überhaupt wagen, den Verein, eine Behörde oder Anlauf- und Beratungsstelle aufzusuchen, selbst wenn sie von dem Fonds gehört oder gelesen haben;
  6. die Namen der ehemaligen Heimkinder, die aus den unterschiedlichen Gründen in Heime der ehemaligen DDR eingewiesen wurden, den entsprechenden Behörden vorliegen, diese jedoch eine Benachrichtigung der Personengruppe aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ verweigert;
  7. es nicht mit dem Grundsatz zu vereinbaren ist, nach dem alle Menschen gleich seien und ihnen demnach die gleichen Möglichkeiten offen stehen müssen. Es kann und darf nicht sein, dass, wer erst nach dem 30.09.2014 (Ost) bzw. dem 31.12.2014 (West) von dem Fonds erfahren oder die Kraft gefunden hat, sich an diesen zu wenden, einfach leer ausgeht.

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Einige Zeit später bekamen wir die Nachricht, dass die Petition nicht online gestellt werde, da es sich um die Petition einer Gruppe (VEH e.V.) handele.

Vor einem Monat erreichte uns dieses Schreiben:

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Endlich mal öffentlich: Handbuch der Verfahrensregelungen

Geschäftsstelle Fonds Heimerziehung, Handbuch über die geltenden Verfahrensregelungen des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ und des Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“-

Dank eines findigen Ehemaligen können wir endlich mal das gesamte Handbuch hier vorstellen. Warum das nicht auf der Seite des “Fonds Heimerziehung” zu finden ist, bleibt wohl ein Rätsel.

Unser Informant schreibt dazu:
“Da wurde ja auch beschlossen, dass nur noch Härtefälle in der Geschäftsstelle, die kurz vor dem Tode stehen, bearbeitet werden. (…)
Da wirst Du noch so einiges finden, was uns verschwiegen wird.
Kannst du dort nachlesen, wenn der Sachbearbeiter aus der Anlaufstelle einen groben Fehler macht, geht die ganze Vereinbarung wieder zurück und mann kommt wieder nach hinten auf die Warteliste. Das ist ja der Hammer!
Und dann noch etwas steht dort, man kann 80% einer Kaufsumme im voraus bekommen.
Dies wird alles verschwiegen, fragt sich nur warum.
Geht doch auch überhaupt nicht, dass die Betroffenen bei den Auszahlungsmodalitäten kriminalisiert werden. Das ist rechtlich nicht korrekt.
Schau Dir mal die Vereinbarung an, die wir unterschreiben. Dort unterschreiben wir quasi nur für die Auszahlung von 10.000 Euro. Wir unterschreiben nicht dafür, dass wir die Ausgaben von den 10.000  Euro belegen müssen.
Das haben die geschickt gemacht, da kommt man auch nicht so schnell drauf.
Wenn man das okay von der Geschäftsstelle hat, also alle Prüfungen stattgefunden haben, könnte man mit dieser Vereinbarung, die durch die Unterschriften eine Rechtswirkung erlangen, darauf bestehen dass die komplette Summe ausgezahlt wird.
Die ganzen Regelungen mit Belegen etc. werden ja nur aussvertraglich (sic) kommuniziert, tatsächlich sind sie rechtlich am Ende aber nicht haltbar.
Genau aus diesem Grunde, unterschreibt man in der Vereinbarung nur die 10.000 euro, die man für dies oder jenes verwenden wird, mehr nicht.”

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Anlaufstelle Köln: Attest über baldigen Tod gefordert

Sehr geehrte Frau Ministerin,

am 17.11.2014 stellte Herr Rudolf S., ehemaliges Heimkind, einen Antrag auf Leistungen bei der Anlauf- und Beratungsstelle des LVR in Köln. Seine Beraterin war Frau Laura Schröder. Herr S. ist schwerbehindert und nicht in der Lage, das Haus zu verlassen. Auf Anfrage reichte er die verlangten Unterlagen (Beweis des Heimaufenthaltes, Versicherungsverlauf, Kopie des Schwerbehindertenausweises und Nachweis über die Pflegestufe III) ein.

Als er Ende November 2014 bei der Anlauf- und Beratungsstelle anrief und um Inanspruchnahme der Härtefallregelung bat, da sein Gesundheitszustand bedrohlich ist, wurde ihm unwirsch und unwillig geantwortet, dass, falls er eine bevorzugte Behandlung wünsche, er ein ärztliches Attest über seinen baldigen Tod vorlegen müsse.

Sie können sich sicher vorstellen, welch eine Erniedrigung und unerträgliche Zumutung dies für Herrn S. bedeutet!

Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. schließt sich voll und ganz der Meinung von Herrn S. an. Diese Mitteilung ist unerträglich und hätte niemals erfolgen dürfen. Unserer Meinung nach sind die MitarbeiterInnen der Anlauf- und Beratungsstellen gehalten, den ehemaligen Heimkindern zu helfen und nicht, sie zusätzlich zu traumatisieren, zu verstören und – wie im vorliegenden Fall – absolut menschenverachtend zu behandeln.

Wir sind daher der Überzeugung, dass Sie, Frau Ministerin, gerufen sind, sich einzuschalten, den Vorgang zu prüfen, die Anlauf- und Beratungsstellen-Mitarbeiterin, Frau Schröder auf ihr unakzeptables, krudes und menschenverachtendes Vorgehen anzusprechen und sich dafür einzusetzen, dass Herr S. (dessen schwere Erkrankung durch seine, der Anlauf- und Beratungsstelle vorliegenden Papiere, eindeutig hervorgeht) unverzüglich als Härtefall anerkannt und sein Anliegen bevorzugt bearbeitet wird.

Wir sind außerdem der Meinung, dass Frau Schröder sich sehr zügig und persönlich bei Herrn S. entschuldigen muss.

Es muss einfach sicher gestellt sein, dass ehemaligen Heimkinder, nach dem anerkannt schrecklichen Leid, welches sie als Kinder und Jugendliche erlitten und welches ihre Biografie zerstört, sie krank an Körper und Seele zurück ließ, nicht auch noch an den Stellen, die ins Leben gerufen wurden, um ihnen wenigsten etwas zu helfen, mit einer derartigen Verachtung begegnet werden darf!

In der Hoffnung auf eine baldige Bearbeitung dieser unsäglichen Angelegenheit sehen wir Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichem Gruß
Verein ehemaliger Heimkinder e.V., Vorstand

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Entfristung der Fonds Heimerziehung Ost und West

Anfrage an den Deutschen Bundestag

In der Zeit von 1949 bis 1975 lebten etwa 700.000 bis 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen in der Bundesrepublik Deutschland (West). Andere Schätzungen sprechen von 800.000 bis 1.000.000 Personen. Hinzu kamen Kinder und Jugendliche, die über einen längeren oder kürzeren Zeitraum in der Psychiatrie eingesperrt waren und tausende von Kindern in Einrichtungen für Behinderte.

In der ehemaligen DDR (Ost) gab es bis 1989 – als geschätzte Zahl – 270.000 Kindern und Jugendlichen, die gezwungen waren in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen in der ehemaligen DDR zu leben.

Der Heimaufenthalt war vielfach von traumatisierenden Lebens- und Erziehungsverhältnissen geprägt: Misshandlungen, sexuelle Gewalt, Zwangsarbeit, Bildungsentzug waren systembedingt und an der Tagesordnung.

Wem während der Heimunterbringung im vorgenannten Zeitraum in der Bundesrepublik Deutschland bzw. in den Heimen der ehemaligen DDR Unrecht und Leid zugefügt wurde, das heute noch zu Beeinträchtigungen führt, kann Unterstützung gewährt werden.

Aus einer Übereinkunft von Bund, westdeutschen Bundesländern und Kirchen ist der Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ hervorgegangen, der zum 1. Januar 2012 errichtet wurde.

Der Fonds „Heimerziehung Ost“, zuständig für Menschen, die in den Heimen der ehemaligen DDR ein ähnliches Schicksal wie in Westdeutschland erlitten, wurde erst zum 01.07.2012 eingerichtet, ist aber bereits seit dem 30.09.2014 für Neuanmeldungen geschlossen.

Die Anmeldefrist für ehemalige Heimkinder beim Fonds West ist zum 31.12.2014 befristet, auch diese Frist läuft also demnächst aus.

Wie ist es überhaupt möglich, diese Fonds zu befristen obwohl:

  1. Davon ausgegangen werden kann, dass lediglich etwa 1 – 2 % der Anspruchsberechtigten West und weniger als 10 % der Anspruchsberechtigten Ost sich bislang überhaupt bei einer der Anlauf- und Beratungsstellen gemeldet haben.
  1. Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auch heute noch täglich Anrufe von Ehemaligen bekommt, die noch nie von diesem Fonds und dessen (wenn auch eingeschränkten) Möglichkeiten erfahren haben.
  1. Sich auf Grund neuer Erkenntnisse für Einzelne sowie weiteren Auswertungen von Akten und Unterlagen neue Tatsachen (u.a. auch zu dem festgelegten Zeitfenster 1949 – 1975 Fonds West) ergeben können und tatsächlich ergeben, aus denen sich Ansprüche ableiten lassen.
  1. Es nie eine ausreichende öffentliche Bekanntmachung der Möglichkeiten der Inanspruchnahme des Fonds gegeben hat.
  1. Es sattsam bekannt ist, dass viele ehemalige Heimkinder es erst nach langer Zeit überhaupt wagen, den Verein, eine Behörde oder Anlauf- und Beratungsstelle aufzusuchen, selbst wenn sie von dem Fonds gehört oder gelesen haben.
  1. Die Namen der ehemaligen Heimkinder, die aus den unterschiedlichen Gründen in Heime der ehemaligen DDR eingewiesen wurden, den entsprechenden Behörden vorliegen, diese jedoch eine Benachrichtigung der Personengruppe aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ verweigert.
  1. Dies nicht mit dem Grundsatz zu vereinbaren ist, dass alle Menschen gleich seien und ihnen die gleichen Möglichkeiten offenstehen müssen. Es kann und darf nicht sein, dass „wer zu spät kommt, halt Pech gehabt hat“ und wer erst nach dem 30.09.2014 (Ost) bzw. dem 31.12.2014 (West) von dem Fonds erfahren hat oder die Kraft findet, sich an diesen zu wenden, einfach leer ausgeht.

Wieder einmal ausgeschlossen, wieder einmal an die Seite gestellt.

Aus o.g. Fragen und Gründen ergeben sich für uns nur folgende Möglichkeiten:

  • Der Fonds West wie Ost muss entfristet werden.
  • Anmeldungen im Osten Deutschlands müssen wieder ermöglicht werden.
  • Zahlungen müssen drastisch aufgestockt werden.

Nach unserer Meinung dient die Befristung des Fonds nur dem Zweck, Geld zu sparen und trägt der täglichen Lebensrealität ehemaliger Heimkinder, denen er ja angeblich dienen soll, keinerlei Rechnung.

VEH – Heidi Dettinger / Dirk Friedrich – DIE LINKE – 13.11.2014

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Ein erster Erfolg II

Finanzielle Beteiligung des LVR an der Aufstockung des Fonds „Heimerziehung West” 

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