KEINE ZWANGSARBEIT…?

Es gibt mal wieder ein neues Forschungsvorhaben, eine neue Erhebung, neue Fragen. Diesmal zur

Arbeitsverpflichtungen von Kindern und Jugendlichen in den Jugendhilfeeinrichtungen der DDR

Auffällig ist bei der Beschreibung des Projektes, dass das Wort ZWANGSARBEIT wieder einmal vorsichtig vermieden wird. Gefragt wird vielmehr “ob und in welcher Form es in Einrichtungen der Jugendhilfe der DDR zu unverhältnismäßigen Arbeitsverpflichtungen gekommen ist”.

Die Ostbeauftragte Gleicke jedenfalls ruft zur Teilnahme auf.

Wer gewinnt bei einer solchen Erhebung? Schwer zu sagen… Spötter meinen: auf jeden Fall die, die sich hier einen Posten verschafft haben. Ob Ehemalige von diesem Projekt profitieren, bleibt abzuwarten. 

Wir veröffentlichen hier mal den kompletten Fragebogen in einzelnen PDF-Dateien.

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Wer sich über das Institut schlau machen will, kann dies hier tun.

800kinderheim02

Auf jeden Fall interessant ist der Heimatlas der DDR, in dem man wahrscheinlich alle Heime finden kann. Er ist gut aufgearbeitet und sehr intuitiv gestaltet.

 

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Fonds für Ehemalige aus Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie

Man lese und staune: und es gibt sie doch! Zwei Klassen von ehemaligen Heimkindern, nämlich!

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Demo in Hannover

Hier zwei Presseberichte von der Demo am 08.09.2015. Bitte auf die Artikel klicken, um sie zu vergrößern.

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Petiton zur Entfristung des Fonds

Am 11.11.2014 schrieb der VEH e.V. folgende Petition an den Bundestag:

Petition Text
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Fonds Heimerziehung (Ost wie West) entfristet wird und Anmeldungen sowie Zahlungen für ehemalige Heimkinder damit wieder möglich werden.

Begründung:
In der Zeit von 1949 bis 1975 lebten etwa 700.000 bis 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen in der Bundesrepublik Deutschland. Andere Schätzungen sprechen von 800.000 bis 1.000.000 Personen. Hinzu kamen Kinder und Jugendliche, die über einen längeren oder kürzeren Zeitraum in der Psychiatrie eingesperrt waren und tausende von Kindern in Einrichtungen für Behinderte.

Dieser Zahl entspricht eine geschätzten Zahl von 270.000 Kindern und Jugendlichen, die gezwungen waren, in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen in der ehemaligen DDR zu leben.

Der Heimaufenthalt war vielfach von traumatisierenden Lebens- und Erziehungsverhältnissen geprägt: Misshandlungen, sexuelle Gewalt, Zwangsarbeit, Bildungsentzug waren systembedingt und an der Tagesordnung.

Wem während der Heimunterbringung im vorgenannten Zeitraum in der Bundesrepublik Deutschland bzw. in den Heimen der ehemaligen DDR Unrecht und Leid zugefügt wurde, das heute noch zu Beeinträchtigungen führt, „kann Unterstützung“ gewährt werden.

Aus einer Übereinkunft von Bund, westdeutschen Bundesländern und Kirchen ist der Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ hervorgegangen, der zum 1. Januar 2012 errichtet wurde.

Der Fonds „Heimerziehung Ost“, zuständig für Menschen, die in den Heimen der ehemaligen DDR ein ähnliches Schicksal wie in Westdeutschland erlitten, wurde erst zum 01.07.2012 eingerichtet, ist aber bereits seit dem 30.09.2014 für Neuanmeldungen geschlossen.

Die Anmeldefrist für ehemalige Heimkinder beim Fonds West war bis zum 31.12.2014 befristet, auch diese Frist ist also demnächst abgelaufen, obwohl:

  1. davon ausgegangen werden kann, dass lediglich etwa 1 – 2 % der Anspruchsberechtigten West und weniger als 10 % der Anspruchsberechtigten Ost sich bislang überhaupt bei einer der Anlauf- und Beratungsstellen gemeldet haben;
  2. der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auch heute noch täglich Anrufe von Ehemaligen bekommt, die noch nie von diesem Fonds und dessen (wenn auch eingeschränkten) Möglichkeiten erfahren haben;
  3. sich auf Grund weiterer Auswertungen von Akten und Unterlagen neue Tatsachen (u.a. auch zu dem festgelegten Zeitfenster 1949 – 1975 Fonds West) ergeben können und tatsächlich ergeben, aus denen sich Ansprüche ableiten lassen;
  4. es nie eine ausreichende Bekanntmachung der Möglichkeiten der Inanspruchnahme des Fonds gegeben hat;
  5. es sattsam bekannt ist, dass viele ehemalige Heimkinder es erst nach langer Zeit überhaupt wagen, den Verein, eine Behörde oder Anlauf- und Beratungsstelle aufzusuchen, selbst wenn sie von dem Fonds gehört oder gelesen haben;
  6. die Namen der ehemaligen Heimkinder, die aus den unterschiedlichen Gründen in Heime der ehemaligen DDR eingewiesen wurden, den entsprechenden Behörden vorliegen, diese jedoch eine Benachrichtigung der Personengruppe aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ verweigert;
  7. es nicht mit dem Grundsatz zu vereinbaren ist, nach dem alle Menschen gleich seien und ihnen demnach die gleichen Möglichkeiten offen stehen müssen. Es kann und darf nicht sein, dass, wer erst nach dem 30.09.2014 (Ost) bzw. dem 31.12.2014 (West) von dem Fonds erfahren oder die Kraft gefunden hat, sich an diesen zu wenden, einfach leer ausgeht.

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Einige Zeit später bekamen wir die Nachricht, dass die Petition nicht online gestellt werde, da es sich um die Petition einer Gruppe (VEH e.V.) handele.

Vor einem Monat erreichte uns dieses Schreiben:

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Der Superbeschiss – Teil 2

Von Hannover geht eine wirklich gute Initiative aus: geklaute Löhne einfordern!

Sich auf unsere Berechnungen stützend (s. hier), schreiben ehemalige Heimkinder an die Landeskirche Hannover und fordern diese auf, die hinterzogenen Löhne samt Zinsen und Zinseszinsen zu überweisen.

Sollte die Landeskirche sich weigern, haben sie weitere Aktionen angekündigt.

“Die Zeit, mit Schrotkugeln in der Gegend rumzuballern”, sagte ein Betroffener und Mitinitiator der Aktion, “ist endgültig vorbei! Wir schießen jetzt nur noch mit Kanonen!”

Wir finden, dass ist ein nachahmenswerte Aktion!

Ein Beispiel-Anschreiben (für die, die sich unsicher sind, wie so etwas aussehen könnte):

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben mache ich den mir unrechtmäßiger Weise entzogenen Lohn geltend.

Begründung: 
Ich war von (Daten eingeben) bis (Daten eingeben) in dem/den Heim/en (Daten eingeben) und wurde dort gezwungen, 10 Stunden täglich, 6 Tage die Woche zu arbeiten. Einen Lohn für die von mir geleistete Arbeit habe ich nie erhalten.

Zur Berechnung des Lohnes:
s. beigefügtes Dokument (Ausdruck der Berechnungen hinzufügen oder eigene Berechnungen anstellen).

Ich bitte Sie, den mir geschuldeten Lohn auf mein Konto (Konto, BLZ, Bankname) baldmöglichst einzuzahlen. 

Sollte Sie die mir zustehende Zahlung verweigern, behalte ich mir selbstverständlich die Veröffentlichung Ihrer Ablehnung sowie weitere Schritte vor.

Mit freundlichem Gruß
(Name und Unterschrift)

Die schwarze Schrift jeweils durch eigene Angaben ersetzen!

 

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Klage gegen die Brüdergemeinde Korntal

Die folgenden, anonymisierten Informationen ließ uns der Kläger zukommen. Wir meinen, dass jeder weitere Kommentar überflüssig sei.

Wir wünschen dem Kläger viel Kraft und natürlich den größtmöglichen Erfolg in seiner Klage und werden auch weiterhin informieren!

landgericht

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“Unsere Menschenwürde wurde zertreten”

MÜNSTER. (hpd) In Zusammenarbeit mit der Partei DIE LINKE veranstaltete der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH) am 14. Juni 2014 im westfälischen Münster seine erste bundesweite Konferenz. Der VEH setzt sich für eine angemessene Entschädigung ehemaliger Heimkinder ein, die in den 1950er bis 1970er Jahren in deutschen Kinderheimen misshandelt und durch Zwangsarbeit ausgebeutet wurden.

“Wir reden hier über ungefähr 800.000 Betroffene in Westdeutschland und ungefähr 400.000 Betroffene in der ehemaligen DDR – das ist schon ’ne ganz schöne Hausnummer”, sagt die Zweite Vorsitzende des VEH Heidi Dettinger. Rund 75 Prozent der Heimkinder in Westdeutschland waren in Institutionen kirchlicher Trägerschaft, die übrigen 25 Prozent in staatlichen oder privaten Heimen untergebracht. In vielen der Einrichtungen war es üblich, Kinder unter Einsatz von körperlicher und psychischer Gewalt zu brechen, und ihnen durch Zwangsarbeit “eine Hinführung zur Arbeit zu ermöglichen”. De facto wurden die Kinder als billige Arbeitskräfte an Landwirtschaft und Industrie verliehen. Acht bis zehn Stunden täglich mussten sie in sengender Sonne Rüben zupfen oder das Wirtschaftswunder durch das Zusammenschrauben von Bauteilen befördern. Die Kinder sahen für ihre Arbeit nie einen Pfennig. Der Billiglohn floss direkt an die Heime und ihre Träger.

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Forderungskatalog des VEH e.V.

Als Sofortmaßnahmen fordern wir:

  1. Ausweitung der sogenannten Rentenersatzleistungen auf Kinder, die vor Vollendung des 14. Lebensjahres Zwangsarbeit leisten mussten.
  2. Zahlungen der uns gestohlenen und hinterzogenen Löhne nebst Zinsen.
  3. Sofortige Einstellung der Zahlungen von Sachleistungen – die dafür bereitgestellte Summe ist dem ehemaligen Heimkind direkt und ohne Vorlage von Kostenvoranschlägen, Quittungen und Belegen zu überweisen.
  4. Die Sicherung dieser Zahlungen, so dass sie unpfändbar sind.
  5. Die Verlängerung des Fonds Ehemalige Heimkinder über das Jahr 2014 hinaus.
  6. Regelmäßige, großformatige Anzeigen in überregionalen Medien, so dass die Informationen über den Fonds wirklich alle ehemaligen Heimkinder erreicht.
  7. Die Einbeziehung von Ehemaligen mit Behinderung, von Psychiatrisierten, von Säuglingen und Kleinkindern in die Gruppe derer, die vom Fonds partizipieren können.
  8. Eine „verwaltungsschlankere“ Lösung für den Fonds, die tatsächlich nicht nur die Auszahlungen beträchtlich beschleunigen würde, sondern auch sehr viel billiger wäre.
  9. Konkrete Aussagen dazu, was mit unseren in Anlaufstellen und Lenkungsausschüssen gesammelten persönlichen Daten geschieht.
  10. Regelmäßige Veröffentlichungen von Zahlen – Wie viele Menschen wurden beraten, wie viele haben Zahlungen in welcher Höhe erhalten – sowie Veröffentlichungen über die Arbeit der Ompudspersonen.
  11. Berücksichtigung ehemaliger Heimkinder beim Fonds Sexueller Kindesmissbrauch – auch dann, wenn Sie Gelder beim Fonds Ehemaliger Heimkinder beantragt haben. Bekanntermaßen schließt das eine (Zwangsarbeit etc.) das andere (sexuelle Gewalt) nicht aus.
    o
    Darüber hinaus fordern wir:
    o
  12. Klärung über den Verbleib von Sozialabgaben und Waisenrenten.
  13. Verzicht auf Verjährungseinrede bezüglich Schadensersatz und Lohnersatz.
  14. Zahlbarmachungsvorschrift für ehemalige Heimkinder analog dem Ghettorentengesetz. Denn auch wir mussten Zwangsarbeit für verschiedenste Industriebetriebe leisten – dasselbe gilt für landwirtschaftliche Betriebe.
  15. Die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Klärung der höchst zweifelhaften Vorgänge und Methoden, mit denen ehemalige Heimkinder am Runden Tisch Heimerziehung hintergangen wurden.

Als logische Konsequenz daraus fordern wir eine sachliche und ergebnisorientierte Auseinandersetzung – in Augenhöhe – mit den:

  • Industriebetrieben. Es ist hinlänglich bekannt und durch Zeugenaussagen und Gutachten belegt, dass Heimkinder umfangreich für noch heute bestehende Industriebetriebe arbeiteten.
  • Landwirtschaftlichen Betrieben. Auch hier ist aus Gutachten bekannt, dass Heimkinder umfangreiche Schwerstarbeit unter inhumanen Konditionen leisten mussten.
  • Krankenversicherungsträgern. In Gutachten festgehalten wird die Schädigung von bis zu 800.000 Opfern, mit erklecklichen Spätschäden. Die GKV hat eine Regressobliegenheit, die hier im Milliardenbereich liegt.

 

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Der Superbeschiss

Wir haben uns mal ein paar Überlegungen zu den schändlichen Zahlungen des “Hilfefonds ehemaliger Heimkinder” gemacht – und zu den Geldern, die wir als Kinder und Jugendliche Staat und Kirchen in die Kassen gespült haben. Mit unserer Arbeit!

Unter Zugrundelegung eines Hilfsarbeiterstundenlohnes (1965) von
3,91 DM

gelangt man auf einen Jahresbruttolohn von
18.768,00 DM

abzüglich 38 % Steuern und Sozialabgaben = Jahresnettolohn
11.636,00 DM

Gehen wir auf eine untere Grenze, machen uns die Berechnungen einfach und legen einen Jahresnettolohn von 10.000,00 DM zu Grunde.

Weiter geht’s:

Seriöse Schätzungen gehen aus von 800.000 bis 1.000.000 Heimkinder der Jahre 1949 – 1975 aus.

Für unsere Berechnungen nehmen wir auch hier den unteren Wert von 800.000 Heimkindern und gehen davon aus, dass diese im Durchschnitt 1 Jahr gearbeitet haben.

Weiter geht es mit den Berechnungen:

800.000 Heimkinder x 10.000 DM Jahresnettolohn = 8.000.000.000 DM (in Worten: acht Milliarden DM)

Da Kirchen, Institutionen, Staat und Industrie uns diese Löhne nie ausgezahlt haben, berechnen wir einen Zinssatz von 6% und eine mittlere Laufzeit von 50 Jahren und kommen so zu dem Betrag von

147.361.234.199,932 DM oder – wieder großzügig gerechnet – 73.500.000.000 Euro.

Das also ist die Summe, die uns geschuldet ist.

Wenn wir diese Summe jetzt mal auf 800.000 ehemalige Heimkinder zurückrechnen, kann man leicht ersehen, dass jedem – JEDEM – Heimkind eine Summe von 91.875 Euro mindestens zusteht!

Das deckt noch keine Vergewaltigungen, keine zerbrochenen Biografien, keine lebenslangen Pein, keine erzwungene Frührente, keine verminderten Berufschancen ab. Es ist lediglich das Geld, was Kirchen, Staat und Industrie uns SCHULDEN!

Zum Vergleich: in ihren Fonds eingezahlt haben sie 120.000.000 Euro. Sofort abgezogen haben sie 20.000.000 für die Anlauf- und Beratungsstellen, ergibt 100.000.000 Euro.

 Würden sich tatsächlich die 800.000 Ehemaligen melden, die Anrecht auf diesen Fonds haben, ergäbe dies einen Betrag von 125,00 Euro pro Überlebenden ihrer Höllen.

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Untersuchungsausschuss zur Gewalt gegen Heimkinder

Wir bitten alle Ehemaligen, Freundinnen und Freunde folgende Petition zu unterschreiben!

http://www.bioskop-forum.de/publikationen/newsletter-behindertenpolitik.html

http://www.bioskop-forum.de/begruendung-heim-petition.html

Der VEH e.V. solidarisiert sich uneingeschränkt mit der Petition seines Mitglieds Rolf Michael Decker!

Allzu lange haben wir nachgefragt und bekamen keine aussagekräftige Antworten. Nun fragen wir nicht mehr! Die Wischiwaschi-Antworten reichen!

Ab sofort fordern wir!

Ein Untersuchungsausschuss – nicht nur diese Petition betreffend – muss kommen! Es gibt, aus unserer Sicht, keine Alternativen dazu!

Unter anderem wollen wir wissen:

  • warum – wenn überhaupt – nur am Rande des “Runden Tisches Heimerziehung” (RTH) über Zwangsarbeit geredet wurde;
  • warum immer nur vom “Zwang zur Arbeit” die Rede war/ist;
  • warum keine Vertreter der Industrie und Bauernverbände geladen und gehört worden sind;
  • warum keine Vertreter der Krankenkassen, die ja immerhin die Schäden, Spätschäden und Folgen finanziell abfedern mussten, anwesend waren;
  • warum Heime für Kinder mit Behinderungen und Psychiatrien rausgefallen sind;
  • warum es absolut keine Aufklärung über Säuglings- und Kleinkinderheime gab/gibt.

Tatsache ist, dass die „Kleine Wahrheitsfindungskommission“ von Frau Dr. Antje Vollmer kläglich gescheitert ist! Es ging von Anfang an weniger um die Wahrheit, als um minimalistische Zugeständnisse für die Überlebenden deutscher Kinderheimhöllen.

Die einseitigen „Empfehlungen“ unter der maßgeblichen Federführung der Täternachfolgeorganisationen aus Kirchen und Staat zeigen in ihren heutigen Auswirkungen, dass es hierbei niemals um die Wiedererlangung der Würde der Überlebenden ging und auch heute noch nicht geht.

Es ging und geht nur um das ruhige Gewissen der Täternachfolger, die sich nun auch noch in die Brust werfen und stolz auf diese beschämenden Minimalleistungen sind!

Demütigende Regelungen, wie die auf 10.000 € gedeckelten „Sachleistungen“, die erst dann greifen, wenn das ehemalige Heimkind Kostenvoranschläge einreicht, oder Rechnungen (Vorleistungen) vorlegt, spotten jeder Beschreibung. Jedes ehemalige Heimkind hat ein Recht – ohne bitten und betteln zu müssen – auf diese Summe! In vollem Umfang und nicht nur per vorgelegten Kostenvoranschlägen.

Glauben Staat und Kirchen. wir seien immer noch “dummen” Heimkinder von damals?

Begreift endlich,

  • dass wir vollwertige Menschen mit Würde und Rechten sind!
  • dass wir uns nicht für die brutalen sexuellen, physischen und psychischen Foltern bezahlen lassen wollen – mit Summen, die IHR festlegt!
  • dass wir fordern, was uns zusteht:
    • die gestohlenen Renten und anderen Sozialbeiträge,
    • die unterschlagenen Löhne für die Heim- und Zwangsarbeit,
    • die “verschwundenen” Waisenrenten und Sparbücher, die ihr (in Einzelfällen) angeblich für uns angelegt habt,
    • Schmerzensgelder für blutige Prügelexzesse, für sexuelle und psychische Übergriffe,
    • Ausgleichszahlungen für die zerbrochenen Biografien, die lebenslangen Leiden, die ihr verursacht habt!

Als Soforthandlungen verlangen wir:

  • ein Ende der langen Wartezeiten für Beratungstermine bei euren “Anlaufstellen” (immerhin werden diese Stellen von UNSEREN Geldern finanziert!),
  • ein Ende der zögerlichen Zahlungen,
  • ein Ende der aberwitzigen Prüfungen von Kostenvoranschlägen und Rechnungen,
  • ein Ende der demütigenden Überweisungen direkt an Händler, Verkäufer, Handwerken,
  • eine Ausweitung der Zahlungen an ALLE Heimkinder! Kleinkinder, Säuglinge, psychatrisierte Kinder und Kinder mit Behinderungen selbstverständlich eingeschlossen,
  • eine Ausweitung der sogenannten Rentenersatzleistungen, die mit Rente eh nichts zu tun haben, auf Arbeiten, die VOR dem 14. Lebensjahr zu leisten waren,
  • eine Verlängerung des “Fonds ehemalige Heimkinder” über das Jahr 2014 hinaus,
  • regelmäßige, großformatige Anzeigen in allen überregionalen Zeitungen, um allen Ehemaligen die Chance zu geben, den Fonds in Anspruch zu nehmen!

Die von euch so gnädig gezahlten Hilfsgelder sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

Unsere Würde als Kinder habt ihr ja bereits “erfolgreich” zerstört – mit all den für uns zu ertragenden Konsequenzen.

Wir werden es nicht zulassen, dass ihr uns nun, im Alter, weiterhin oder wieder demütigt und unsere Würde nehmt!

Dirk Friedrich
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

 

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