!!! BETROFFENE GESUCHT !!!

Für das Nachrichtenmagazin Aktuelle Stunde im WDR Fernsehen berichte ich seit dem vergangenen Herbst über Medikamentenversuche und –missbräuche, die Kinder in Heimen, Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen in der Nachkriegszeit erleiden mussten. Bei meinen Recherchen und Gesprächen mit Experten ist immer wieder die Frage nach einer angemessenen Aufarbeitung, Aufklärung und Entschädigung für Betroffene aufgekommen. Politik und Behörden verweisen dazu neuerdings auf die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“, die Anfang des Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat.

Ich möchte nun gern herausfinden, wie die Stiftung arbeitet, wie die Anlaufstellen auf die Betroffenen eingehen, welche Hilfsangebote sie leisten und wie das Prozedere im Allgemeinen abläuft. Dafür bin ich nun auf der Suche nach einem Betroffenen aus NRW, der sich an die Stiftung wenden möchte, weil er in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Einrichtung der Behindertenhilfe in NRW Medikamentenversuche und –missbräuche erfahren hat.

Bevor wir Dreharbeiten anstoßen, würden selbstverständlich vertrauliche Gespräche stattfinden. Gemeinsam mit dem Betroffenen wird dann überlegt, wie ein Beitrag über die Erfahrungen in der Vergangenheit und die jetzige Aufarbeitung aussehen kann. Erst dann würden wir ein Interview führen und weitere Dreharbeiten planen. Denkbar wäre etwa der gemeinsame Besuch bei der Anlaufstelle der Stiftung.

Über Rückmeldungen von Betroffenen oder Hinweise auf weitere Ansprechpartner würde ich mich sehr freuen: carolyn.wissing@fm.wdr.de

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In eigener Sache

Heute war ein ereignisreicher Tag der eine Menge Kraft und Konzentration gekostet hat!

Ein ZDF-Kamerateam der Sendung “mona lisa” zeichnete bei mir Zuhause auf. Das Thema war der Skandal um die Menschenrechtsverletzungen durch Medikamententests und der Missbrauch von Psychopharmaka in der Behindertenhilfe, wie auch in den Einrichtungen der Psychiatrien und der “normalen” Kinderheimen. Die sträfliche Ignoranz des RUNDEN TISCH-HEIMERZIEHUNG unter Frau Vollmer, der diese Verbrechen an der Menschenwürde großzügig unter den RT kehrte. Die Ergebnisse der Aufzeichnungen werden demnächst in einer Sendung von “mona lisa” öffentlich.

ML_Mona_Lisa

Ich kann nur hoffen, das diese Sendung den betroffenen Ehemaligen, ein wenig Genugtuung bringen wird!

Das wir, der VEH, am Thema bleiben und unser möglichstes tun, um Licht in diese Verbrechen zu bringen, steht außer Zweifel. Wir wollen Ergebnisse sehen!

Tatsächlich, dessen sollte man sich aber bewusst sein, stehen wir erst am Anfang der Aufklärung und Aufarbeitung. Viele Unterlagen sind noch nicht gesichtet und eingeordnet.

Die Pharmaindustrie, die Nachfolger der Organisationen und Heiminstitutionen sind aufgefordert die Verantwortung für diese Verbrechen zu übernehmen! Noch wird “verniedlicht” und “klein gehalten”. Doch damit werden wir uns nicht zufrieden geben!

Das schlimme Kapitel, das ungebremst aus der verbrecherischen Nazizeit in den damaligen Neuanfang der entstehenden Bundesrepublik übernommen wurde, muss von allen Seiten beleuchtet werden. Zu fragen ist, wie es möglich war, das keine Kontrolle und/oder Heimaufsicht tätig geworden ist. Das noch Jahrzehnte nach dem Naziregime die Pharmaindustrie und die verantwortlichen Ärzte und Heimleitungen diese Verbrechen an wehrlosen Babys, Kleinkindern und Heranwachsenden verüben durften. – Punktum! – Wir bleiben am Thema!

Dirk Friedrich – VEH-Vorsitzender

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Geschlossene Heime sind einfach nur falsch!

Heidi Dettinger: “Geschlossene Heime sind einfach nur falsch!”

Posted on October 1 2016

ob_5e9a03_dettingerIm Rahmen meiner Arbeit in der “Freien Arbeitsgruppe JHH 2006”, eine 9-köpfige Opferinitiative behinderter Kleinkinder und Kinder in Volmarstein, bin ich schriftlich oder virtuell einigen interessanten Persönlichkeiten begegnet. Heidi Dettinger vom “Verein ehemaliger Heimkinder e. V.” hat an der Demonstration gegen die Verleihung der Hans-Ehrenberg-Plakette in Bochum teilgenommen. Eine meiner Assistentinnen interviewte sie per Filmkamera. Jetzt ist es endlich Zeit, diese Persönlichkeit vorzustellen.

Heidi Dettinger, Sie gehören zum „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ (VeH). Was trieb Sie dorthin?

Ich bin selber ehemaliges Heimkind mit Jahrzehnte langer Verdrängungsgeschichte. Aber das klappt offensichtlich nicht ein ganzes Leben lang und als ich anfing, mich mit diesem Teil meiner Geschichte auseinander zu setzen, brauchte ich dringend Verbündete. Nach einiger Sucherei fand ich dann den Verein.

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2-Klassen-System auch bei ehemaligen Heimkindern

Nun ist es also amtlich:
Es gibt 2 Klassen von Ehemaligen:
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ nunmehr errichtet werden kann.

In der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 16. Juni 2016 wurde eine Lösung zu den zuletzt noch offenen Fragen gefunden.

Betroffene, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (BRD) bzw. bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch Folgewirkungen haben, sollen eine pauschale Geldleistung in Höhe von 9.000 Euro erhalten. Sofern Betroffene Arbeit in erheblichem Umfang ohne Einzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen geleistet haben, sollen sie abhängig von der Dauer der Arbeit zusätzlich eine Rentenersatzleistung in Höhe von 3.000 Euro bzw. 5.000 Euro erhalten.

Die Stiftung soll zum 1. Januar 2017 starten, so dass Anmeldungen ab diesem Zeitpunkt erfolgen können.

Um Sie über den weiteren Verfahrensgang und Einzelheiten zu informieren, möchte die Arbeitsgruppe bestehend aus Bund, Ländern und Kirchen Sie gerne zu einem weiteren Gespräch einladen. Sofern Sie daran teilnehmen wollen, bitte ich Sie, sich dafür vorsorglich

Freitag, den 15. Juli 2016, 15:30 Uhr – 16:30 Uhr,
Ort: Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin
vorzumerken.

Eine Einladung mit genauen Angaben wird Ihnen noch übermittelt.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag Salma Belkadi
_________________
Referat SER 3
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Rochusstrasse 1
53123 Bonn
Tel: +49 (0)228 99 527-3522
Telefax: 0228 99 527-3078
E-Mail (pers.): salma.belkadi@bmas.bund.de
E-Mail: SER3@bmas.bund.de
Internet: http://www.bmas.bund.de

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VEH e.V. – Sektion Bayern

An alle ehemaligen Heimkinder im Raum Bayern

unser Mitglied Gabriela (selbst ehemaliges Heimkind) möchte gern in Bayern ein “Sektion Bayern” des VEH e.V. ins Leben rufen und wir unterstützen sie gern dabei.

Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich doch bitte bei ihr.

Hier ihr Aufruf an alle Ehemaligen aus dem Raum Bayern:

VEH e.V. – Sektion Bayern
Wir rufen alle ehemaligen Heimkinder im gesamten Raum Bayern auf, sich zu beteiligen. Hier können wir uns austauschen, unterstützen oder einfach kennenlernen.
Ansprechpartnerin: Gabriela
E-Mail: VEH-Bayern@kabelmail.de

In diesem Sinne!
Mit freundlichem Gruß

Heidi Dettinger
Verein ehemaliger Heimkinder e.V., Vorstand

PS: Dieser Aufruf darf auch gern an Nicht-Mitglieder weiter gegeben werden!

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Demo in Hannover

Hier zwei Presseberichte von der Demo am 08.09.2015. Bitte auf die Artikel klicken, um sie zu vergrößern.

Download (PDF, 3.41MB)

Download (PDF, 9.43MB)

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Kreiskinderheim Neuhaus/Oste

Es werden ganz dringend ZeugInnen gesucht, die in in den Jahren von 1960 bis 1970 im

Kreiskinderheim Neuhaus/Oste

waren.

Außerdem werden noch Menschen gesucht, die in den Jahren 1966 – 1970 im

AWO Lehrlingswohnheim in Bremerhaven (heute: AWO Pflegeheim Villa Schocken) waren

Wer in der fraglichen Zeit in diesem Kinderheim oder dem Lehrlingswohnheim war bzw. Ehemalige kennt, die dort waren, möge sich bitte melden bei

Karl-Heinz Sokolow
Platz der Republik 50
42107 Wuppertal
Tel.: 0202-27278488
E-Mail: frauvonheute123@web.de

oder beim Vorstand des Vereins ehemalige Heimkinder e.V.

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Ehemalige Heimkinder gesucht

Dringend gesucht werden Ehemalige, die in den Jahren 1953 – 1963 in folgenden Heimen waren:

  • evangelisches Heim in Prisdorf bei Pinneberg
  • Johannes-Petersen-Heim in Volksdorf
  • Heime in Fünfhausen, Dibbersen, Eißendorfer Pferdeweg, Blankensee

Ebenso dringend werden Zeitzeugen aus den Jahren 1960 – 1969 aus folgenden Heimen gesucht:

  • Don-Bosco-Heim in Berlin-Wannsee (1960/61)
  • Kinderheim St. Hedwig, Sakrower Kirchweg 21, Berlin (1962/63)
  • katholisches Kinderheim St. Fridolin in Säckingen (1964)
  • Kinderheim Dominikus-Savio-Heim, Berlin (1967)

Sollten Sie in einem dieser Heime gewesen sein, oder jemanden kennen, der dort war, bitte wenden Sie sich an:

Frau Nicole Grimme
Tel.:  06872/ 50 500 27
Fax.: 06872/ 50 500 51
Mail: info@kanzlei-nieporte.de

oder

Rechtsanwalt Robert Nieporte.
Tel.: 0651/ 99 46 95 50
Fax.:0651/ 99 46 94 56
Mobil: 0170 77 54690
Mail: info@kanzlei-nieporte.de

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Petition ehemaliger Heimkinder – Zum Stand des Verfahrens

Die von BioSkop unterstützte Petition von Rolf-Michael Decker zur Aufarbeitung und Entschädigung der von Gewalt betroffenen ehemaligen Heimkinder (wurde) im Petitionsausschuss parteiübergreifend und einstimmig angenommen (…).

Darüber hinaus sind diese und ähnlich lautende Petitionen dem Bundesarbeitsministerium mit der Erwägung zugeleitet worden, einen Fonds für die früheren Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen einzurichten, da sie nach den Beschlüssen des “Runden Tisches Heimerziehung” noch nicht berücksichtigt worden sind. Schließlich sind die Petitionen auch den verschiedenen Länderparlamenten zugeleitet worden, da die Behindertenhilfe und psychiatrische Versorgung zum Aufgabengebiet der Bundesländer gehört. Sie müssen, so die Ansicht der Bundesbehöreden, auch ihren Teil zu dem Entschädigungsfonds beitragen.

Allein dies ist schon ein großer Erfolg, denn viele Gesuche von Bürgerinnen und Bürgern werden schon nach wenigen Wochen abschlägig beschieden. Doch es gibt noch viel zu tun.

Die zweite Forderung von Rolf-Michael Deckers Petition, die die Aufhebung der 30jährigen Frist zur Ahndung der Verbrechen an Heimkindern zum Inhalt hat, ist noch nicht entschieden. Sie ist aber auch nicht abgelehnt worden.

Wie das Abgeordnetenbüro von Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen) mitteilte, gehen die Beratungen zwischen Parlament und Justizministerium dahin, eine generelle Regelung zu erarbeiten, die Kinder mit Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von Heimen betrifft.

Wir können ergänzen, dass auch viele frühere Heimkinder noch gar nicht berücksichtigt sind. Viele der heute aktiven sind mit Falschgutachten eingewiesen worden – waren also nicht behindert oder schwachsinnig und daher unrechtmäßig weggesperrt.

Völlig unbekannt ist etwa die Zahl der ehemaligen Heimkinder und heutigen Erwachsenen, die seinerzeit wirklich schwer geistig und/oder körperlich behindert waren/sind, sich gegen Gewalt nicht wehren können, niemals die Einrichtungen verlassen konnten und von den Diskussionen und Entschädigungsregelungen nichts wissen.

Wie gesagt: Es gibt viel zu tun. Wir halten Sie/euch auf dem Laufenden.

Volker van der Locht, Essen

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Mitgliederversammlung 2015

Haus am Kurpark in Brilon, 13. und 14. Juni 2015

Welch ein schöner Ort für die spannende, Energie-geladene und höchst informative Mitgliederversammlung, bei der auch wieder einmal der persönliche Austausch nicht zu kurz kam!

Es war ein freudiges Wiedersehen vieler Mitglieder untereinander – kannte man sich doch bereits von der einen oder anderen Mitgliederversammlung in früheren Jahren. Aber auch die recht zahlreichen “Neuen” wurden herzlich begrüßt und in die Runde aufgenommen!

Mitgliederversammlung 2015

Mitgliederversammlung 2015

Unter anderem stand die Verabschiedung der beiden Vorsitzenden Dirk Friedrich und Heidi Dettinger, deren Amtszeit abgelaufen war, und eine entsprechende Neuwahl an.

Dirk Friedrich, den die Vorstandsarbeit über die Jahre hinweg doch arg belastet hat, kandidierte auf Drängen und zur Freude der Mitglieder wieder, allerdings nun als 2. Vorsitzender, wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl an. Heidi Dettinger wurde vorgeschlagen, als 1. Vorsitzende zu kandidieren. Auch sie wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl an. Eine Kontinuität der Vereinsarbeit ist somit gewährleistet.

Der Vorstand hofft, dass sich weiterhin viele Mitglieder an der Vereinsarbeit beteiligen und freut sich schon heute auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Wer näheres über die MV wissen möchte, kann sich im nächsten Rundbrief informieren oder sich an den Vorstand wenden, dessen Telefonnummern und E-Mail-Adressen auf der Homepage zu finden sind.

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